Ralf Schumacher hatte im hinteren Mittelfeld kein einfaches Rennen

DTM 2009

— 20.09.2009

Schumacher: "Hat nicht viel Spaß gemacht"

Nach einem Raketenstart war für Ralf Schumacher in Barcelona auf Platz 13 Endstation: "Schade, denn das Potenzial war da"

In den bisherigen acht DTM-Rennen der Saison hat Ralf Schumacher erst zweimal gepunktet. Auch heute in Barcelona ging der Mercedes-Werksfahrer leer aus. Das war eigentlich schon vor dem Start klar, denn wegen eines präventiv durchgeführten Motorwechsels musste er vom letzten Platz aus ins Rennen gehen.

Der Defekt, der nach dem Warmup festgestellt wurde, ist bisher noch nicht geklärt, es könnte sich jedoch um einen ähnlichen Schaden handeln wie in Hockenheim. Damals war ein Kabelproblem die Ursache. Schumacher: "Wir hatten keine Zeit zur Fehlersuche, deshalb haben wir den Motor sofort gewechselt. Er geht jetzt zurück, da wird zu Hause genau nachgeschaut." Der Deutsche geht davon aus, dass der Motor noch nicht komplett hinüber ist und wieder verwendet werden kann.

Der Start an sich sei dann von ganz hinten "okay" gewesen - eine maßlose Untertreibung, denn Schumacher tauchte nach dem Anfangsgetümmel sensationell auf Platz 14 auf. Später blieb er jedoch hinter dem Audi von Markus Winkelhock hängen: "Da vorbeizukommen, war eher ungemütlich, von daher war mein Rennen da eigentlich schon ziemlich beendet." Der Circuit de Catalunya gilt zwar als selektiv, Überholmöglichkeiten bietet er aber kaum.

So musste er im Zweikampf mit Winkelhock dann auch die Brechstange anwenden: "Ich habe Winkelhock hinten leicht berührt, weil er mitten auf der Strecke und viel früher als sonst gebremst hat. Durch diese Berührung ist mein Auto ins Rutschen gekommen, seins auch - und Jamie ist innen durch", schildert Schumacher. Zumindest hielt er grinsend fest, dass er diesmal von der Rennleitung nicht bestraft wurde.

Einmal zeigte er gegen Winkelhock auch vor, wie man selbst in Barcelona schön an einem Gegner vorbeigehen kann: "Das war ein sauberes Manöver. Das war okay, aber sonst hat dieses Rennen nicht viel Spaß gemacht. Wenn du da hinten bist, kannst du halt nicht überholen. Schade, denn das Potenzial war da, das Auto war gut genug, um ein bisschen weiter vorne zu fahren. Aber es hat halt nicht sollen sein."

Über Balanceprobleme, wie sie einige seiner Mercedes-Kollegen hatten, klagt der 34-Jährige nicht: "Das Auto wurde immer schwieriger zu fahren, aber das war für alle gleich. Da habe ich mir keine Sorgen gemacht. In Barcelona ist das nichts Ungewöhnliches, vor allem wenn es dann wärmer wird und vielleicht auch der Wind dreht." Dabei war seine C-Klasse "nach dem Zusammenstoß mit Winkelhock vorne etwas verbogen, aber sie war trotzdem fahrbar. Kein Problem."

Unterm Strich steht er weiterhin bei fünf Punkten. Als Gesamtzwölfter ist Schumacher schlechtester Neuwagenfahrer der DTM. Aber er relativiert: "Die Saison sieht etwas schlechter aus, als sie tatsächlich ist. Die Pace war da. Deshalb wünsche ich mir jetzt noch zwei saubere Rennen mit einem guten Qualifying und einem guten Start. Dann können wir auch in die Punkte fahren und vielleicht sogar einmal auf das Podium..."

Fotoquelle: xpb.cc

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