Timo Scheider und Mattias Ekström haben vor dem Finale nocheinmal getestet

DTM 2009

— 21.10.2009

Audi: Test zur Vorbereitung auf den Showdown

Audi hat vor dem Finale noch einmal in Hockenheim getestet - Besonderes Augenmerk auf die Reifen, Fragezeichen noch beim Wetter

Timo Scheider hat zwar vor dem großen Showdown in Hockenheim sieben Punkte Vorsprung auf seinen Rivalen Gary Paffett, doch bei Audi überlässt man nichts dem Zufall. Um bestens für das Finale gerüstet zu sein, haben die Ingolstädter ihren letzten verfügbaren Testtag genutzt und sind in Hockenheim auf die Kurzanbindung gegangen. Dort haben Scheider und Mattias Ekström noch einmal getestet. "Wir sind für das letzte Rennen so gut wie möglich vorbereitet", erklärt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Ein besonderes Augenmerk hat man bei den Tests auch auf die Reifen gerichtet - die vielen Reifenschäden in Dijon hat man bei Audi noch im Hinterkopf. Die Schäden in Dijon hätten "natürlich nicht viel Freude bereitet", räumt Ullrich ein. "Wir behalten das natürlich besonders sorgfältig im Auge."

Auch in Hockenheim blieb Audi in dieser Saison nicht von einem Reifenschaden verschont. Dort ereilte es Mattias Ekström in Führung liegend wenige Runden vor Schluss. Doch laut Ullrich sei der Schaden damals auf "eine mechanische Beschädigung des Reifens" zurückzuführen: "Ansonsten gab es dort bei keinem der Autos irgendwelche Probleme mit den Reifen." Zwar habe man auch beim Test speziell auf die Reifen geachtet, "aber es sollte in Hockenheim kein Thema sein. Und was wir tun können, um alles abzusichern, was von dieser Seite her kommt, werden wir sicherlich tun."

Auch Titelkandidat Scheider hat keine Bedenken, was die Reifen angeht. Natürlich habe auch er das Thema nach Dijon noch im Kopf, doch man habe versucht, die dortigen Probleme genau zu analysieren. Zudem habe man über die Strecke in Hockenheim viel mehr Erfahrungswerte: "Von daher gehen wir mit einem guten Gefühl nach Hockenheim. Dort wird es keinerlei Risiken geben, sprich abstehende Randsteine oder Kanten, die unsere Reifen beschädigen sollten."

"Wir haben insbesondere von Hockenheim aufgrund des Saisonbeginns ganz deutlich mehr Daten, als wir in Dijon vor dem Rennen zur Verfügung hatten", pflichtet Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich bei. "In Dijon hatten wir ja gerade einmal das morgendliche Warmup auf dem Trockenen und nur aus diesem Warmup entsprechende Daten, auf die wir unsere Einstellungen gemeinsam mit Dunlop basieren konnten."

Das sei in Hockenheim von vornherein anders, so Ullrich: "Egal wie am kommenden Wochenende das Wetter am Freitag und am Samstag ist: Wir werden auf jeden Fall dadurch, dass wir dort heuer schon einmal gefahren sind, eine deutlich breitere Basis an Daten haben. Wir werden aber selbstverständlich genau im Kopf behalten, was uns in Dijon überrascht hat, um sicherzustellen, dass uns so was kein zweites Mal passiert."

Das Wetter als großes Fragezeichen

Stichwort Wetter: Das könnte beim Finale in Hockenheim zusätzliche Würze ins Geschehen bringen. "Es ist im Motorsport immer ein zusätzliches Fragezeichen. Denn wenn das Wetter seine Kapriolen schlägt, dann bringt das auch zumeist gewisse Kapriolen ins Rennen", weiß Ullrich. "Es gibt eben dann Momente, in denen man Entscheidungen treffen muss. Ob es die richtigen waren, weiß man meistens erst später, ohne dass man es zu diesem Zeitpunkt richtig einschätzen konnte."

Vorbereiten könne man sich nur, indem man sowohl ein gutes Regen- als auch ein gutes Trockensetup hat und in der Lage ist, das Auto schnellstmöglich vom einen auf das andere umzubauen. Und dann braucht man natürlich einen guten Wetterbericht. Derzeit gibt es verschiedene Prognosen: Die einen sagen für das Wochenende schönes Wetter in Hockenheim voraus, andere sprechen von einer Regenwahrscheinlichkeit von 70 Prozent am Sonntag.

Und welche aktuellen Wetterauskünfte hat man bei Audi derzeit? "Wir haben in den vergangenen beiden Jahren schon so viele Wetterfrösche geschlachtet", entgegnet Ullrich schmunzelnd. "Man kann nichts anderes tun als einerseits zu schauen, dass man vernünftige, aktuelle Informationen von den Satellitenbildern bekommt und andererseits engen Kontakt mit dem nächstgelegenen Flughafen und der dortigen Wetterkontrolle hält. Und aus diesen beiden Daten kann man sich dann sein Bild machen. Ob es richtig ist oder nicht, das merkt man erst in dem Moment, in dem es anders ist."

Audi hat also alles getan, um sich optimal auf die Mission Titelverteidigung vorzubereiten. Doch eigentlich sei die Arbeit vor dem Finale nicht anders als vor jedem anderen Rennen auch, betont Ullrich: "Wir wissen ganz genau, dass man in der DTM für jedes Rennen hundertprozentig vorbereitet sein muss. Selbstverständlich schaut man sich vielleicht alles noch einmal zusätzlich an, doch im Großen und Ganzen ist der Unterschied nicht so, wie es sich manche vielleicht vorstellen. Für jedes DTM-Rennen müssen die Autos top präpariert sein. Nur dann hat man am Ende die Chance, um die Meisterschaft mitfahren zu können."

Fotoquelle: xpb.cc

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