Jamie Green lieferte mit seiner alten C-Klasse eine überzeugende Leistung ab

DTM 2010

— 26.04.2010

Sportchefs mit der Einstufung zufrieden

Norbert Haug und Wolfgang Ullrich stellen erfreut fest, dass die Einstufung zwischen Neu- und Jahreswagen offenbar recht gut getroffen wurde

Der gestrige Saisonauftakt in Hockenheim war zwar auf den ersten Blick recht spannend, schließlich lagen nach 39 Runden nicht weniger als sechs Autos innerhalb von knapp dreieinhalb Sekunden, aber die ganz großen Rad-an-Rad-Kämpfe an der Spitze fehlten dann doch ein bisschen. Dennoch scheint zumindest das Kräfteverhältnis ausgewogen zu sein.

Mercedes gelang zwar ein scheinbar dominanter Vierfachtriumph, aber wenn Martin Tomczyk nicht in Führung liegend einen Reifenschaden erlitten und Mattias Ekströms Renningenieur Alexander Stehlig nicht folgenschwer gepatzt hätte, wäre Audi wohl zumindest auf dem Podium vertreten gewesen. Auch Alexandre Prémat im 2008er-A4 hatte die Pace, um die Top 3 zu gefährden, doch beim Franzosen platzte ebenfalls ein Dunlop-Reifen.

Stattdessen brachte Persson-Mercedes-Pilot Jamie Green einen Jahreswagen auf das Podium. Generell war der DTM-Jahrgang 2008 sehr nahe am Jahrgang 2009 dran, was die Sportchefs für den weiteren Saisonverlauf positiv stimmt: "Das Feld liegt sehr eng beisammen", stellt Norbert Haug von Mercedes fest. "Die Jahreswagen sind sehr stark, können nicht nur in die Punkte, sondern auch auf das Podium fahren. Jamie war im Jahreswagen absolut konkurrenzfähig."

Rein sportlich betrachtet ist dies auch essenziell wichtig für die Show in der DTM, denn einige Topfahrer und prominente Namen sitzen diese Saison in älteren Modellen, vor allem natürlich Superstar David Coulthard. Die neueren 2009er-Fahrzeuge sind 1.050 Kilogramm schwer, die 2008er-Generation bringt 1.025 Kilogramm auf die Waage. Die unter dem Titel "Erfolgsgewicht" laufende Handicapregelung vergangener Jahre wurde abgeschafft.

Bei Audi war mit Mike Rockenfeller sogar ein Jahreswagenpilot bester Mann des Auftaktrennens. "Wir haben ein sehr gutes und offenes Rennen zwischen den neueren und den älteren Autos gesehen", ist Sportchef Wolfgang Ullrich mit der Einstufung zufrieden. "Das Leistungsniveau hier in Hockenheim war sehr ähnlich. Wir werden sehen, wie sich das auf den anderen Rennstrecken verhält, aber ich hoffe, dass es so bleiben wird."

Fotoquelle: xpb.cc


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