Mattias Ekström sicherte sich mit hauchdünnem Vorsprung die Pole

DTM 2010

— 22.05.2010

Pole: Ekström entscheidet Quali-Krimi für sich

Audi-Pilot Mattias Ekström holte sich mit hauchdünnem Vorsprung auf Bruno Spengler die Valencia-Pole - David Coulthard schafft Sprung in Q2

Am Ende konnte Mattias Ekström befreit jubeln: Seine Antwort auf die Probleme vom Saisonauftakt war, sich die Pole-Position in Valencia zu holen, die insgesamt 15. seiner Karriere. Nach seiner Trainingsbestzeit am Vormittag war der Audi-Pilot auch im Qualifying nicht zu stoppen. Doch es war denkbar knapp, denn Ekström hatte nur wenige Tausendstelsekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Bruno Spengler (Mercedes). Oliver Jarvis (Audi) holte sich Startplatz drei, Mercedes-Speerspitze Gary Paffett wurde Vierter.

Oliver Jarvis eröffnete das Shootout der letzten Vier und legte eine Zeit von 1:29.854 Minuten vor. Spengler ging als Zweiter auf die Strecke und setzte sich mit 1:29.581 Minuten kurzzeitig an die Spitze. Paffett war als nächstes dran, leistete sich aber gleich in der ersten Kurve einen Quersteher. Es folgte eine unruhige Runde des Briten, der mit dem rutschigen Asphalt kämpfte. Paffett konnte mit 1:30.220 Minuten die Zeiten der anderen nicht unterbieten. Als Letzter ging Ekström auf die Strecke - Jarvis und Spengler verfolgten gebannt, wie der Schwede auf die Zielgerade einbog. Er machte es spannend: Ekström war gerade einmal 16 Tausendstelsekunden schneller als Spengler (1:29.565 Minuten).

Die knifflige Aufgabe für Fahrer und Teams war heute, die Reifen bei den hochsommerlichen Temperaturen in das richtige Arbeitsfenster für eine schnelle Runde zu bekommen. Auch die Gripverhältnisse gestalteten sich auf der spanischen Strecke wechselhaft. Das sorgte bei einigen Fahrern für Probleme und auch Fehler.

Q3: Molina trumpft wieder auf

Mercedes-Pilot Paul Di Resta verpasste den Sprung in Q4 nur ganz knapp um nicht einmal vier Hundertstelsekunden. Der Schotte steht auf Startplatz fünf, gefolgt von drei Audi-Jahreswagen. Mike Rockenfeller wurde Sechster, Rookie Miguel Molina bestätigte als Siebter bei seinem Heimqualifying erneut, dass er zu Großem in der Lage ist und Alexandre Prémat wurde Achter.

Q2: Tomczyk und Scheider scheitern

Die beiden Audi-Neuwagenpiloten Martin Tomczyk und Timo Scheider scheiterten bereits nach Q2. Tomczyk wurde mit einer Zehntelsekunden Rückstand auf die Top 8 und damit auf Q3 Neunter. Er hatte sich mit den Gripverhältnissen verpokert. Einen Platz dahinter steht sein Teamkollege Scheider als Zehnter. Der Titelverteidiger scheint auch in Valencia noch nicht ganz in Tritt zu kommen.

Drei Minuten vor Schluss von Q2 startete Scheider noch einmal einen Versuch, doch die Zeit reichte nur für eine Verbesserung auf Rang zehn. Scheider kam jedoch ein paar Sekunden vor der karierten Flagge über die Ziellinie und konnte noch einen Versuch starten. Doch nach einem Fehler war ihm klar, dass die Sache gelaufen war.

"Wenn ich das wüsste", seufzt Scheider auf die 'ARD'-Frage, was beim ihm schief läuft. "Ich tu mich schwer, die Reifen optimal zu nutzen, vor allem auf eine Runde. Dazu war viel Verkehr, denn jeder hat versucht, in der limitierten Zeit seine Runde zu fahren. Ich habe deshalb meine Outlap auch nicht ganz hinbekommen. Unter dem Strich ist es enttäuschend, aber so ist das Leben." Offenbar wurde er in der Boxengasse auch von Audi-Rookie Molina aufgehalten, jedenfalls lief Scheider nach Q2 äußerst erbost zu dessen Renningenieur. Zu diesem Zwischenfall will er jedoch derzeit noch nichts sagen. Molina wiederum betont, davon gar nichts mitbekommen zu haben.

Audi-Jahreswagenpilot Markus Winkelhock, der in Valencia mit einer Magen-Darm-Grippe zu kämpfen hat, landete auf Startplatz elf, vor Jamie Green im Mercedes-Jahreswagen. Ralf Schumacher musste sich in der HWA-C-Klasse mit Platz 13 begnügen. "Irgendwie fehlt mir einiges zu den Teamkollegen", analysiert Schumacher selbstkritisch. "Es ist schon enttäuschend, weil ich nicht weiß, woher es kommt. Vielleicht ist es der Umgang mit dem Auto. Da mache ich scheinbar Nuancen falsch und wenn das in jeder Kurve so ist, addiert sich das."

Promi-Neuzugang David Coulthard schaffte in seinem zweiten DTM-Qualifying den Sprung in Q2 - er holte am Ende Startplatz 14. "In Hockenheim war ich der langsamste Mercedes und ich habe gesagt, dass ich mich langsam und schrittweise steigern muss. Und das war schon eine schrittweise Verbesserung, aber man will natürlich immer mehr", erklärt Coulthard. "Von den Sektorenzeiten her war ich dicht an Jamie und Ralf, von daher bin ich nicht unzufrieden. Im Rennen will ich ins Ziel kommen, und wenn ein gutes Ergebnis dabei herauskommt, wäre es umso schöner. Ich will auf alle Fälle so viele Runden drehen, wie möglich."

Q1: Engel rutscht nur

Für Mercedes-Jahreswagenfahrer Maro Engel war das Qualifying bereits nach Q1 vorbei. Er scheiterte um gerade einmal 29 Tausendstelsekunden, brach allerdings seine letzte schnelle Runde auch ab, weil er keine Chance mehr sah, in die Top 14 zu fahren und sich damit für Q2 zu qualifizieren. Engel muss sich damit mit dem 15. Startplatz begnügen. "Wir hatten ein Problem mit dem zweiten Reifensatz und sind nur noch rumgerutscht", berichtet Engel, dem es nicht gelang, die Pneus bei diesen Temperaturen ins richtige Arbeitsfenster zu bekommen.

Hinter ihm steht sein Markenkollege Congfu Cheng, der Rookie kam in seinem zweiten DTM-Qualifying auf Platz 16. "Ich habe mich in zwei Kurven verbremst", begründet der Chinese, warum es diesmal für ihn nicht zu mehr gereicht hat. Für die beiden Damen war das Qualifying ebenfalls nach Q1 vorbei: Susie Stoddart (Mercedes) wurde 17., Katherine Legge (Audi) landete auf dem 18. Platz.

Fotoquelle: xpb.cc


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