Katherine Legge fing in Dijon stark an, hatte im Rennen aber einen schweren Stand

DTM 2009

— 15.10.2009

Legge: Zwischen Top 10 und Crashpilotin

Das Rennwochenende in Dijon hatte für Katherine Legge sehr gut angefangen, doch bis zum Zieleinlauf am Sonntag ging es stetig bergab

Der Auftakt in das Premieren-Wochenende von Dijon verlief für Katherine Legge vielversprechend. Im Freien Training am Samstagvormittag war die Audi-Jahreswagen-Fahrerin schnell unterwegs, obwohl sie und ihre Kollegen wegen des Mehrgewichts eigentlich beeinträchtigt waren. Am Ende gelang in der Ergebnisliste des Trainings als Zehnte der Sprung in die Top 10.

Doch im Training deutete sich schon an, dass die Britin auf der schnellen Berg- und Talbahn von Dijon auch ihre Probleme haben könnte. Eine halbe Stunde vor dem Ende des Trainings sorgte Legge für eine rote Flagge, weil sie nach einem Dreher im Kiesbett steckengeblieben war. Mit der Top-10-Zeit im Rücken blickte sie dem Qualifying dennoch optimistisch entgegen.

Am Samstagnachmittag folgte jedoch die Ernüchterung: Mehr als Startplatz 17 war für Legge nicht drin. "Das Qualifying war nicht einfach, da wir nicht wussten, ob es nass ist oder trocken, ob es ein Glücksspiel wird oder nicht", berichtet sie gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Zu Beginn lief es noch ganz gut, aber auf dem zweiten Reifensatz konnten wir uns nicht verbessern. So landeten wir ganz weit weg von dem Platz, auf den wir eigentlich nach dem Training gehörten. Daran gemessen hätten wir in den Top 10 oder Top 12 sein sollen."

Für das Rennen hatte sich Legge erhofft, sich gemeinsam mit ihren Audi-Kollegen Timo Scheider und Mike Rockenfeller "einen Weg nach vorn" bahnen zu können. Doch diese Hoffnung wurde enttäuscht. Stattdessen erlebte sie einen Sonntag voller Schwierigkeiten, an dem sie noch ein paar Mal zur "Crashpilotin" wurde.

Schon am Sonntagvormittag im Warmup erwischte es die Britin: Legge verlor auf einem Randstein die Kontrolle über ihren A4 und krachte seitlich in die Leitplanke. Dabei wurde ihre rechte hintere Radaufhängung beschädigt. Zwar war ein Start im eigentlichen Rennen nicht gefährdet, aber da lief es dann auch nicht besser.

"Am Start gab es eine Kollision, offenbar mit Susie Stoddart und Christian Bakkerud. Dadurch wurde mein Auto beschädigt und ich fiel hinter Bakkerud zurück", berichtet sie. Neun Runden lang fuhr sie hinter dem Dänen her, dann beförderte sie ihn ins Aus. Am Ende der Start-Ziel-Gerade versuchte sie innen, an Bakkerud vorbeizugehen, doch der zog ebenfalls nach innen. Legge traf ihn hinten rechts und schickte ihn in einen Dreher, der im Kiesbett endete. Dort wurde Bakkeruds Audi dann auch noch vom Auto seines Teamkollegen Johannes Seidlitz getroffen, der ohne Fremdverschulden an derselben Stelle in den Kies flog.

In der Folge hatte Legge zwar wieder freie Fahrt. Aber sie musste sich mit ihrer Position am Ende des Feldes begnügen und hinnehmen, dass sie immer wieder blaue Flaggen sah, statt vorn um die Punkteränge zu kämpfen. "Ich kann mir noch nicht erklären, warum es uns so schwer fiel. Offenbar gab es ein technisches Problem. Ich weiß nicht, ob dies an der Berührung im Rennen lag oder eine Spätfolge meines Unfalls im Warmup gewesen ist", bilanziert sie.

Fotoquelle: xpb.cc

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