Gary Paffett hat zwar die meisten Siege, aber nicht die meisten Punkte

DTM 2009

— 23.10.2009

Paffett: Kosten Samstage die Meisterschaft?

Kein Fahrer hat in dieser Saison so oft gewonnen wie Gary Paffett, doch oft haben schlechte Startplätze eine reichere Punkteausbeute verhindert

Wenn Gary Paffett auf seine bisherige Saison zurückblickt, ist er mehr als zufrieden. Den erhofften Titel kann er zwar eigentlich nur noch durch ein Wunder holen, doch seine Bilanz fällt dennoch bisher positiv aus: "Es ist fantastisch, dass ich schon drei Siege holen konnte. Und dass ich zwei davon aus der vierten Reihe geholt habe, ist eigentlich unglaublich."

Zandvoort sei von Start platz zwei aus "der einfachste Sieg" gewesen, erklärt der Mercedes-Pilot: "Aber am Lausitzring konnte ich von Platz sieben aus gewinnen, in Dijon von Platz acht aus - und das ohne die direkte Hilfe meiner Teamkollegen."

Am Lausitzring und in Dijon fuhr er eine andere Strategie, um den Rennspeed seines Autos auszunutzen. "Der Rennspeed war in dieser Saison einfach unglaublich", so Paffett. "Er war der Schlüssel zum Erfolg und hat uns geholfen, diese beiden Rennen von der vierten Reihe aus zu gewinnen." Manche Rennen seinen zwar nicht so gelaufen wie erhofft, bilanziert der Mercedes-Pilot weiter, "aber alles in allem hatten wir das schnellste Auto und haben die meisten Rennen gewonnen."

Dennoch liegt er in der Meisterschaft sieben Punkte hinter Spitzenreiter Timo Scheider (Audi) zurück. Ein Grund dafür: Im Qualifying am Samstag lief es oft nicht ganz nach Plan. "Garys durchschnittlicher Startplatz war in den ersten neun Rennen nur 7,22", rechnet Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor. Zwar sei Spitzenreiter Scheider bisher auch nur auf einen Durchschnittswert von 5,67 gekommen, aber Paffetts Teamkollege Bruno Spengler zum Beispiel liege bei 4,13.

Die Startplätze seien Paffetts "erstes und größtes Handikap" gewesen, so Haug, auch wenn der Brite in allen Rennen zusammengerechnet insgesamt 25 Plätze gut gemacht habe: "Von Platz acht aus zu gewinnen wie in Dijon oder von Platz sieben aus wie am Lausitzring war phänomenal. Aber wir müssen auch bei ihm eine bessere Qualifikationsleistung haben. Wenn er die Qualifikationsleistung von Spengler gehabt hätte, dann hätte es vielleicht besser ausgesehen."

Paffett pflichtet bei: Seine Rennperformance sei sicherlich besser gewesen als die in den Qualifikationen. "Aber es gab viele Rennen, in denen die Situation einfach schlecht war", blickt er zurück. "In einem Qualifying hatten wir eine Fehlzündung, in Barcelona sind wir vielleicht in Q3 ein Risiko eingegangen und haben keinen zweiten Run auf neuen Reifen gemacht."

"In Dijon ging es nur darum, zur richtigen Zeit die richtigen Reifen drauf zu haben und wir haben das Fenster ein bisschen verpasst", so Paffett weiter. "Ein paarmal hatten wir Pech, ein paarmal hatten wir ein paar Probleme. In Barcelona war ich ganz sicher einer der Schnellsten und hätte in der ersten Reihe stehen sollen, in Dijon dasselbe. So etwas passiert."

"Wir waren vielleicht nicht immer 'Spot on'", pflichtet Mercedes-Motorsportchef Haug bei. Er sieht aber nicht nur in den Startplätzen den Grund dafür, dass Paffett vor dem Finale sieben Punkte fehlen: "Keiner wird mehr Rennen gewinnen als wir, das ist schon einmal eine klare Aussage."

Haug fährt fort: "Aber sie sind halt nicht ideal verteilt. Wenn wir uns den Punktestand anschauen: Am Norisring ist Gary rumgedreht worden, das hat ihn drei Punkte gekostet. Die Konkurrenz hat Plätze getauscht, das hat zwei Punkte ausgemacht. Und schon wäre der Unterschied nur noch zwei statt sieben Punkte. Das muss man jetzt nicht nachrechnen, aber wenn man eine Analyse macht, muss man das auf jeden Fall ins Kalkül ziehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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