Sanfter Asphalt: Der Reifenabrieb ist in Barcelona relativ gering

DTM 2009

— 18.09.2009

Gesucht: Optimale Traktion vor den Toren Barcelonas

In Barcelona wartet auf die Teams und die Reifentechniker ein abwechslungsreiches Streckenlayout: Kompromiss beim Setup

An diesem Wochenende startet die DTM in Spanien. Auf dem 2,977 Kilometer langen Circuit de Catalunya in Barcelona wird das achte Rennen des Jahres ausgetragen. "In Katalonien erwartet die DTM-Teams ein Kurs, der in allen relevanten Eigenschaften als 'Medium' einzustufen ist", sagt Michael Bellmann. Leiter Motorsport bei Dunlop. "Ob Reifentemperatur, Verschleiß, Gripniveau oder Asphaltaggressivität - wir bleiben überall im Grünen Bereich."

Seit vor drei Jahren die Streckenführung geändert wurde, ist der Kurs weniger aggressiv. Das Layout der Strecke ist heute sehr viel abwechslungsreicher. Es enthält einige schnelle Kurven und vor allem langsame Schikanen und Kehren. Die vorletzte Rechtskurve vor der Start-Ziel-Geraden wurde zu einer Schikane umgebaut. Die Belastung durch zuvor drei schnelle Rechtskurven, insbesondere auf das linke Vorderrad, ist in der aktuellen Variante viel geringer.

"Barcelona ist eine schöne Strecke, auf der es an vielen Stellen um Höchstgeschwindigkeit geht. Aerodynamik und die Bremsen müssen ebenfalls exzellent sein", sagt Audi-Pilot Martin Tomczyk. "Durch die neue Schikane wird dem Auto mehr Traktion abverlangt als früher. Es kommen also alle Anforderungen zusammen. Am besten fährt man dort einen Rennwagen, mit rundum ausgewogenen Eigenschaften. Der Asphalt ist nur mäßig rau. Wir hatten noch nie zu hohen Reifenabrieb in Barcelona."

Kompromiss beim Setup

Bei der Suche nach optimaler Traktion stehen die Dunlop-Ingenieure den DTM-Teams von Audi und Mercedes-Benz als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Damit ein möglichst hohes Maß an Längskräften auf den Reifen realisiert werden kann, ist das Setup der DTM-Fahrzeuge in Barcelona gekennzeichnet durch einen relativ geringen Sturz. Um sowohl auf der Geraden als auch in engen Kurven das Grip-Maximum zu erreichen, müssen die Teams allerdings bei der Auflagefläche des Reifens auf dem Asphalt einen Kompromiss eingehen. Durch die Fliehkräfte in Schikanen und Spitzkehren verändert sich die Größe und Form der Bodenaufstandsfläche der Reifen im Vergleich zu geraden Top-Speed-Passagen, in denen keine Seitenkräfte auf das Fahrzeug wirken.

Welche Parameter, zum Beispiel in Bezug auf Feder- und Dämpfereinstellung, Gewichtsverlagerung sowie geometrische Einstellungen an der Radaufhängung letztlich wie gewählt werden, darüber entscheidet auch die Fahrweise des Piloten. Eine zentrale Aufgabe der Dunlop-Ingenieure während des DTM-Wochenendes ist es, dafür zu sorgen, dass der exklusive DTM-Reifen bei allen Außentemperaturen auf den optimalen Luftdruck eingestellt wird. Darüber hinaus muss der Dunlop SP Sport Maxx - entsprechend der zu erwartenden Belastung - stets korrekt vorgeheizt werden, um die bestmögliche Anfangsperformance sicherzustellen.

Fotoquelle: xpb.cc

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