Tom Kristensen verabschiedet sich am Wochenende aus der DTM

DTM 2009

— 22.10.2009

Ein Kapitel in Kristensens Karriere schließt sich

Tom Kristensen bestreitet in Hockenheim sein 60. und letztes DTM-Rennen: Die Emotionen lässt er auf sich zukommen, ein letzter Sieg wäre ein Traum

Beim Saisonfinale in Hockenheim herrscht einmal mehr Abschiedsstimmung. Vor einem Jahr bestritt Mercedes-Rekordchampion Bernd Schneider dort sein letztes Rennwochenende, ein Abschied, der von vielen Emotionen geprägt war. In diesem Jahr sagt ein anderer Rekordchampion der DTM Adieu: Der "König von Le Mans" Tom Kristensen.

Doch der Abschied des Dänen ist mit dem Schneiders nicht ganz zu vergleichen. Schneider hängte seinen Rennhelm endgültig an den Nagel und beendete seine Karriere komplett. Kristensen dagegen hört nur in der DTM auf, bleibt aber im Sportwagenbereich weiter aktiver Rennfahrer. "Deshalb denke ich, dass es sicher anders wird", pflichtet der Däne bei. "Man muss natürlich ganz klar sagen, dass Bernd Schneider mit fünf DTM-Titeln etwas ganz Besonderes erreicht hat. Für mich persönlich ist es ein Kapitel in meiner Rennkarriere, aber mehr nicht. Ob es emotional wird, das wird man sehen. Ich bin sicher ein emotionaler Mensch, aber ich lasse es einfach auf mich zukommen."

Es aber schon ein besonderes Gefühl, in das 60. und letzte DTM-Rennen zu gehen, räumt Kristensen ein. Er hofft, dass es bei seinem Abschiedsauftritt "vielleicht ein bisschen besser läuft" als bei den letzten Rennen: "Das wäre sehr schön. Ich erinnere mich an sechs Jahre DTM, die damit angefangen haben, dass ich beim ersten ITR-Test auf Anhieb der Schnellste war. Ein gutes Ergebnis in Hockenheim und die Meisterschaft für Timo Scheider würden da natürlich einen guten Abschluss bilden."

Der Däne wünscht sich einfach "ein perfektes Wochenende. Nicht nur für Audi, sondern auch für mich, das wäre natürlich schön." Und ein Wunschergebnis für den Rennsonntag hat er auch: "Perfekt wäre ein reines Audi-Podium mit mir als Sieger. Dann gewinnen Timo und ich auch die Teammeisterschaft." Also eigentlich genau so wie beim ersten Saisonrennen in Hockenheim.

Auch wenn es 2009 für Kristensen nach seinem Auftaktsieg in Hockenheim nicht mehr so gelaufen ist wie geplant, bezeichnet er die Saison als "prima". Denn: "Die Autos und das Teamwork mit den Abt-Jungs waren immer hervorragend. Natürlich haben mir letztlich die Punkte gefehlt und die Punktzahl entspricht nicht dem Speed, den wir sehr oft gezeigt haben. Trotzdem ist es ein Teil meiner Motorsportkarriere, an den ich als erfolgreiche und sehr schöne Zeit mit netten Leuten und harten Jungs auf der Rennstrecke zurückdenken werde."

Nicht nur Siege waren schön

Und an welche Momente seiner sechsjährigen DTM-Karriere wird er gern zurückdenken? "Der erste Sieg ist natürlich immer etwas Besonderes. Ich habe in meiner ersten Saison im siebten Rennen den ersten Sieg geholt", so Kristensen. Doch nicht nur Siege seien schöne Momente gewesen: "Die Pole-Positions waren auch schön, ein perfektes Wochenende, an dem ich auch einmal vom neunten Platz gestartet bin und Zweiter wurde. Es gibt einige besondere und schöne Momente, in denen die Performance und die Strategie gut gepasst haben."

Zum Abschied wird Kristensen mit seinem Team noch eine Party feiern, "ganz klar werden wir etwas machen", bekräftigt er. Doch die Party steht noch nicht am Sonntag in Hockenheim an, sondern erst später.

Und dann beginnen die Planungen für 2010, wo Kristensen sich ganz auf Sportwagenprojekte bei Audi konzentrieren wird. Welche das genau sind, kann er aber noch nicht sagen. "Das ist eine gute Frage, aber da bin ich leider der falsche Ansprechpartner...", erklärt er schmunzelnd und gibt die Frage an Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich weiter.

Dieser antwortet: "Ich kann dazu nur sagen, dass wir ein mittelfristiges Motorsportprogramm haben. Es besteht aus den Aktivitäten mit dem Sportprototyp R15, dem DTM-Programm und unserem Kundensportprogramm mit dem R8 LMS. Das detaillierte Programm für das nächste Jahr steht noch nicht endgültig fest. Aber ich mache mir keine Sorgen um Tom, dass wir für ihn nicht interessante Aufgaben haben und Aufgaben, die er gern macht."

Fotoquelle: xpb.cc

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