Timo Scheider konnte mit seinem zweiten Platz seine Gesamtführung ausbauen

DTM 2009

— 06.09.2009

Die Audi-Stimmen zum Rennen

Timo Scheider baute mit Platz zwei in Brands Hatch die Gesamtführung aus, auch Martin Tomczyk wieder auf dem Podium - Ärger bei Kollisionsopfern

Mit einem hart erkämpften zweiten Platz in Brands Hatch baute Audi Pilot Timo Scheider seinen Vorsprung auf den besten Mercedes-Fahrer auf neun Punkte aus. Dank Mattias Ekströms fünftem Rang liegen drei Rennen vor Saisonende weiter zwei Audi Piloten an der Spitze der Gesamtwertung. Mit Timo Scheider und Martin Tomczyk standen zwei Audi-Piloten auf dem Siegerpodest. Insgesamt holten fünf Audi-Fahrer Punkte.

Mattias Ekström wurde Fünfter, die beiden Jahreswagenpiloten Mike Rockenfeller und Oliver Jarvis holten mit den Plätzen sieben und acht ebenfalls Punkte. Jarvis hätte bei seinem Heimspiel ein noch besseres Ergebnis erzielen können, wäre er nicht von Jamie Green umgedreht worden. Auch Tom Kristensen und Markus Winkelhock fielen kurz vor Rennende Attacken der Konkurrenz zum Opfer: Winkelhock wurde von Ralf Schumacher von der Strecke geschubst, Kristensen von Bruno Spengler.

Katherine Legge wurde 15., sie bekam eine nachträgliche 30-Sekunden-Zeitstrafe, weil sie in der vorletzten Rennrunde nicht schnell genug auf blaue Flaggen reagierte. Gegen Alexandre Prémat wurde eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts verhängt. Der Franzose wurde am Ende Elfter.

Stimmen zum Rennen:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Ich bin mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Es war eine starke Teamleistung, drei Autos unter den ersten fünf zu haben. Zwei unserer Fahrer kamen aufs Podium. Timo Scheider konnte seine Meisterschaftsführung ausbauen. Insgesamt können wir mit dem Rennwochenende zufrieden sein. Selbstverständlich ist es immer schöner, mit dem Sieg nach Hause zu gehen. Wir nehmen uns vor, alles dafür zu tun, das beim nächsten Rennen in Barcelona wieder zu realisieren."

Timo Scheider: "Ich habe mich auf den Start konzentriert. Das lief auch gut, aber auf der Außenseite habe ich gegen Paul Di Resta besser nichts riskiert. Also habe ich mich brav eingereiht. Ich konnte ihm gut folgen. Danach ging das kleine Chaos los. Es herrschte viel Verkehr, sogar beim ersten Boxenstopp. Beim zweiten Stopp gab es hinten rechts ein Problem. Es war heute nicht ganz so einfach. Ich bin deshalb sehr glücklich mit Platz zwei. Damit habe ich meine Führung in der Meisterschaft ausgebaut."

Martin Tomczyk: "Von Platz fünf auf Platz drei vorzufahren, ist eine gute Leistung. Denn das Überholen ist in Brands Hatch schwierig. Die ganze Strategie hat gepasst, eigentlich das ganze Rennen. Ich hatte einen tollen Zweikampf mit Bruno Spengler. Das war hart, aber ich hatte die Nase vorn und konnte ihn überholen. Ich freue mich auch über die Teamleistung. Timo Scheider konnte seine Meisterschaftsführung ausbauen. Das war unser Ziel."

Mattias Ekström: "Mein Rennen war ehrlich gesagt recht langweilig. Ich fuhr von Platz sieben los und hatte einen guten Start. Dass mich Gary Paffett überholt, konnte ich trotzdem nicht verhindern. In der zweiten Kurve drückte mich ein Mercedes etwas aufs Gras und ich verlor einen Platz. Dann geschah nichts mehr. Ich fuhr so gut, wie ich konnte. Das Auto fühlte sich sehr gut an. Ich hatte definitiv das Tempo der Spitze. Wenn man als Siebter startet und nach der ersten Runde Achter ist, kann man mit Platz fünf zufrieden sein."

Mike Rockenfeller: "Im Warm-up war mein Auto toll zu fahren. Es hat richtig Spaß gemacht. Im Rennen kämpfte ich mit Untersteuern, was auch daher kam, dass ich anderen Autos folgte. Ich weiß nicht, ob es nur am fehlenden Abtrieb lag oder ob unsere Abstimmung nicht ganz optimal für die Temperatur im Rennen gewesen ist. Auf jeden Fall war es ein gutes Rennen. Ich bin zufrieden. Danke ans Team für zwei tolle Boxenstopps. Von Platz zwölf zu starten und Siebter zu werden ist okay - mehr geht nicht."

Oliver Jarvis: "Das war ein hartes Rennen. Ich bin sauer, denn ich weiß nicht, was Jamie Green vorhatte. Das war jetzt das zweite Mal in zwei Jahren und ziemlich idiotisch von ihm. Wir hätten sonst viel mehr Punkte sammeln können. Mein Start war nämlich sehr gut. Ich war nach zwei Ausfällen sehr vorsichtig. Ich hatte mir vorgenommen, ins Ziel zu kommen. Der erste Rennabschnitt war etwas schwierig. Im zweiten und dritten Abschnitt lief es sehr gut. Ohne die Attacke von Green wäre viel mehr möglich gewesen. Ich habe hart gekämpft, um einen Punkt zu erhalten. Das Team hat zwei gute Stopps gemacht und kann glücklich sein."

Alexandre Prémat: "Das war ein von Anfang bis Ende schwieriges Rennen. Für einen Frühstart erhielt ich eine Durchfahrtsstrafe. Danach war die Strategie sehr gut und ich kam immer weiter nach vorn. Das Auto war schnell. Platz elf ist nach einer Durchfahrtsstrafe noch ein ganz gutes Ergebnis."

Katherine Legge: "Ich glaube, was die Rundenzeiten anbetrifft, war es ein gutes Rennen. Ich war gut bei der Musik. Auf dem ersten Satz Reifen trat nach zehn Runden ein starkes Übersteuern auf. Das war etwas schwierig, aber die anderen beiden Sätze waren wirklich gut. Die Zeiten waren gut, doch dann wurde ich bestraft, weil ich Paffett blockiert haben soll. Ich sah drei blaue Flaggen in zwei Kurven. Ich weiß nicht, was man von mir erwartet hat - offenbar hätte ich mich einfach auflösen sollen. Das war enttäuschend."

Markus Winkelhock: "Mein Start war ziemlich schlecht. Ich habe fast einen Frühstart hingelegt und musste die Kupplung noch einmal treten. So kam ich nicht perfekt los. In der ersten Ecke traf mich jemand hinten links. Da war die Aufhängung etwas krumm. Sonst war das Auto im Rennen ganz okay. Leider hat mich Ralf Schumacher nach der Safety-Car-Phase abgeschossen. Damit war mein Rennen beendet."

Tom Kristensen: "Direkt nach dem Start schob mich Spengler in Richtung Leitplanke. Ich musste vom Gas, er berührte mich sogar und es brachen ein paar Teile. Mit dem ersten Reifensatz hatte ich überhaupt keine Haftung. Das half 'Eki' natürlich, der weiter nach vorn kam. Auf dem nächsten Satz lief es besser und ich hielt Platz sechs bis zum Ausfall. Spengler fuhr mir hinten rechts heftig ins Auto, riss die ganze Ecke ab und schob mich von der Strecke. Mein Rennen endete in der Streckenbegrenzung. Ein harter Tag."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Das war Dramatik pur mit vielen Höhen und Tiefen. Aber das Team hat super gearbeitet. Gratulation an Timo, Martin und 'Eki' - sie haben wirklich ein tolles Rennen gefahren. Übrigens auch Tom. Die Aktion von Bruno Spengler mit ihm war ziemlich überflüssig. Mir ist unverständlich, warum er dafür nicht bestraft wurde, zumal er Tom schon am Start von der Strecke gedrängt hatte. Wir sind trotzdem glücklich und führen gut in der Meisterschaft. Das war unser Ziel. Wir freuen uns aufs nächste Rennen."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Das war ein spannendes Rennen. Am Anfang lief es etwas gegen uns. Oliver Jarvis wurde von Jamie Green gedreht, was sehr unfair war. Das warf ihn zurück, aber wir konnten uns wieder nach vorn kämpfen. Zum Schluss wurden wir in einem turbulenten Rennende Achter. Unser Tempo war immer gut, wir haben nicht aufgegeben. Schön, dass es so gut belohnt wurde. Alex Prémat war zu optimistisch beim Start. Dann war das ganze Rennen schon gelaufen. Wir wollten noch wissen, welches Tempo wir gehen konnten. Alex war sehr zufrieden mit dem Auto. Aber man kommt dann nicht mehr weit nach vorn. Platz elf ist insofern gar nicht so schlecht."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Ich bin sauer. Wir hätten zum ersten Mal beide Fahrer in den Punkten haben können, wenn Ralf Schumacher diese unnötige Aktion vermieden hätte. Ich freue mich für Mike Rockenfeller, der endlich einmal ein Rennen durchfahren konnte. Start und Rennen waren okay, die Boxenstopps haben funktioniert. Vielen Dank an alle."

Fotoquelle: xpb.cc

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