Glücklos in Dijon: Mike Rockenfeller litt unter einem untersteuernden Fahrzeug

DTM 2009

— 14.10.2009

Rockenfeller: Am Samstag verpokert, am Sonntag Probleme

Mike Rockenfeller ärgerte sich über eine Fehlentscheidung im Qualifying - Im Rennen konnte er sich von Platz 15 aus nicht wesentlich verbessern

Mike Rockenfeller wusste schon vor dem Rennwochenende in Dijon, dass es mit dem schwer mit Erfolgsgewicht beladenen 2008er-Audi in Dijon schwierig werden würde. Doch das Wetter, starkes Untersteuern und die Reifen waren zusätzliche Faktoren, die ihn daran hinderten, in Frankreich auf Punktejagd zu gehen. Nach einem missglückten Qualifying hatte Rockenfeller mit Startplatz 15 keine optimale Ausgangslage für das Rennen.

In Q1 hatten er und sein Ingenieur sich schlicht und ergreifend beim Thema Wetter verschätzt. Rockenfeller ging zwar - wie alle anderen - im Nieselregen auf Slicks in Q1. Doch er und sein Ingenieur waren davon ausgegangen, dass der Regen zunimmt und hatten deshalb ein Regensetup gewählt. "Das war sehr schlecht, denn damit war das Auto auf Slicks leider nicht schnell genug", berichtet Rockenfeller gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Seine Kollegen in den Audi-Jahreswagen hatten auf ein Trockensetup gesetzt, "und dementsprechend hat es für mich am Ende leider nicht gereicht." Um den Sturz noch einmal zu erhöhen, war es zu spät und Rockenfeller verpasste den Einzug in Q2 um gerade einmal zwei Tausendstelsekunden: "Es war halt einfach doof, das zu machen. Es ist frustrierend, wegen so einer Fehlentscheidung 15. zu sein. Aber gut, im Nachhinein ist man immer schlauer."

Im Rennen wendete sich das Blatt für ihn nicht. Zwar konnte er mit einem sehr guten Start Susie Stoddart überholen, gleichzeitig musste er sich aber dem von hinten heranschießenden Timo Scheider geschlagen geben. Somit blieb Rockenfeller auf Platz 15.

"Danach hatte ich ziemlich mit meinem Auto zu kämpfen, das in schnellen Kurven stark untersteuerte", sagt er. Das änderte sich nach dem ersten Stopp: "Mit dem zweiten Satz Reifen lief es gut. Ich lag vor Mathias Lauda, als wir einen frühen zweiten Stopp einlegten." Dadurch fiel er wieder hinter den österreichischen Mercedes-Piloten zurück.

"Nach seinem zweiten Stopp fuhr ich in Kurve eins außen neben ihm. Ich wollte unbedingt vor ihn kommen, habe es aber etwas übertrieben", räumt Rockenfeller ein. "Dabei kam ich von der Strecke ab und Markus Winkelhock kam an mir vorbei." Danach ging er kein Risiko mehr ein. Rockenfeller schaltete in den Schongang um, um Reifenschäden zu vermeiden und kam schließlich als 13. ins Ziel.

Fotoquelle: xpb.cc

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