Gary Paffett udn seine Kollegen hatten in Barcelona große Balance-Probleme

DTM 2009

— 23.09.2009

Mercedes-Neuwagen: Das Rätsel von Barcelona

Vor allem Gary Paffett und Paul Di Resta erlebten in Barcelona eine böse Überraschung: Sie konnten pushen so viel sie wollten, es ging nicht schneller

Bei Mercedes wird derzeit analysiert, was in Barcelona schief gelaufen ist. Vor dem Rennen sprühte das Neuwagenlager noch vor Optimismus, schließlich war man in der Qualifikation schneller unterwegs, als man aufgrund des Mehrgewichts von zehn Kilogramm erwartet hatte. Und bisher war es immer so, dass die Stuttgarter im Renntrimm noch zulegen konnten. Doch diesmal gab es eine böse Überraschung.

Alle vier HWA-Piloten bekamen schon nach wenigen Runden massive Probleme mit ihrem Auto, am schlimmsten tarf es Paul Di Resta und Gary Paffett. Di Resta berichtet gegenüber 'Motorsport-Total.com' von großen Balance-Problemen: "Es war schwierig, den Wagen dort zu halten wo er war und das Rennen zu beenden. Irgendetwas in diesem Paket funktionierte nicht." Di Resta, der von Startplatz zwei aus ins Rennen gegangen war, wurde nach hinten durchgereicht und kam schließlich als Siebter an. Seine Titelchancen sind damit dahin.

Auch Gary Paffet erwischte es. Er konnte jedoch das Beste aus der Situation machen und sich auf Platz vier ins Ziel kämpfen. "Am Anfang waren wir noch dran. Aber nach dem ersten Stopp kam ich raus und erwartete mehr Grip und ein schnelleres Auto", schildert der Brite. Doch die Rundenzeiten fielen nicht so aus wie erwartet: "Wir fuhren 18.8, 18.9 und wir sollten niedrige 18er-Zeiten fahren. Das kam unerwartet und war eine Überraschung. Von da an wusste ich: Wir haben ein Problem."

Für Paffett war das nach der Pace aus dem Qualifying eine Überraschung: "Es ist nicht so, dass wir ein langsames Auto hätten. Aber aus irgendeinem Grund, vielleicht wegen des Setups oder wegen etwas anderem, das wir für das Rennen geändert haben, funktionierte nicht", rätselt er.

Auch Ralf Schumacher stellte im Rennen fest, dass das Auto immer schwieriger zu fahren war. "In Barcelona ist das nichts Ungewöhnliches, vor allem wenn es dann wärmer wird oder warm bleibt und vielleicht auch der Wind noch dreht", sagt er über das Phänomen. Dass es an den steigenden Temperaturen gelegen hat, glaubt Paffett jedoch nicht: "Es gibt viele Strecken - wie zum Beispiel den Lausitzring - auf denen wir schneller sind als die Audis, wenn die Temperaturen und der Grip hoch gehen.

Und genau der Grip war laut Paffett diesmal das größte Problem im Neuwagenlager von Mercedes: "Du konntest nicht viel aus den neuen Reifen herausholen. Du hast hart gepusht, aber hast nicht genug herausbekommen." Die Reifen auf Temperatur zu bringen, sei nicht schwierig gewesen, berichtet der Brite: "Es lag an der Balance und dem Gefühl für das Auto. Wir haben hart gepusht, aber wir hatten keinen Grip zur richtigen Zeit am richtigen Ort."

Laut Paffett waren alle vier HWA-Piloten davon betroffen: "Ja, es hatte auf alle Auswirkungen. Keiner von uns hatte eine gute Pace." Er selbst konnte zur Rennmitte den Grundstein für seinen vierten Platz legen, als er mit seinem zweiten Satz Reifen zumindest schneller war als Kollege Di Resta und den Schotten überholen konnte. Und Bruno Spengler war gegen Rennende wieder schnell unterwegs, "da er bessere Reifen drauf hatte", mutmaßt Paffett. Mit dem Tempo, das Audi vorgab, konnte aber keiner mithalten.

"Es ist frustrierend, besonders da wir im Qualifying ein tolles Auto hatten", bilanziert Paffett, dessen Rückstand auf Spitzenreiter Timo Scheider nun auf 14 Punkte angewachsen ist. "Du gehst ins Rennen mit einem Auto, das in allem enttäuscht. Das ist frustrierend. Wir müssen uns das anschauen und versuchen, uns zu verbessern."

Fotoquelle: xpb.cc

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