Mik Häkkinen und David Coulthard drücken Gary Pafffett beim Finale die Daumen

DTM 2009

— 25.10.2009

Häkkinen/Coulthard: Daumen drücken für Gary

Mika Häkkinen sieht die Meisterschaft nach dem Qualifying weiterhin offen und David Coulthard ist fasziniert von Gary Paffetts "natürlichem Speed"

Gary Paffett hat in seinem Kampf um die Meisterschaft zwei prominente Daumendrücker, die das Geschehen beim Showdown in Hockenheim genau beobachten: Mika Häkkinen und David Coulthard. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister und frühere DTM-Pilot Häkkinen räumt dem Briten durchaus noch Chancen ein, den Titel doch noch zu holen.

"Das Ergebnis aus dem Qualifying hält die Meisterschaft auf alle Fälle offen", kommentiert der "fliegende Finne". "Es ist wirklich interessant zu sehen, was passiert: Denn Gary wird auf alle Fälle Vollgas geben, er wird Risiken eingehen, um zu gewinnen."

Häkkinens früherer McLaren-Mercedes-Teamkollege Coulthard ist da schon etwas skeptischer, was Paffetts Chancen angeht: "Mit sieben Punkten Rückstand wird das schon schwierig. Er muss schon hoffen, dass Timo Scheider nicht ankommt", lautet die Einschätzung des Schotten.

Doch Paffett wäre ein würdiger Champion, betont Coulthard: "Was mich an Gary so fasziniert, ist: Selbst wenn er eine Zeit lang weg ist, ist er auf Anhieb wieder schnell, wenn er zurückkommt. Er bringt offenbar ein sehr gutes Verständnis für diese Rennserie auf." Zudem habe Paffett in seiner gesamten Karriere einen dornenreichen Weg beschreiten müssen: "Seit dem Kartsport war es nie einfach für ihn, die richtigen Gelegenheiten haben sich ihm selten geboten. Und er ist einfach so ein netter Kerl, er ist mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben."

Zudem habe Paffett eine große Stärke: "Sein Speed. Er ist schnell", erklärt Coulthard. "Man kann immer daran arbeiten, seinen Fahrstil zu verbessern, das nutzt einem nichts, wenn der natürliche Speed fehlt. Und den hat er. Das ist seine größte Stärke."

Über Paffetts großen Rivalen Timo Scheider wagt der Schotte kein Urteil abzugeben: "Ich kenne ihn nicht so gut. Vielleicht kennt ihn Mika besser?" Häkkinen verneint - obwohl er selbst jahrelang gegen Scheider Rennen gefahren ist. "Ja, aber wir sprechen hier ja mehr über die Persönlichkeit, seine Einstellung und seine persönliche Performance", gibt der Finne zu bedenken. "Und da kenne ich ihn nicht so gut, ich weiß nicht, was er so denkt. Deshalb ist es schwierig, ihn zu beurteilen."

Deshalb zurück zu Paffett. Der Brite stieg nach seinem Meistertitel 2005 aus der DTM aus, um seinen Traum in der Formel 1 zu erfüllen. Er heuerte als Testfahrer bei McLaren-Mercedes an. Das ist er heute immer noch, und seinen Traum von einem Stammcockpit in der Königsklasse hat er noch nicht ausgeträumt. Wenn sich die Chance biete, werde er sie natürlich ergreifen, bestätigt Paffett.

Doch die Frage ist: Wird er diese Chance noch bekommen? Coulthard ist eher skeptisch: "Gary ist ohne Frage ein sehr talentierter Fahrer. Ich weiß nichts über die Tests, die er in der Formel 1 gefahren ist, um wirklich zu beurteilen, ob er eine Chance hätte. Auch bei den Tests kommt es darauf an, wieviel Benzin man im Auto hat, wie die Reifensituation ist. All diese Dinge haben so großen Einfluss auf die Rundenzeit, die man fährt. Aber ich glaube: Wenn sich für ihn diese Möglichkeit ergeben würde, dann wäre das schon der Fall gewesen."

Sollte sich Coulthards Skepsis bewahrheiten, dürfen sich die DTM-Fans freuen: Denn dann würde Kämpfer Paffett der Serie wohl noch länger erhalten bleiben.

Fotoquelle: Daimler

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