Ralf Schumachers Blick geht nach oben: 2010 soll das erste DTM-Podium her

DTM 2010

— 13.04.2010

Ralf Schumachers Ziel: "Weiter vorn ankommen"

Ralf Schumacher hat seine "Aufgabe in der DTM noch nicht erfüllt", will endlich auf das Podium und räumt Neuzugang David Coulthard gute Chancen ein

Eigentlich hätte Ralf Schumacher nach der Saison 2009 in der DTM das Handtuch werfen können. Auch sein zweites Jahr als Mercedes-Pilot in der Tourenwagenserie verlief nicht einfach für ihn. Doch statt zu resignieren, fühlte sich der frühere Formel-1-Fahrer dadurch erst richtig angestachelt. Zudem verzeichnete er gegen Ende der Saison einen Aufwärtstrend. Und so entschied er sich, 2010 noch ein drittes Jahr dranzuhängen.

"Da ich nicht ganz so zufrieden war und das sicher noch besser geht, will ich mich weiter steigern", begründet er sein Weitermachen jetzt im Interview mit 'auto-motor-und-sport.de'. "Die Aufgabe und das Ziel, was ich hatte, sind ja noch nicht erfüllt. Daher setze ich alles daran, dieses Jahr besser abzuschneiden." Entsprechend lautet sein Ziel für 2010: "Weiter vorne ankommen."

Der Speed habe ihm gegen Ende 2009 kein Problem mehr bereitet. Und jetzt wolle er die gemachten Erfahrungen umsetzen: "Das erste Ziel ist das Podium. Dann schauen wir mal, wie überhaupt das Kräfteverhältnis dieses Jahr aussieht." Auf alle Fälle habe er im vergangenen Jahr einiges gelernt und auch der ITR-Test in Valencia sei gut verlaufen: "Von daher bin ich optimistisch, dass es ein ganzes Stück besser sein sollte", so Schumacher.

Einen Vorteil hat der Mercedes-Pilot jedenfalls schon einmal im Vergleich zum Vorjahr: Aufgrund der Einfrierung fährt er mit dem selben Auto wie 2009. "Ich hatte Anfang 2009 ziemliche Schwierigkeiten, deshalb kommt es mir sicherlich entgegen. Es kommt mir entgegen, dass ich mich nicht noch mal auf eine neue Situation einstellen muss", weiß er. Zudem konnte er die Testtage in Valencia nutzen, um noch einmal an seinem Fahrstil zu feilen und um mit dem Team Setup-Optionen zu erarbeiten.

2010 bekommt Schumacher bei Mercedes einen alten Bekannten als neuen Teamkollegen: David Coulthard. Schumacher hat am eigenen Leib erfahren, wie schwierig es für frühere Formel-1-Fahrer ist, sich an das DTM-Auto zu gewöhnen. Doch er ist "recht optimistisch", dass dem Schotten der Umstieg gelingt. "Weil er von Anfang an sehr gut mit dem DTM-Auto klargekommen ist. Er ist ja auch nicht direkt aus der Formel 1 gekommen und hatte ein Jahr Pause. Er hat sich relativ schnell wohlgefühlt und das 2008er-Modell ist ein Fahrzeug, das ihm scheinbar liegt", begründet Schumacher seine Erwartungen in den Neuzugang.

Und muss er nun fürchten, dass man Coulthards Leistungen mit seinen eigenen Anfängen in der DTM vergleicht? "Ich weiß nicht, ob man da etwas vergleichen kann. Das ist nicht meine Priorität", erklärt Schumacher. "Meine Priorität ist, auf mich selbst zu schauen. Dass meine Ergebnisse im letzten Jahr unterm Strich nicht besonders aussahen, ist klar. Das gilt es zu verbessern."

Fotoquelle: xpb.cc

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