Timo Scheider durfte zum zweiten Mal den größten Pokal in Empfang nehmen

DTM 2009

— 25.10.2009

Scheider: "Ich musste mich zurückhalten"

Timo Scheider sicherte sich in Hockenheim den Titel - Auch wegen seiner besonnen Fahrweise zu Beginn des Rennens

Timo Scheider hat heute im Rennen alles richtig gemacht: er ist kein unnötiges Risiko eingegangen - speziell am Start, er hat sich an Gary Paffett orientiert und auch sein Team blieb fehlerlos. Fast hätte er schon am Start die Führung übernehmen können. Pole-Mann Mattias Ekström zog zur Seite und machte dem späteren Champion Platz. Scheider hingegen hatte einen guten Start erwischt und setzte sich neben seinen Teamkollegen. Allerdings gab es da noch Paffett, der im Kampf um die Führung ein Wörtchen mitreden wollte.

Während es zwischen Paffett und Ekström ordentlich zur Sache ging, nahm der Deutsche die Beobachtungsposition ein. "Ich hatte einen sehr guten Start und hätte hier und da auch die Möglichkeit gehabt, mich mit etwas Gewalt in Führung zu pressen", erzählt der Meister gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Aber das habe ich natürlich probiert zu vermeiden. Ich wollte alle Teile am Auto behalten, um ein schönes Rennen fahren zu können. Das war schon nicht so ohne, was die gemacht haben, aber ich musste mich raushalten." So musste er sich vorläufig mit Rang drei zufrieden geben - auch wenn ihm zwischendurch Paul di Resta das Leben schwer machte.

Nach dem Ausfall von Ekström, lag er hinter Paffett auf Rang zwei. Hinter ihm noch Di Resta, der sich das ganze Rennen über vornehm zurückhielt. "Gary ist ein sensationelles Rennen gefahren und hat alles dazu beigetragen die Eventualität noch Realität werden zu lassen", berichtet der Audi-Pilot. "Aber am Ende hat bei uns alles funktioniert und er musste auf einen Fehler von uns hoffen, den wir uns nicht geleistet haben." So fuhr er hinter Paffett her war mit Platz zwei zufrieden. Auch die Safety-Car-Phase brachte ihn nicht aus der Ruhe. "In der Safety Car Phase hast du eigentlich nur darauf geachtet, dass du keine Karbonteile aufsammelst", erzählt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Zu Beginn der Saison sah es für den jetzigen Meister noch nicht nach dem Titelgewinn aus. "Da hatte ich ein paar Rennen, bei denen es nicht so gut lief. Aber dann haben wir uns auf die Siegesstraße zurückgekämpft", erzählt Scheider. "Vor allem meine Jungs und Audi haben mir das gegeben, was ich gebraucht habe, um am heutigen Tag hier zu stehen und die Meisterschaft zu feiern." Zwischenzeitlich hatte er in der Tabelle sogar sieben Punkte Rückstand auf die Spitze.

Allerdings schien der Wahlösterreicher in dieser Saison um einiges entspannter als vor seinem ersten Titelgewinn 2008. So versuchte er auch vor dem Rennen alles ruhig anzugehen. "Vor dem Rennen habe ich eine relativ coole Zeit verbracht und habe auch ein bisschen im Bett gelegen und habe probiert, mich etwas runter zu bringen", erzählt Scheider gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass mein Herzschlag immer schneller wurde und ich wusste nicht so genau, was der Grund dafür ist."

Nach dem Rennen hörte man über den Funk, dass bei Scheider die Tränen die Oberhand gewannen. "Das ist ein emotionaler Moment und wenn der Druck von einem anfällt, die ganzen Erwartungen und Hoffnungen, die man selber hat, die das Umfeld hat - wenn man denen gerecht wird, ist das ein schönes Gefühl", strahlt er. Jetzt hat er ein Stückchen Geschichte geschrieben: "Nicht nur mit dem Dreifacherfolg für Audi, sondern ich habe auch meinen Titel verteidigt und das ist bisher nur Bernd Schneider 2000/2001 gelungen."

Demnächst wird sein Herz wohl wieder höher schlagen. Denn Scheider muss ein Versprechen einlösen: Vor der Saison hat er versprochen, dass er endlich seine Jasmin heiratet, falls er den Titel verteidigen kann. Nach dem Triumph wurde er von allem Seiten darauf angesprochen. Und Scheider betont: "Ich werde mein Versprechen halten."

Fotoquelle: xpb.cc

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