Ralf Schumacher will zum Saisonende noch ein Podium herausfahren

DTM 2009

— 18.10.2009

Schumachers Ziel: Zum Saisonabschluss aufs Podium

Ralf Schumacher weiß, dass seine Resultate "nach außen etwas schwach aussehen", sieht nun aber die Möglichkeit, aufs Treppchen zu fahren

Regelmäßig in die Punkte zu fahren und vielleicht auch einmal das Podest zu besuchen: Das waren die Ziele, die sich Ralf Schumacher vor seiner zweiten DTM Saison - seiner ersten im Neuwagen - gesteckt hatte. Nun sind neun der zehn Rennen gefahren und der Mercedes-Pilot liegt mit neun Punkten auf Rang zwölf der Gesamtwertung. Sein bestes Ergebnis war der fünfte Platz in Dijon.

"Es ist sicherlich so, dass ich mir ein bisschen bessere Ergebnisse gewünscht hätte", räumte Schumacher im 'SWR-Fernsehen' ein, "Es gab den einen oder anderen Grund, warum das nicht so geklappt hat. Aber es hat sicherlich auch etwas länger gedauert, bis ich mich in der Materie zurechtgefunden habe. Das ist mir Gott sei Dank in den letzten Rennen ein bisschen besser gelungen."

Und noch hat er eine Chance, eines seiner Saisonziele zu erreichen: "Es wäre natürlich schön, wenn in Hockenheim zum Abschluss noch ein Podium drin wäre, das wäre toll. In Dijon war die Möglichkeit da, wir waren alle sehr nah beisammen, aber es hat sich nicht ganz ergeben."

Alles in allem könne er mit seiner Saison zufrieden sein, bilanzierte er weiter, "auch wenn die Resultate nach außen vielleicht ein bisschen schwach aussehen. Aber ich glaube, da muss man sich wirklich mit dem Thema DTM beschäftigen, um herauszufinden, wie schwierig das ist, wie nah alles zusammen ist und warum nicht einmal ein altgedienter Formel-1-Fahrer so ganz einfach vorne mitfährt." Ihm sei das schon sehr früh bewusst gewesen, so Schumacher, "aber mittlerweile ist es das auch einigen Zuschauern."

Es sei eben sehr schwierig, seinen Fahrstil nach elf Jahren Formel 1 wieder umzustellen, erklärte er weiter: "Alles, was nach der Formel 3 kommt, sind Autos, die sehr, sehr viel Leistung haben, sehr viel Abtrieb und auch sehr viel Grip." Als Fahrer konzentriere man sich also darauf, "so schnell und so spät wie möglich in eine Kurve hineinzubremsen. Dann geht man aufs Gas und fährt wieder raus."

Zwar habe man auch in der DTM relativ viel Aerodynamik, doch hier sei auch die Mechanik noch wichtig, erläuterte er: " Man hat ein Auto, das weit über 1.000 Kilo wiegt und einen Motor, der weniger PS hat. Das heißt, man muss wieder runder fahren. Man muss wieder zurückfinden in die Formel 3 oder die Zeit davor. Und in meinem Fall, wenn man elf Jahre Formel 1 gewohnt ist und weiß, jetzt habe ich neue Reifen, jetzt muss die Runde kommen, jetzt bremse ich mal zehn Meter später, dann ist das einfach in Fleisch und Blut."

Doch in der DTM sei das genau das, was man nicht machen darf: "Man muss rund fahren, man muss ein Stück früher bremsen, Geschwindigkeit mit in die Kurve nehmen, auch durch die Kurve. Man darf das Auto nicht überfahren und das ist wirklich Fingerspitzengefühl und das lernt man nicht von heute auf morgen."

Seine Kritiker sagt, dass er nun aber schon zwei Saisons Zeit hatte, das zu lernen. Doch Schumacher gab zu bedenken: "Man darf nicht vergessen: Wir haben fast keine Tests, der einzige Test sind eben die Rennen und davon habe ich jetzt gerade einmal 20. Und da ist die Zeit ja auch sehr begrenzt."

Vertragsverlängerung nur noch Formsache?

Es sieht aber so aus, als er noch eine dritte Saison dranhängen wird. "Ich muss sagen, dass ich mich bei Mercedes pudelwohl fühle. Es ist jetzt noch zu früh zu sagen, was nächstes Jahr passiert. Aber ich glaube, dass beide Seiten weiter zusammenarbeiten wollen."

Und was ist mit der Formel 1, in der sich das Fahrerkarussel gerade jetzt mit den neuen Teams intensiv dreht? "Was die Formel 1 betrifft: Da liest man sehr viel, aber ich selbst bin noch nicht angesprochen worden. Deshalb ist das kein Thema", lautete Schumachers Antwort. "Ich habe es lange gemacht, es war ein großer Teil und ein sehr wichtiger Teil meines Motorsport-Lebens. Aber jetzt bin ich in der DTM angekommen und fühle mich dort sehr wohl."

Fotoquelle: xpb.cc

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