Hier strampeln die Audi-Fahrer: Im Allgäu bereitete man sich auf die Saison vor

DTM 2010

— 28.02.2010

Die Audi-Fahrer im Wintercamp: Teamtraining im Allgäu

Ab in den Schnee: Die Audi-Rennfahrer bereiteten sich im Rahmen einer Fitnesswoche auf die Herausforderungen der neuen Rennsaison vor

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich durfte sich beim alljährlichen Wintercamp in der letzten Februar-Woche über ausgezeichneten Teamgeist, sportliche Fitness und eine ausgeprägte Motivation seiner Piloten freuen. Auch die vier Fahrer, die zum ersten Mal das Teamtraining im Oberallgäu erlebten, integrierten sich perfekt in die Mannschaft.

Vom 21. bis zum 28. Februar bewiesen die Audi-Piloten beim traditionellen Wintercamp in Ofterschwang eine Woche lang Tag für Tag, dass sie dem Saisonbeginn bereits entgegenfiebern. Dr. Ullrich wird also auch 2010 auf eine medizinisch, sportlich und mental sehr gut vorbereitete Fahrer-Mannschaft vertrauen können.

"Diese gemeinsame Woche ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für alle, um den Kopf freizubekommen, viele Situationen aus der Saison 2009 nochmals in Ruhe zu analysieren und so eine noch bessere sportliche Basis für 2010 zu schaffen", fasst er die Grundidee der gemeinsamen Woche zusammen. "Jeder Mensch entwickelt sich in einem Jahr weiter. Es ist schön, diesen Schritt auf der Sonnenalp immer wieder in dieser Intensität erleben und nachvollziehen zu können."

Einer medizinischen Eingangsuntersuchung mit Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer folgte ein vielseitiges Sportprogramm - vom Skating über Gruppenspiele in der Halle und Nordic Walking bis zu einer Schneeschuh-Tour aufs Ofterschwanger Horn. "Wir achten darauf, das Programm möglichst effizient umzusetzen", führt Audi-Teamarzt Dr. Christian John aus. "Deshalb haben wir in diesem Jahr das Programm auch etwas geändert. Stretching ersetzte Aquajogging als morgendliche Aufwärmübung, weil dadurch mehr Zeit für andere Übungen blieb."

Große Beteiligung beim Audi-Wintercamp

Da Audi die physische Leistungsentwicklung seiner Fahrer nicht nur aktuell, sondern seit langem analysiert, wurde die Vergleichsreihe um ein Jahr ergänzt: "Die Fahrer jüngeren und mittleren Alters waren schon sehr gut in Form und haben sich nochmals verbessert", lobt Dr. John. "Nicht weniger beeindruckend fällt die Aussage für die über 40 Jahre alten Piloten aus: "Es ist aus medizinischer Sicht generell ein Erfolg, wenn Sportler dieses Alters frühere Werte erneut erzielen. Unsere Fahrer aber haben sich nochmals verbessert - alle Achtung!"

Tagtäglich spulten die Audi-Piloten zusammen mit Dr. Wolfgang Ullrich sowie Hans-Jürgen Abt (Team Abt), Ralf Jüttner (Team Joest), Ernst Moser (Team Phoenix) und Arno Zensen (Team Rosberg) zwischen 7:30 Uhr und 20:30 Uhr ein umfassendes Programm ab. Nicht weniger als 16 Fahrer wirkten daran mit.

Neben der aus den Vorjahren bekannten Besetzung, bestehend aus Dindo Capello (Italien), Mattias Ekström (Schweden), Oliver Jarvis (Großbritannien), Tom Kristensen (Dänemark), Katherine Legge (Großbritannien), Lucas Luhr (Deutschland), Allan McNish (Großbritannien), Mike Rockenfeller, Timo Scheider, Martin Tomczyk und Markus Winkelhock (alle Deutschland), waren vier Fahrer erstmals dabei.

Dabei handelte es sich um die beiden Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Deutschland) und Romain Dumas (Frankreich), die in Le Mans erneut für Audi starten, Sportwagen-Pilot Marcel Fässler (Schweiz) sowie DTM-Neuverpflichtung Miguel Molina (Spanien). André Lotterer (Deutschland) und Benoît Treluyer (Frankreich), die ebenfalls zum Fahreraufgebot für Le Mans gehören, konnten wegen zuvor eingegangener Verpflichtungen in Asien nicht am Wintercamp teilnehmen.

Eindrucksvolle Leistung von Kristensen

Eine eindrucksvolle Leistung zeigte Tom Kristensen. Der Däne, der vor wenigen Wochen von bedeutenden Medien seines Landes zum "Sportler des Jahrzehnts" gewählt worden ist, nahm am Wintercamp teil, obwohl er sich unlängst die Achillessehne gerissen hatte. "Das hielt ihn nicht davon ab, Kräftigungsgymnastik zu betreiben und sich gewohnt professionell zu engagieren", sagt Dr. John.

Wenn die Saison beginnt, wird das Winter-Camp einmal mehr seine Langzeit-Wirkungen entfalten. "Rennfahrer sind Einzelkämpfer. Aber mit unseren Schritten zum Teambuilding wachsen diese Persönlichkeiten viel besser zu einer Mannschaft zusammen", betont Dr. Ullrich. "Was es heißt, gemeinsam Ziele zu erreichen, haben wir im Langstrecken-Rennsport und bei den Tourenwagen erlebt."

"In der DTM haben wir im Vorjahr den Hattrick erreicht, in Le Mans aber leider nicht unsere Standardleistung gezeigt. In Ofterschwang war schon ein großer Wille spürbar, in diesem Jahr auch wieder den Le-Mans-Pokal nach Ingolstadt und Neckarsulm zu holen", so Dr. Ullrich. Die Sportwagen-Saison von Audi wird am 11. April mit den 8 Stunden von Le Castellet eröffnet, die DTM beginnt 14 Tage später am 25. April in Hockenheim.

Fotoquelle: Audi

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