David Coulthard bereitet sich darauf vor, in diesem Jahr wirklich DTM zu fahren

DTM 2010

— 31.03.2010

Coulthard: Vielleicht "einige schöne Jahre" in der DTM?

David Coulthard will an Ostern seinen DTM-Vertrag fix machen - Umsetzen der neuen Reifen besonders schwierig, aber Mercedes gibt ihm Zeit zum Lernen

Es scheint nur noch eine Frage von Tagen zu sein, bis die DTM ihren nächsten prominenten Neuzugang bekommt. Noch haben David Coulthard und Mercedes zwar keinen Vertrag unterschrieben, doch es scheint eigentlich nichts mehr dagegen zu sprechen, dass der Schotte 2010 in einer C-Klasse in der DTM fährt. Sicher ist es natürlich erst, wenn der Deal in trockenen Tüchern ist, doch laut Coulthards eigener Aussage dürfte das bald der Fall sein.

"Wir sind kurz davor. Ich würde gern an Ostern unterschreiben", sagte er der finnischen Zeitung 'Turun Sanomat'. Coulthard ist am kommenden Osterwochenende als Formel-1-Experte der 'BBC' beim Malaysia-Grand-Prix im Einsatz. Es ist nicht auszuschließen, dass er und Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sich in Sepang zusammensetzen und alles klar machen.

Coulthard hat inzwischen dreimal getestet. Zunächst absolvierte er zwei private Testfahrten für Mercedes, dann war er vergangene Woche auch einen Tag lang beim offiziellen ITR-Test in Valencia dabei. Dort konnte er sich erstmals mit seinen potenziellen künftigen Konkurrenten vergleichen. Und Coulthard schnitt dabei gut ab: Im Mercedes-Jahreswagen des Mücke-Teams lag er zwischenzeitlich sogar an der Spitze des Klassements, am Ende war er als Tageszweiter nur sechs Hundertstelsekunden langsamer als die Bestzeit von Audi-Jahreswagenfahrer Alexandre Prémat.

An diesem Tag habe das Umsetzen der neuen Reifen im Gegensetz zu den früheren Tests auch gut geklappt, begründete Coulthard gegenüber 'Speedweek' seine gute Leistung. Das empfinde er als "besonders knifflig". Generell komme es ihm derzeit auch "weniger auf die Rundenzeiten als auf kontinuierliches Lernen an". Auch der 39-jährige Schotte muss erst die Abläufe, die er aus der Formel 1 gewöhnt ist "aus dem hintersten Winkel des Hirns rauskriegen". Und so tendiert auch er wie fast alle anderen früheren Grand-Prix-Piloten dazu, das DTM-Auto zu überfahren.

Das heißt: Auch Coulthard braucht - sollte er wirklich in die DTM kommen - seine Einlernzeit. Die wird ihm Mercedes aber auch geben. Und der Schotte selbst geht das Abenteuer DTM ohnehin mit realistischen Erwartungen an: "Ich bin nicht arrogant genug, um zu glauben, dass mich meine Formel-1-Siege in der DTM aufs Podest bringen." Aber er wolle das jetzt einfach probieren. Läuft es gut, "verbringe ich hoffentlich noch einige schöne Jahre in der DTM". Und wenn es nicht läuft, "dann lasse ich es eben ganz bleiben!"

Der amtierende Champion Timo Scheider (Audi) zollt dem möglichen künftigen Rivalen jedenfalls schon einmal Respekt für seinen Mut, sich DTM zu stellen: "David weiß genau, wie schwer sich bisher die Formel-1-Piloten in der DTM getan haben, es ist ihm also bewusst, dass er in ein Haifischbecken springen würde."

Fotoquelle: DTM

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