Norbert Haug war mit dem Speed der C-Klasse in der Qualifikation zufrieden

DTM 2009

— 19.09.2009

Haug: "Gewichtskorrigiert war das Bestzeit"

Die 2009er-Mercedes waren im Qualifying schneller, als Norbert Haug gehofft hatte - Ziel für das Rennen: Die Meisterschaft soll offen gehalten werden

Im Freien Training heute Morgen hatten die Audis noch das Tempo vorgegeben, aber das änderte sich in der Qualifikation. Zwar holte Audi mit Tom Kristensen die Pole-Position, doch auf Platz zwei reihte sich mit dem minimalen Rückstand von 64 Tausendstelsekunden schon Mercedes-Pilot Paul Di Resta an. Auch Bruno Spengler hatte den Sprung in Q4 geschafft - er bekam seine Zeiten aus den letzten beiden Qualifyingsegmenten jedoch gestrichen, weil er nach dem Zeittraining zu wenig Benzin im Tank hatte. So steht er auf Startplatz acht statt vier.

Generell waren die neuen Audi und Mercedes gleichauf, obwohl die C-Klassen zehn Kilo schwerer sind, was laut Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zwei Zehntelsekunden pro Runde ausmacht. "Es war wirklich ziemlich packend", bilanziert er nach dem Qualifying. "Ich glaube, dass sich das heute Morgen viele noch anders ausgemalt hatten. Und naürlich wusste ich selbst nicht, wie wir uns steigern können." Dass der Rückstand auf die Pole-Position nur 64 Tausendstel beträgt, ist laut Haug "eine sehr, sehr gute Leistung. Gewichtskorrigiert ist das Bestzeit." Zwar zähle das nicht, aber es zeige doch die Leistungsfähigkeit des Autos.

Bei Gary Paffett habe sich das Team "vielleicht ein bisschen verzockt", räumt Haug ein. Der Brite war in Q1 und Q2 ganz vorn dabei und man ging davon aus, dass er auch sicher den Sprung in Q4 schafft. Deshalb startete er in Q3 auf Platz vier liegend keinen weiteren Versuch, sondern man entschied, dass er einen Satz Reifen spart. Durch Martin Tomczyk wurde Paffett dann noch aus den Top 4 verdrängt.

"Im Nachhinein hätte man es sicherlich noch mal probieren sollen", resümiert Haug. Zwar hätte Paffett dann für Q4 keine frischen Reifen mehr gehabt, aber er könnte trotzdem Dritter oder Vierter sein." Das ist Paffett nun auch so - durch die Rückversetzung seines Teamkollegen Spengler rückte der Brite vor auf Rang vier. Und er steht immerhin noch vor seinen Meisterschaftskonkurrenten Timo Scheider und Mattias Ekström.

Das Rennen werden auf alle Fälle "herausfordernd", so Haug: "Hoffentlich können wir einen guten Job machen. Das Gewichtshandicap ist dabei keine Hilfe - über die Distanz ist es schlimmer als über eine Runde. Aber ich hoffe, wir können das kompensieren. In Zandvoort habeen wir bereits bewiesen, dass wir das können. Morgen können wir hoffentlich den Abstand auf die Meisterschaftsführenden verringern." Das Ziel ist, die Meisterschaft offen zu halten, denn "niemand will eine frühzeitige Meisterschaftsentscheidung."

Haug ist sich sicher, dass die Reihenfolge im Ziel anders sein wird als in der Startaufstellung: "Man kann strategisch viel machen und auch Spielchen spielen. Ich hoffe, dass dies nicht der Fall sein wird. Ich hoffe, wir fahren Rennen und jeder fährt so schnell er kann. Das ist der beste Weg die Zuschauer zu unterhalten", sagt er mit einem Seitenhieb in Richtung Audi. Dass Martin Tomczyk in Brands Hatch Scheider passieren ließ und dafür keine Strafe bekam, ist für den Schwaben immer noch unverständlich. Schließlich stünde Audi nach den Ereignissen in Zandvoort noch unter Bewährung. Und da mache es keinen Unterschied, ob ein Fahrer solche Aktionen selbständig durchführt oder die Order dazu bekommt.

Fotoquelle: xpb.cc

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