Norbert Haug konnte sich über den Rennverlauf nicht wirklich freuen

DTM 2009

— 20.09.2009

Haug: "Audi war klar überlegen"

Laut Norbert Haug fand Mercedes heute kein Mittel gegen Audi und vor allem gegen Timo Scheider - Allmählicher Abschied vom Titeltraum

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug konnte sich im Barcelona-Rennen nur über den Dreikampf zwischen Gary Paffett, Mattias Ekström und Bruno Spengler richtig freuen. Ansonsten verliefen die 59 Runden auf dem Circuit de Catalunya eher weniger nach seinem Geschmack. Ihm wäre lieber gewesen, wenn sich das Geschehen auf den Plätzen vier bis sechs an der Spitze abgespielt hätte, erklärt er, "denn das war das Salz in der Suppe."

"Sonst war Audi klar überlegen", räumt der Mercedes-Motorsportchef ein. "Ich wage sogar zu sagen, dass Timo Scheider selbst dann alle Siegchencen gehabt hätte, wenn er den Start nicht so überragend gewonnen hätte. Denn er hatte den besten Speed von allen." Auch Tom Kristensen und Martin Tomczyk seien diesmal "ganz klar schneller" gewesen als die Mercedes-Fahrer.

Anders als sonst sei Mercedes in Barcelona im Rennen nicht viel stärker gewesen als im Qualifying. Warum das so war, kann Haug auch nicht erklären: "Das müssen wir noch untersuchen. Wir waren trotz der zehn Kilo im Qualifying stark. Aber im Rennen - was die Konstanz betrifft - nicht so, wie es bisher der Fall war." Haug ist sich aber sicher, dass Mercedes der Ursache dafür auf den Grund kommen wird: "Diese Fahrzeuge sind schwer abzustimmen und wenn du das Fenster nicht exakt triffst, dann hast du ein Problem. Vielleicht hatten die Audi ein größeres Fenster."

In Sachen Titelkampf schwindet seine Hoffnung allmählich. "Ich denke wohl, dass die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr groß ist, dass die Meisterschaft gelaufen ist. Ich glaube, es gehört sich, das auch zu sagen", bekennt der Schwabe. "Das heißt aber nicht, dass man aufgibt und nicht mehr Rennen gewinnen will. Es ist ab Platz zwei noch alles ziemlich offen. Da ist alles recht dicht beieinander."

Die Leistung von Spitzenreiter Scheider sei jedoch "herausragend" gewesen, erkennt Haug an. Mit seinem Vorsprung von 14 Punkten auf Paffett und zwölf Punkten auf Ekström könne der Titelverteidiger es jetzt geruhsam angehen lassen, "was er aber wohl nicht machen wird." Zwar könnten Meisterschaften trotz eines großen Vorsprungs noch verloren werden, "aber die Realität und die Wahrscheinlichkeit sehen anders aus. Er hat heute den besseren Job gemacht."

Nach Siegen steht es nun zwischen Audi und Mercedes in dieser Saison vier zu vier. "Das sieht schön ausgeglichen aus, aber das war es heute nicht. Dieses Rennen haben wir nicht beherrscht", so Haug. Doch er schiebt die Kampfansage gleich hinterher: "Ich hoffe, wir beherrschen das nächste Rennen in Dijon und natürlich auch das große Finale in Hockenheim."

"Wir geben nicht auf. Natürlich kämpfen wir", betont Haug. "Wir sind jetzt auf gleichem Gewicht und ich hoffe, dass Dijon zu unserem Auto passt. Wir hatten dort erst einen Test, aber sie haben die Curbs geändert. So weiß keiner, wo er steht." Zumindest wollen die Stuttgarter wieder auf die oberste Stufe des Treppchens, auch wenn es für den Titel wohl nicht mehr reicht: "Audi hat zwei Meisterschaften in Folge gewonnen und meine Voraussage ist, dass sie auch die dritte gewinnen. Es stehen noch zwei Rennen aus, aber wir müssen realistische Schlussfolgerungen ziehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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