Gary Paffett hat seine Chance auf den Titelgewinn weiter gewahrt

DTM 2009

— 24.10.2009

Paffett: "Haben unsere Aufgabe bisher erledigt"

Gary Paffett will von Startplatz zwei aus den Hockenheim-Sieg holen, "alles weitere liegt dann an Audi" - Beinahecrash mit Timo Scheider hat keine Folgen

Gary Paffett hat in der Qualifikation von Hockenheim eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er sich im Titelkampf noch lange nicht geschlagen gibt. Im zehn Kilogramm schwereren Mercedes fuhr er auf Startplatz zwei hinter Audi-Pilot Mattias Ekström und vor seinen Titelrivalen Timo Scheider. "Unser Auto war heute wirklich gut, wenn man bedenkt, dass wir zehn Kilo schwerer sind als die Audi", bilanziert Paffett, der dafür allen bei Mercedes und HWA dankt: "Wir haben heute wirklich einen guten Job gemacht."

"Wir sind hier mit Erinnerungen an das erste Rennen dieses Jahres hierher gekommen, das ein Desaster war. Wir haben es natürlich gehofft, aber wir wussten nicht sicher, dass es diesmal anders wird. Doch das Auto war heute fantastisch", freut sich der Brite. Er hätte sogar die Chance gehabt, die Pole-Position zu holen, doch in Q4 hat er sich in der letzten Kurve einen Fehler geleistet: "Dabei habe ich etwas Zeit verloren, sonst hätte es P1 sein können. Aber wir sind mit unseren zehn Kilo mehr genauso schnell wie die anderen, also läuft es bisher für alle gut."

Allerdings lief in der Qualifikation eine Untersuchung gegen den Briten. Grund war, dass er aus der Garage fuhr und dabei Scheider, der in der Fastlane unterwegs war, den Weg abschnitt. Beinahe hätte es gekracht. "Man hat mir gesagt, dass ich losfahren soll", schildert Paffett den Vorfall. Also fuhr er los, als seine Team ihn herauswinkte: "Vielleicht war ich nicht ganz so schnell aus der Garage heraus, wie das Team wollte. Das Erste, was ich dann gesehen habe, war Timo hinter mir, der auch wie wild gewinkt hat. Auf die Qualifikation hatte das aber keine Auswirkung." Die Untersuchung blieb jedoch ohne Folgen und wurde bald wieder eingestellt. Und Paffett gab zu Bedenken, dass Scheider ja auch hätte bremsen können.

Nun gilt alle Konzentration dem morgigen Rennen. Paffett hat seinen Teil im Titelkampf bisher erfüllt und sich mit P2 in eine gute Ausgangslage verschafft. Sein Problem: Rivale Scheider ist als Dritter zu nah an ihm dran. "Natürlich, wenn man sich die Zahlen anschaut. Ich muss Erster oder Zweiter werden und Timo muss Sechster oder schlechter werden", rechnet der Brite vor. "Wir können nicht beeinflussen, was passiert. Timo ist immer sehr schnell und es ist keine Überraschung, dass er in der Startaufstellung in den Top 4 steht."

"Um morgen den Titel zu holen, muss ich Erster oder Zweiter werden und das ist mein Ziel", kündigt er an. "Ich werde versuchen, das Rennen zu gewinnen oder Zweiter zu werden, es ist immer schön das letzte Rennen des Jahres zu gewinnen. Und das was mit Timo passiert, entscheidet dann darüber, wie der Titelkampf ausgeht. Bisher haben wir einen guten Job gemacht, wir haben das gemacht, was unsere Aufgabe war. Morgen läuft es hoffentlich genauso, alles andere liegt dann an ihnen."

Paffett strotzt vor dem finalen Showdown jedenfalls vor Selbstbewusstsein. Da stört es ihn auch nicht, dass er auf der vermeintlichen schlechteren Seite der Startaufstellung steht: "Wenn man sich die Starts in diesem Jahr anschaut, dann ist es egal, auf welcher Seite man steht", betont er. "Wenn man einen guten Start hat, dann kann man nach vorn kommen. Klar hat man den Vorteil von acht Metern, wenn man auf der Pole-Position steht. Aber wir sind zuversichtlich. Wir haben ein gutes Auto und unsere Rennperformance war in diesem Jahr sehr gut. Wir sind also sehr optimistisch, dass wir das Rennen gewinnen können."

Fotoquelle: xpb.cc

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