Timo Scheider will sich beim Finale mit voller Attacke Sieg und Titel holen

DTM 2009

— 21.10.2009

Scheider: Erst Fallschirmsprung, dann volle Attacke

In diesem Jahr holte sich Timo Scheider zur Vorbereitung auf das Finale einen Adrenalinkick - Der Traum: Als Sieger und Meister ins Ziel zu kommen

Nur noch wenige Tage, dann kommt es für Timo Scheider auf dem Hockenheimring wieder zur Entscheidung um den Titel. Zwar ist dieses Jahr sein Punktevorsprung auf die Konkurrenz mit sieben statt zwei Zählern deutlich größer als in der vergangenen Saison, aber abgerechnet wird erst, wenn die Zielflagge gefallen ist.

Trotz allem scheint Scheider in den letzten Tagen vor dem entscheidenden Rennen ausgeglichener und ruhiger zu sein als 2008. Damals zog er sich vor dem Saisonfinale in die Berge zurück, um dort Ruhe und zu sich selbst zu finden. Dieses Jahr ist alles anders: keine Berge und keine Ruhe - eher das Gegenteil. "Ich hatte am Dienstag ein tolles Highlight: Meinen ersten Fallschirmsprung!", berichtet der Audi-Pilot euphorisch. "Das hat mir einen tolles Lebensgefühl und viele positive Gefühle gegeben."

"Dieses Jahr bin ich in einer guten Verfassung und fühle das auch", zeigt sich Scheider vor dem Finale selbstbewusst. Platz fünf würde ihm im Prinzip zum Titelgewinn reichen, doch Spielchen wie im Qualifying in Dijon soll es auf dem Hockenheimring nicht geben: "Da sind wir mit dem Risiko zu weit gegangen", gibt der Titelverteidiger zu. "Aber auch wenn wir sieben Punkte Vorsprung und zehn Kilo weniger an Bord haben, heißt es beim Saisonfinale: volle Attacke und Angriff. Denn in der DTM kann man sich nicht erlauben, nur mit 35 Prozent zu fahren."

Laut seinem Rivalen Gary Paffett ist Scheider derjenige, der in Hockenheim unter Druck steht. Doch dieser Meinung schließt sich der Titelverteidiger nicht an. Er sieht den größeren Druck eher bei Paffett: "Er ist derjenige, der agieren muss. Er muss höhere Risiken eingehen." Trotzdem unterschätzt er seinen Gegner nicht. "Wir sind nicht blauäugig. Paffett hat durchaus eine gute Chance", so der Abt-Sportsline-Pilot. "Wir müssen eine 100-prozentige Leistung geben und dürfen keine Fehler machen."

Zumindest einen beruhigen Faktor bringt der Hockenheimring mit sich: die gute Streckenkenntnis. Überraschungen wie in Dijon sind damit fast ausgeschlossen. Noch dazu hat Audi vergangene Woche am Ort des Geschehens noch einmal getestet. "Wir haben hier hohe Erfahrungswerte und somit gibt es in der Regel keine Probleme", meint Scheider, doch er weiß: "Aber es kann immer ein Fremdkörper die Reifen beschädigen oder ein Kontakt mit der Konkurrenz Folgen haben."

Auch wenn er gerne in Dijon schon Meister geworden wäre, freut sich der Audi-Pilot auf die Atmosphäre in Hockenheim. "Vergangenes Jahr habe ich in jeder Runde die Audi-Fahnen gesehen und das hat mir einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben", erinnert sich Scheider. Sein Ziel ist am Hockenheimring nicht nur der Titel, sondern auch der Sieg: "Ich will das Rennen gewinnen. Es war vergangenes Jahr so schön, als Sieger und Meister über die Linie zu fahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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