Sparen und Rennen fahren: Das schließt sich für Norbert Haug nicht gegenseit aus

DTM 2009

— 05.10.2009

Haug zum Sparen: "Sind auf sehr, sehr gutem Weg"

Zwischenbilanz in der ersten Saison im Zeichen der Wirtschaftskrise: Laut Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug greifen die Sparmaßnahmen

Der Motorsport befindet sich im Jahr eins der Wirtschaftskrise. Auch in der DTM wurde der Sparkurs zu Beginn der laufenden Saison massiv verschärft. Die Rennwochenenden wurden auf zwei Tage verkürzt, die Teams haben zudem ihre Ausgaben zum Beispiel für Reisekosten und Hospitalities reduziert. Zudem kam nach dem Rennen am Nürburgring der Entwicklungsstopp. Das Ziel lautete: Innerhalb von zwei Jahren sollen die Kosten in der DTM halbiert werden.

Nun neigt sich die erste Saison nach dem Beginn der Wirtschaftskrise ihrem Ende entgegen. "Ich bin selten zufrieden, um ehrlich zu sein", antwortet Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug auf die Frage, ob die bisherigen Einsparungen den Anfang des Jahres gesteckten Zielen entsprechen. Doch er betont: "Was uns betrifft, sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg und wir haben rundherum ein Sparprogramm, ob auf der Strecke oder neben der Strecke."

Am wenigsten betroffen von den Kürzungen sei "die Technik auf der Strecke", so der Mercedes-Motorsportchef, "aber auch da wird zurückgeschraubt." Gespart wird bei den Stuttgartern vor allem neben der Strecke, "wo immer es geht". So werde zum Beispiel bei den Hospitalities "kein Großaufwand betrieben", erklärt Haug.

"Das wir haben sehr gut hinbekommen, glaube ich. Ich denke nicht, dass der Gast damit irgendein Problem hat oder irgendeinen Malus spüren müsste - ganz im Gegenteil", sagt Haug, der als "Musterbeispiel" das Rennen am Norisring nennt. Dort verzichtete Mercedes auf die Hospitality am Dutzendteich, sondern konzentrierte alles im VIP-Zelt in der Nähe der Boxengasse. Dort konnte dann auch der Sieg von Jamie Green gefeiert werden.

Für Mercedes war es der siebte Norisring-Sieg hintereinander. "Und wir haben es mit günstigeren finanziellen Konditionen geschafft als im Jahr zuvor", so Haug. Trotz des Sparprogramms sei den Stuttgartern in Nürnberg "auf und neben der Strecke in jedem Bereich ein Galaauftritt" gelungen: "Und das ist das, was für uns zählt. Das ist für uns auch strikte Voraussetzung, um überhaupt Motorsport betreiben zu können." Das gelte im Übrigen auch für die Formel 1: "Dort haben wir in den vergangenen fünf Jahren unser Budget halbiert und es wird noch einmal halbiert werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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