Ralf Schumacher musste im Qualiying mit extremen Vibrationen kämpfen

DTM 2009

— 24.10.2009

Schumacher: Im "Blindflug" zu Platz elf

Ralf Schumacher wurde zwar nur Elfter, hatte aber von der fahrerischen Leistung her eine seiner besten Qualifikationen - Jetzt sind die Top 6 das Ziel

Während seine Kollegen Gary Paffett und Paul Di Resta den Sprung in die Top 4 schafften, musste sich Ralf Schumacher in der Qualifikation zum Saisonfinale in Hockenheim mit dem elften Platz begnügen. "Es gab Zeiten, da wäre ich zufrieden damit gewesen, heute war ich es nicht, weil sicherlich mehr drin gewesen wäre", räumt der Mercedes-Pilot ein.

Doch angesichts der Umstände war Schumacher "eigentlich froh", dass es noch für Rang elf gereicht hat. Denn schon nach seiner ersten schnellen Runde in Q1 setzten an seiner C-Klasse extreme Vibrationen ein. "Es war ein technischer Defekt. Untersteuern hatte ich sowieso, und dann kamen die Vibrationen. Das haben wir nicht in den Griff bekommen", berichtet er.

Das Auto habe "so extrem geschüttelt", dass er gar nichts mehr gesehen habe, schildert Schumacher weiter. Von daher ist es eine reife Leistung, dass er es bis zu Rang elf geschafft hat, obwohl er quasi im Blindflug unterwegs war. Deshalb stimmt er auch zu, dass er in Hockenheim neben dem Norisring vom Fahrerischen her eigentlich seine beste Qualifikation des Jahres gefahren ist: "Zwischenzeitlich war ich damit ja sogar Dritter." Die anderen seien dann zwar schneller gefahren, aber das Ergebnis ginge schon in Ordnung: "Ich hätte es schlimmer erwartet."

Generell ist Schumacher mit seiner Leistungssteigerung zufrieden: "Es ist jetzt so, dass es mir relativ gut gelingt. Ich kann mich in das Auto reinsetzen und gute Rundenzeiten fahren. So langsam fühle ich mich da zu Hause." Das Auto sei bis zu dem Zeitpunkt, als die Vibrationen einsetzten, ebenfalls sehr gut gewesen, berichtet er weiter: "Sicherlich hätte es heute wieder für die Top 6 gereicht. Aber das können wir ja morgen machen."

Schumacher ist absolut davon überzeugt, dass Mercedes im morgigen Rennen groß auftrumpfen kann, anders als beim Saisonauftakt, wo man den Audis hinterherfuhr. "Damals haben wir sicher nicht das Beste aus unserem Auto herausgeholt. Aber direkt danach waren wir auf Augenhöhe und sogar stärker als Audi", betont er.

Zudem sei die Entwicklung über die Saison auch nicht stehengeblieben, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bei dem eingefroren wurde: "Deshalb war mir schon klar, dass wir hier genauso schnell sind und ich sehe uns morgen im Rennen sogar schneller, trotz der zehn Kilo."

Denn die C-Klasse liege "einfach super", auch auf die längere Distanz. Zudem habe Mercedes den Reifenabbau besser im Griff als Audi: "Von daher erwarte ich schon, dass wir im Longrun, wenn es in trocken bleibt, besser sein sollten. Bei Regen kann ich es jetzt nicht sagen."

Schumachers Ziel ist nun, zum Abschluss noch einmal in die Punkte zu fahren. "Natürlich muss man erst einmal einen guten Start haben, aber ich bin ja Gott sei Dank auf der sauberen Linie." Zu seiner Formel-1-Zeit sei die Innenbahn in Hockenheim "nicht so berühmt" gewesen, erinnert sich Schumacher: "Meistens hat man da seinen Start verloren." Nach dem Start gelte es, "heil durch die ersten Kurven zu kommen, das wird sicherlich auch noch einmal spannend."

Spannend ist auch der Titelkampf. Schumachers Teamkollege Gary Paffett hat immer noch die Chance, den Titel zu holen. Doch von Anspannung sei bei dem Briten rein gar nichts zu spüren, hat Schumacher festgestellt: "Ich glaube auch, dass er nur gewinnen kann. Wenn es nicht klappt, dann sagt jeder: 'okay, es aren ja auch sieben Punkte'. Er hat seinen Job heute gut gemacht, er war schneller als der direkte Titelkandidat und allein das zeigt, dass er da keine Nerven zeigt. Er ist da recht cool."

Fotoquelle: xpb.cc

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