Timo Scheider ist nach seinem zweiten Titel mental noch stärker geworden

DTM 2010

— 15.04.2010

Scheider: Zwischen Windkanal und Titelverteidigung

Timo Scheider holte sich beim Indoor-Skydiven einen "neuen Kick" und hat für die anstehende DTM-Saison zwei Wünsche: Titelverteidigung und Sieg am Norisring

Der DTM-Champion im Vollgasmodus: Nach zwei DTM-Triumphen in Folge bereitet sich Timo Scheider seit Monaten auf die Titelverteidigung vor. Jüngster Programmpunkt im sportlichen Höhenflug: eine Schulung im Skydiving. Beim Indoor-Skydiving lernte der Audi-Werksfahrer das Schweben im vertikalen Windkanal - die jüngste von vielen Stationen auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung. "Das war ein ganz neuer Kick", sagt Scheider. "Es hat wirklich im Bauch gekribbelt."

Seit 2008 hat der Audi-Werksfahrer zweimal in Folge die DTM gewonnen. Grund genug, sich körperlich und mental noch besser auf die neue Saison vorzubereiten? "Wenn etwas funktioniert, soll man es nicht ändern", antwortet er. "Sportlich bin ich so fit wie immer. Und meine mentale Stärke ist mit dem zweiten Titel nochmals gestiegen. Das wirkt sich auf die Selbstsicherheit bei Entscheidungen aus. Ich fälle meine Urteile jetzt einfacher und schneller, was im Rennsport sehr hilfreich ist."

Die Saison 2010 beginnt für den Deutschen mit vielen Bekannten, aber auch einigen Unbekannten. Zum Beispiel durfte sein Audi A4 DTM wie alle übrigen Fahrzeuge nicht weiterentwickelt werden. "Trotzdem war es ein neues Gefühl, in Valencia im Auto zu sitzen", beschreibt der Meister. "Auf einer neuen Strecke mit neuen Abstimmungsideen unterwegs zu sein, ist dann doch wieder anders. Ebenso fühlt sich die neue Reifengeneration von Dunlop verändert an. Mit den steiferen Reifenflanken an den Hinterrädern verhält sich das Auto in schnellen und mittelschnellen Ecken ruhiger, was meinem Fahrstil entgegenkommt."

Neu ist auch die Zusammenarbeit mit seinem Renningenieur. Armin Plietsch, der diese Funktion bisher wahrnahm, wurde neuer Projektleiter Technik DTM bei Audi. Als Ingenieur folgt Pascal Zurlinden. "Mit Armin habe ich meine größten Erfolge gefeiert", so Scheider. "Schade, dass es uns als Kombination nicht mehr gibt, aber schön, dass er uns und Audi als Projektleiter erhalten bleibt. Davon werden wir alle profitieren. Pascal fiel mir schon vor einiger Zeit positiv auf. Er ist extrem motiviert, treibt mich an und hat einen unbändigen Willen zum Erfolg. Er wird alles daransetzen, dass ich einen dritten Titel in Folge gewinnen kann."

Das Unternehmen Titelkampf ist mit großen Anstrengungen verbunden - und das zum dritten Mal in Folge. Lust oder Last? "Mittlerweile wieder Lust", äußert Scheider. "Meine Batterien waren nach dem zweiten Titelgewinn ziemlich leer. Aber dann hörte ich immer wieder: Jetzt kannst du mit einem dritten Titel Geschichte schreiben! Ich bin voll motiviert und freue mich wirklich auf 2010!"

Der anstrengende Hürdenlauf zum Titel schließt zehn Renntermine zwischen April und Oktober ein. "Auf Zandvoort und Hockenheim freue ich mich am meisten", sagt der 31 Jahre alte Profi. Und schiebt ein besonderes Ziel nach: "Audi hat den Titel drei Mal in Folge gewonnen und vier Mal insgesamt in den vergangenen sechs Jahren. Ein kleiner Wunsch bleibt: Wir wollen das Heimspiel am Norisring gewinnen. Wir haben mit Hockenheim vor einiger Zeit eine langjährige Hochburg unseres Mitstreiters Mercedes-Benz eingenommen. Jetzt sollte uns das auch am Norisring gelingen."

Dass es genügend Mitstreiter im Kampf um Erfolge geben wird, steht für Scheider außer Zweifel. "In den eigenen Reihen habe ich seit Jahren sehr starke Kollegen und mit Oliver Jarvis nun einen erfolgshungrigen Aufsteiger. Aus dem anderen Lager werden sicher Gary Paffett und Paul Di Resta starke Gegenwehr bieten. Und die Vorjahresautos sollten wir ebenfalls nicht unterschätzen: Mit der angedachten Einstufung sind sie garantiert für die ein oder andere Überraschung gut." Das lässt für 2010 Hochspannung erwarten.

Fotoquelle: xpb.cc


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