Gary Paffett konnte immer mehr zulegen und sich am Ende die Pole sichern

DTM 2010

— 24.04.2010

Paffett: Gut, besser, Pole!

Gary Paffett steigerte sich in Hockenheim immer mehr und holte sich die Pole: Gripprobleme rechtzeitig in den Griff bekommen - Nun soll der Sieg her

Gary Paffett startete eigentlich recht unauffällig in das DTM-Auftaktwochenende in Hockenheim. In den Trainings gaben andere das Tempo vor. Das der britische Mercedes-Pilot meldete sich rechtzeitig zum Qualifying zurück. Er konnte von Abschnitt zu Abschnitt mehr zulegen und holte sich schließlich in Q4 mit einem Husarenritt die erste Pole-Position der Saison 2010.

"Es ist ein fantastisches Gefühl! Nachdem wir das vergangene Jahr mit zwei Siegen in den letzten beiden Rennen beendet haben, diesen Schwung zu behalten", erklärt Paffett strahlend. Das Team hat im vergangenen Winter großartig gearbeitet, damit wir in diesem Jahr so weitermachen können." Doch die Freien Trainings in Hockenheim waren für HWA-Pilot Paffett nicht so einfach.

"Wir hatten gestern Probleme mit der Balance des Autos. Die Strecke hat wenig Grip", berichtet der Brite. "Das war sogar heute Morgen so, aber das Auto war da ein bisschen besser. Doch wir hatten weiter Probleme. Für das Qualifying haben wir dann noch ein paar Änderungen am Auto vorgenommen. Und im Qualifying habe ich mich auf Anhieb wohler gefühlt. Das Auto war gut, ich konnte ziemlich pushen. Und durch die Qualifyingsessions wurde ich immer schneller und kam immer näher an die Spitze heran."

Paffett räumt ein, dass er vor dem Qualifying eigentlich nicht gewagt hätte, von der Pole zu träumen. "Da hätte ich ganz ehrlich gedacht, dass schon Q4 fantastisch wäre", sagt er. Doch seine Zuversicht wurde mit jeder Runde größer: "Nach Q1 war ich dann schon recht zufrieden, Q2 lief noch besser und danach habe ich daran geglaubt, dass ich die Chance habe. Da wäre ich enttäuscht gewesen, wenn ich es nicht in Q4 geschafft hätte. Und nachdem ich nach Q3 Zweiter war, war das Ziel definitiv, die Pole zu holen."

Paffett ist nicht der einzige Pilot, der in Hockenheim mit dem Grip hadert. Titelverteidiger Timo Scheider zum Beispiel konnte seine Probleme bis zum Qualifying nicht in den Griff bekommen. Der Audi-Pilot schied schon in Q2 aus und wurde Neunter. Paffett kann sich auch nicht erklären, woran das liegt. Dass die neue Reifenmischung von Dunlop die Ursache ist, glaubt er eigentlich nicht.

Fakt ist aber: "Beim letzten Test in Valencia hat sich die Balance des Autos ganz anders angefühlt als gestern. Das war ein ziemlicher Schock. Vielleicht haben viele von uns das Gefühl, dass sich das Auto hier ganz anders anfühlt. Aber wenn man sich die Daten anschaut, ist der Unterschied zum vergangenen Jahr nicht so groß, von daher denke ich nicht, dass die Reifen so schlecht sind. Sie scheinen für das Qualifying etwas schwieriger auf Temperatur zu bringen zu sein. Aber die Performance des Reifens ist recht gut. Vielleicht sind es nur die Streckenbedingungen hier." So wurden auch einige Abschnitte, die den Piloten besondere Probleme bereiten, neu asphaltiert.

Für das Rennen ist Paffetts Zielvorgabe klar: Er will nach Dijon und Hockenheim 2009 nun den dritten Sieg in Folge holen. "Die Rennperformance, die wir als Team hatten, ist recht gut. Wir sind mit den Longruns recht zufrieden, genauso wie mit dem Qualifyingspeed", gibt er sich zuversichtlich. "Wenn wir einen guten Start haben und nichts schief geht, sollten wir eine gute Chance haben, das Rennen zu gewinnen oder zumindest ein gutes Ergebnis zu holen."

Er will gewinnen, aber nicht um jeden Preis. "Wir haben in der Vergangenheit gelernt: Das Ziel ist nicht immer, nur Rennen zu gewinnen. Wichtig ist auch, so viele Punkte wie möglich zu holen", erläutert er mit Blick auf die Meisterschaft. "Das Ziel ist natürlich das Rennen zu gewinnen, aber wir müssen auf alle Fälle so viele Punkte holen, wie wir können. Aber es war auf alle Fälle schon einmal ein starker Start in die Saison. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht."

Fotoquelle: xpb.cc


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