Norbert Haug und Gary Paffett durften in Dijon wieder zusammen feiern

DTM 2009

— 11.10.2009

Haug: "Eine grandiose Premiere"

Für Norbert Haug war der schonende Reifenumgang der Schlüssel zum Fünffachsieg, die Chancen auf den Fahrertitel sieht er aber weiter als gering an

Mercedes-Motorsportchef zu sein, dürfte nach dem Rennen in Dijon eine angenehme Aufgabe gewesen sein. Norbert Haug durfte in Frankreich mit seiner Mannschaft einen Fünffachsieg feiern. Bis sieben Runden vor Schluss sah es zwar so aus, als ob Audi mit Mattias Ekström den Sieg holt, doch dann fiel der Schwede mit einem Reifenschaden zurück. Ekström war nur einer von fünf Ingolstädtern, die Sorgen mit ihren Pneus hatten. Bei Mercedes erwies man sich dagegen als "Reifenflüsterer" und plötzlich lagen fünf C-Klassen vorn.

Doch Haug war nicht nur wegen des Erfolgs seiner Mannschaft rundherum zufrieden: "Ich glaube, es war ein sehr unterhaltsames Rennen, ein sehr spannendes Rennen. Eine grandiose Premiere in Dijon", so der Mercedes-Motorsportchef, der den Veranstaltern zu dieser Premiere gratuliert: "Ich glaube, wir haben sehr viele Zuschauer gesehen und ich denke, dass sie sich sehr gut unterhalten haben. Es waren irgendwann einmal zehn oder zwölf Autos innerhalb von vier Sekunden, das war ein richtiger D-Zug. So etwas gibt es höchst selten, noch nicht einmal am Norisring."

Für Haug war der Schlüssel zum Erfolg, "dass wir mit den Reifen besser umgegangen sind. Das war hier ein Kriterium hier. Ich will nicht behaupten, dass uns diesbezüglich gar nichts passieren kann, aber wir waren in dem Punkt einfach besser sortiert. Und ich denke, man konnte sehen, dass Gary wirklich einen guten Speed gehen kann." Man habe zwar nicht unbedingt auf einen Fünffachsieg hoffen können, "aber es war toll. Danke an die Mannschaft, alle haben hart gearbeitet."

Haug hebt aber auch "gute Einzelleistungen" hervor, wie zum Beispiel die von Ralf Schumacher, der mit Platz fünf sein bisher bestes DTM-Ergebnis holte: "Er ist zumindest vor dem Tabellenführer ins Ziel gekommen und hat ihn auch hinter sich gehalten."

Der Mercedes-Motorsportchef freut sich vor allem darüber, dass die Zuschauer beim Finale in Hockenheim auf "eine offene Situation" freuen können. "Für mich ist sie nicht offen", räumt er aber ein. Er bleibt bei seiner Meinung, dass der Kampf um den Fahrertitel eigentlich entschieden ist. "Zehn Kilo plus und sieben Punkte Rückstand - da ist das nicht realistisch. Da muss schon einiges, um nicht zu sagen alles schief laufen."

"Aber wir haben fünf Siege in neun Rennen geholt, wir haben hier einen Fünffachsieg, von daher sehen wir gut aus", betont Haug. "In der Teamwertung, die der Konstrukteurswertung der Formel 1 entspricht, sind wir jetzt mit einem Team vorn. Sie ist draußen nicht so spektakulär wie die Fahrerwertung, aber für das Team sehr wertvoll. Hoffentlich können wir diesen Titel schaffen."

Fotoquelle: xpb.cc

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