Maro Engel erlebte in Dijon ein Wochenende mit Höhen und Tiefen

DTM 2009

— 12.10.2009

Engel: "Das war eher wie Stockcar!"

Maro Engel erlebte ein Wochenende mit Höhen und Tiefen, einen Punktgewinn verhinderte am Ende Alexandre Prémat: "Die Aktion war eine Sauerei"

Maro Engel erlebte in Dijon eine wahre Achterbahnfahrt. Nach dem Qualifying war er noch "superglücklich", denn mit Platz fünf hatte er nicht nur alle beeindruckt, sondern auch seinen bisher besten Startplatz in der DTM eingefahren. Im Rennen selbst ging es für den Mercedes-Jahreswagenfahrer dann aber drunter und drüber. Am Ende musste er sich mit Platz zwölf begnügen, obwohl er sich trotz einiger Rückschläge in der letzten Runde noch in die Punkteränge zurückgekämpft hatte.

"Ich hatte einen super Start", fasst Engel gegenüber 'Motorsport-Total.com' sein Rennen zusammen. Tatsächlich konnte er links außen an Tom Kristensen vorbei nach vorn schießen und lag vor der ersten Kurve schon gleichauf mit dem Zweitplatzierten Paul Di Resta. "Kristensen hat mich zwar nach links neben die Strecke gedrängt, aber ich bin draufgeblieben und war dann auch vorbei", schildert er.

Die Freude währte jedoch nur wenige Meter, denn eingangs der ersten Kurve drängte Kristensen wieder nach vorn: "Ich habe die Kurve angebremst und wollte einlenken. Und er hat wohl für sich entschieden, dass er so spät bremst, dass er in mich rein rutscht. Denn er kam dann einfach in mich rein gerutscht, hat mich abgedrängt und ist mir in die Seite gefahren."

Engel musste sich als Achter wieder im Feld einreihen, im weiteren Rennverlauf fiel er sogar zurück auf Rang elf. Ob er durch die Kollision mit Kristensen einen Schaden am Auto davongetragen hat, weiß er nicht, "aber jeden Fall war unsere Pace im Rennen nicht besonders gut. Wir waren einfach zu langsam. Zudem hatte ich mit sehr starkem Übersteuern zu kämpfen. Es kann sein, dass es ein bisschen von dieser Berührung her kam."

Durch die Reifenschäden von Mattias Ekström und Kristensen ging es für Engel sieben Runden vor Schluss noch zwei Plätze nach vorn auf Rang neun. Und plötzlich waren die Punkte doch wieder in Sichtweite. Denn er war auf die Audi-Piloten aufgelaufen, die zur Sicherheit ihr Tempo um vier Sekunden pro Runde reduziert hatten. Nach Engels Geschmack war das allerdings zu viel Schongang.

"Wenn man langsam fährt, weil man irgendwas schonen muss, ist es okay. Aber deswegen kann man dann nicht einfach die Strecke blockieren. Ich bin auf der Gerade entlanggefahren und war von Audis eingeklemmt. Vor mir ein Audi, rechts ein Audi, so dass ich einfach nichts machen konnte", berichtet er.

Da half nur die Flucht nach vorn. In der letzten Runde gelang es Engel, Prémat zu überholen und Platz acht zu übernehmen. "Ich war dann schon neben Martin Tomczyk, habe in die Spitzkehre eingelenkt und versucht, Martin anzugreifen. Aber plötzlich spürte ich von rechts einen Hammer-Schlag", so Engel.

Dieser Schlag kam von Prémat, der im dichten Gedrängel von sechs Autos in Engels Seite gerauscht war. "Ich habe ein Loch von knapp einem Meter in der Tür. Das war eher Stockcar und für mich eine Sauerei", schimpft Engel. "Es war nur die Tür, das heißt, er muss in einem spitzen Winkel gekommen sein. Ich habe es nicht gesehen und keine Ahnung, wo er herkam. Aber er kam auch viel zu schnell, denn er hat mein Auto und vier Wagenlängen nach links versetzt."

Engels Überholversuch gegen Tomczyk endete statt auf dem anvisierten siebten auf dem zwölften Platz. "Für diese Aktion habe ich null Verständnis", schimpft Engel. "Obwohl wir viel zu langsam waren - da muss man gar nicht drumherum reden - hätten wird das Rennen mit einem Punkteergebnis beendet. Das wäre versöhnlich gewesen."

Jetzt ist Dijon abgehakt und Engel freut sich auf Hockenheim: "Es ist immer schön, dort zu fahren, es wird bestimmt ein schönes Finale. Und es ist jetzt auch in der Meisterschaft noch einmal spannend. Ich freue mich schon sehr drauf und hoffe, dass wir die Meisterschaft hier bei Mercedes feiern können."

Fotoquelle: xpb.cc

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