David Coulthard hat auch gemerkt, dass man in der DTM ganz anders bremst

DTM 2010

— 24.02.2010

Coulthard: "Größter Unterschied ist das Bremsen"

David Coulthard über die Unterschiede zwischen der DTM und der Formel 1: Nur halb so viel Bremsdruck, aber "Powersliden" in den Highspeedkurven

David Coulthard fuhr fast 15 volle Jahre in der Formel 1: 1994 kam er als Ersatzmann bei Williams in die Königsklasse, es folgte die Zeit bei McLaren-Mercedes, erst 2008 beendete er bei Red Bull seine Karriere als aktiver Formel-1-Pilot. Entsprechend könnte er einen F1-Boliden wohl blind fahren - und er kann bestens erläutern, wo die Unterschiede zu einem DTM-Renner liegen.

Sollte sich der Schotte tatsächlich dazu entscheiden, seinen "Ruhestand" zu beenden und in der DTM zu fahren, dürften ihn zunächst die gleichen Probleme erwarten wie alle anderen Piloten, die aus der Königsklasse in die Tourenwagenserie kommen. Denn dass die Umstellung nicht einfach ist, hat man zuletzt an Ralf Schumacher gesehen.

Ein Bereich, an dem Schumacher immer wieder feilen musste, war das Bremsen. Sein Problem war, dass er aus Gewohnheit immer später bremsen wollte, als das Auto konnte. In der Formel 1 sind die Bremsen so, dass ein Fahrer eine Kurve so spät wie möglich anbremsen kann. Das Herausbeschleunigen aus der Kurve übernimmt dann die Power der rund 800 PS starken Motoren. Mit dem Tourenwagen muss man schon aufgrund des Gewichts von über einer Tonne früher bremsen und versuchen, Schwung mit in die Kurve zu nehmen, um so schnell wie möglich wieder herauszukommen. Kurz gesagt: Man muss "runder" fahren.

Auch Coulthard hat bei seinem DTM-Test in einer Mercedes-C-Klasse festgestellt, dass das Bremsen den größten Unterschied zur Formel 1 ausmacht. Er sei zwar Formel-1-Demonstrationen gefahren, aber richtig aggressiv habe er ein Auto schon seit einem Jahr nicht mehr um einen Kurs bewegt, so der Schotte gegenüber 'Autosport': "Das hat mir vielleicht geholfen, in den Bremszonen nicht zu viel zu erwarten. Man hat vielleicht halb so viel Bremsdruck wie in der Formel 1."

Mit einem Formel-1-Boliden kann man also später bremsen - dafür kann man mit einem DTM besser durch die Highspeedkurven driften. "Mit einem Formel 1 könnte man nie so quer fahren. Mit einem DTM-Auto kann man in Highspeedkurven richtige Powerslides machen. Das hat man in der Formel 1 nicht - außer man steuert gerade auf einen Crash zu", so Coulthard. Grundsätzlich attestiert er den DTM-Boliden, dass sie im Vergleich zu anderen Serien außerhalb der Formel 1 "von der Performance her sehr beeindruckend sind".

Fotoquelle: Red Bull

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