Timo Scheider kann strahlen: er verteidigt den Titel!

DTM 2009

— 25.10.2009

Meisterstück: Timo Scheider verteidigt den DTM-Titel!

Ein zweiter Platz hinter seinem Konkurrenten Gary Paffett beim Rennen in Hockenheim reichte Timo Scheider für den Titel

Timo Scheider und Audi haben es wieder geschafft: Sie wiederholten den Meistertitel von 2008! Dem Deutschen reichte ein zweiter Platz hinter seinem Hauptkonkurrenten Gary Paffett (Mercedes), der seinen vierten Sieg der Saison einfuhr. Dritter wurde Paul Di Resta (Mercedes), der zwar immer in der Nähe von Scheider war, aber gegen Ende nicht mehr attackieren konnte.

Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt flossen bei Timo Scheider unter dem Helm die Tränen. "Ihr seid das beste Team, das man sich vorstellen kann. Vielen Dank, dass ihr mich zu dem gemacht habt, was ich jetzt bin", sagte der emotional sehr bewegte 30-Jährige über den Boxen-Funk. Faire Geste: Auf der Auslaufrunde stellten die beiden Titelrivalen Scheider und Paffett ihre Autos ab und gingen Arm in Arm zu den Fans und ließen sich feiern.

Der Start verlief für Audi nicht wie gewünscht: Scheider erwischte einen guten Start und versuchte links an Polesitter Mattias Ekström vorbei zu kommen, der gleich nach rechts zog. Paffett zog zuerst nach rechts, reihte sich dann doch hinter den Schweden ein. Zu dritt ging es in die erste Kurve mit Ekström in Führung, dann griff Paffett an. Scheider suchte auch immer wieder einen Weg vorbei an seinen Konkurrenten, versuchte sich aber gleichzeitig herauszuhalten. Dann ging Paffett doch in Führung vor Ekström und Scheider.

Der Schwede gab nicht auf und griff immer wieder an. In der zweiten Runde überholte er Paffett innen in der Spitzkehre. Zwischenzeitlich hatte sich Scheider noch mit Di Resta einen Schlagabtausch geleistet. In der ersten Runde war auch der Schotte an Scheider vorbeigegangen. Doch der konterte und überholte wenige Kurven später, zusammen mit Audi-Jahreswagenpilot Oliver Jarvis. Doch der Brite fiel später wieder hinter Di Resta und sogar Markus Winkelhock zurück.

Frühes Aus für Ekström

In der vierten Runde kam das Aus für Ekström. Schon vorher hatte er über Funk geklagt, dass sein Kühler kaputt ist. Sein Ingenieur Alex Stehlig meinte noch: "Fahr so lange wie möglich." Doch Ekström entschied sich doch, in die Box abzubiegen. Über Funk meinte er: "Wasser geht auf die Hinterräder und das ist zu gefährlich."

Damit lag Paffett in Führung vor Scheider und Di Resta. Eine gute Situation für den Titelverteidiger, dem ein fünfter Platz reichen würde, wenn Paffett gewinnt. In der Anfangsphase waren die Zeiten der ersten drei sehr ähnlich. Auch nach den ersten Boxenstopps änderte sich an der Spitze nichts. Paffett kam in der 13. Runde zum ersten Mal rein, zwei Umrundungen später Scheider zusammen mit Di Resta. Alle drei blieben in Sichtweite, auch wenn Paffett den Abstand um rund zwei Sekunden vergrößern konnte.

Doch in den folgenden Runden konnten Scheider und Di Resta auf den Briten aufholen. Di Resta ging in der 22. Runde als Erster des Trios in die Box, Paffett folgte in Runde 24, eine Umrundung später folgte Scheider. Da die Stopps wieder problemlos funktionierten, blieb die Reihenfolge bestehen.

Spengler und Prémat holen auf

Bruno Spengler war es gelungen, am Start sechs Ränge gutzumachen und den zehnten Rang zu übernehmen. In der zehnten Runde kam er als einer der ersten zum Boxenstopp und zog neue Reifen auf. Die hatten gerade acht Runden auf dem Buckel, als der Kanadier zum zweiten Mal zum Stopp abbog. Nachdem alle beim Reifenwechsel absolviert waren, lag er auf Rang fünf vor Winkelhock und Jarvis. Doch später fiel er im Positionskampf auf den siebten Rang zurück.

Auch bei Alex Prémat lief es sehr gut. Während des Rennens redete ihm sein Ingenieur mehr als gut zu und trieb den Franzosen zu schnellen Rundenzeiten an. Prémat stoppte beide Male recht spät und arbeitete sich damit immer weiter nach vorne. Nach seinem zweiten Stopp lag er auf Rang vier vor Spengler - diesen Platz hielt er bis ins Ziel und holte damit sein bestes Saisonergebnis.

Safety Car sorgt für Spannung

Doch in der 31. Runde war Susie Stoddart zu hart über den inneren Curb in der ersten Kurve gefahren, die Radaufhängung brach und die Schottin knallte in die Reifenstapel. Daraufhin kam das Safety Car auf die Strecke und neutralisierte das Rennen. Das Feld rutschte wieder enger zusammen. Zum Glück stieg Stoddart allein aus dem Mercedes aus.

Vier Runden später wurde das Rennen wieder freigegeben. Scheider klebte an Paffett, während Di Resta abreißen lassen musste. Prémat geriet unter Druck von Spengler, der dann allerdings Jarvis im Heck hatte. Doch in der ersten Runde nach dem Restart änderte sich an den Positionen nichts. Dann überholte Jarvis Spengler, doch Green nutzte den Zweikampf und ging an beiden vorbei. Der Brite war damit Fünfter vor Jarvis und Spengler.

Vorne rückte die Spitze nochmal enger zusammen. Doch alles blieb wie es war: Paffett holte sich seinen vierten Saisonsieg, Scheider wurde Zweiter und Meister der DTM 2009. Paul Di Resta kam auf Rang drei ins Ziel. Prémat wurde bester Jahreswagen-Pilot und holte einen sensationellen vierten Rang vor den beiden 2008er-Boliden mit Jamie Green und Oliver Jarvis hinter dem Steuer. Spengler kam auf Platz sieben ins Ziel und Winkelhock sicherte sich mit Rang acht den letzten Punkt.

Fotoquelle: xpb.cc

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