Timo Scheider ist der Titelverteidigung einen großen Schritt näher gekommen

DTM 2009

— 20.09.2009

Scheider katapultiert sich zum Sieg

Am Start schoss Timo Scheider von P5 ganz an die Spitze: Nach Sieg Matchball in Dijon - Audi feiert Dreifachtriumph mit Scheider, Kristensen, Tomczyk

Timo Scheider ist der Titelverteidung einen großen Schritt näher gekommen. Der Audi-Pilot holte sich in Barcelona von Startplatz fünf aus den Sieg. Da sein direkter Verfolger Mattias Ekström nur Sechster wurde, konnte Scheider seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf zwölf Punkte ausbauen. Damit hat er schon in drei Wochen in Dijon den ersten Matchball und kann dort seinen Titel vorzeitig verteidigen.

Audi durfte in Barcelona aber nicht nur das Traumergebnis für Scheider bejubeln, sondern einen Dreifachsieg. Nach zwei Mercedes-Triumphen auf dem Circuit de Catalunya gelang den Ingolstädtern in diesem Jahr ein Dreifach-Sieg. Hinter Scheider kamen seine Kollegen Tom Kristensen und Martin Tomczyk ins Ziel. Tomczyk freute sich so über seinen vierten Podiumsplatz in Folge, dass er gleich Donuts drehte.

Mercedes musste sich diesmal geschlagen geben. Gary Paffett versuchte zwar, sich mit zwei frühen Boxenstopps nach vorn zu arbeiten, musste sich aber mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Hinter ihm folgte sein Kollegen Bruno Spengler als Fünfter, der sich in der vorletzten Runde noch an Audi-Mann Mattias Ekström vorbeidrücken konnte. Ekström hatte sich von Platz sechs aus für eine Strategie mit zwei späten Stopps entschieden, doch sie ging nicht auf. Mercedes-Pilot Paul Di Resta wurde Siebter und muss sich damit aus dem Titelrennen verabschieden. Als Achter kam Audi-Jahreswagenfahrer Alexandre Prémat ins Ziel, der damit seinen ersten Punkt der Saison holte.

Vorentscheidung am Start

Die Rennentscheidung fiel bereits am Start: Scheider katapultierte sich bereits auf den ersten Metern nach vorn und schon sich in der ersten Kurve an Polesitter Kristensen vorbei an die Spitze. Von dort ließ er sich 59 Runden lang nicht mehr verdrängen. Schon in den ersten Runden baute Scheider seinen Vorsprung kontinuierlich aus, im Schnitt wuchs sein Polster pro Runde um 0,2 Sekunden.

Kristensen fuhr ein einsames Rennen auf dem zweiten Platz, dahinter ging die Strategie von Tomczyk perfekt auf. Nach dem Start war er hinter Scheider, Kristensen und Di Resta Vierter. Doch während Di Resta bereits in Runde 14 zum ersten Stopp kam, blieb Tomczyk noch vier Runden draußen. Dadurch konnte er den Schotten überholen und sich den dritten Platz sicher. Di Resta dagegen fiel im weiteren Rennverlauf noch weiter nach hinten.

Zur Rennmitte begann dann auch die Action auf der Strecke: In Runde 28 ging Ralf Schumacher, der sich schon am Start von P20 auf Platz 14 verbessert hatte, mit einem sehenswerten Manöver an Markus Winkelhock vorbei. Kurz darauf krachte es zwischen den beiden Damen: Susie Stoddart drehte Katherine Legge um, die daraufhin aufgeben musste. Für diese Aktion kassierte Stoddart eine Durchfahrtsstrafe.

In Runde 30 folgte das nächste Überholmanöver: Mercedes-Titelhoffnung Paffett überholte Di Resta. Kurz darauf wurde Winkelhock von Jamie Green gerammt und musste aufgeben. Green bekam dafür eine Drei-Sekunden-Boxenstrafe.

Paffett versus Ekström versus Spengler

Vorn an der Spitze tat sich nichts mehr: Scheider enteilte, Kristensen und Tomczyk folgten ihm in gebührlichem Abstand. Doch dahinter wurde das Rennen in der Schlussphase noch einmal richtig heiß. Zunächst konnte Spengler Di Resta überholen. Dann ging Ekström in der 43. Runde zu seinem sehr späten zweiten Stopp. Der Schwede kehrte zwischen Paffett und Spengler auf Rang fünf liegend zurück auf die Strecke.

Von da an versuchte Ekström alles, Paffett noch vom vierten Platz zu verdrängen. Der Brite war sehr früh bei seinen beiden Stopps und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis er sich den frischen Pneus von Ekström hätte geschlagen geben müssen. Doch Paffett konnte sich bei jedem Versuch erfolgreich wehren. In Runde 46 touchierte Ekström die C-Klasse seines Rivalen und kassierte dafür eine Verwarnung.

Weil die beiden im Kampf so viel Zeit verloren, konnte der Sechstplatzierte Spengler auch wieder aufschließen. Im Dreierpack jagten sie Runde um Runde um den Kurs - die Lücke auf das Top-Trio war bereits auf rund 20 Sekunden angewachsen. In der vorletzten Runde versuchte Ekström noch einmal ein Manöver, doch er kam nicht an Paffett vorbei. Stattdessen nutzte Spengler den Zweikampf der beiden und schob sich noch an Ekström vorbei auf Platz fünf.

Fotoquelle: xpb.cc

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