Audi feiert in Valencia die Pole-Position von Mattias Ekström

DTM 2010

— 22.05.2010

Die Audi-Stimmen zum Qualifying

Mattias Ekström auf der Pole, Oliver Jarvis Dritter und Rookie Miguel Molina Siebter: Das waren aus Audi-Sicht die Highlights im Valencia-Qualifying

Bei glühender Hitze ist ein Schwede am coolsten geblieben: Mattias Ekström holte in Valencia für Audi die 55. Pole-Position in der DTM. Mit Oliver Jarvis auf Rang drei und Mike Rockenfeller, Miguel Molina, Alexandre Prémat, Martin Tomczyk, Timo Scheider und Markus Winkelhock als geschlossenem Audi-Block auf den Startpositionen sechs bis elf gelang Audi ein insgesamt starkes Qualifying-Ergebnis. Nur Katherine Legge musste sich mit dem 18. und letzten Platz begnügen.

Besonders wichtig ist das gute Qualifying-Ergebnis für Audi, weil das Überholen auf der 4,005 Kilometer langen Strecke vor den Toren Valencias als extrem schwierig gilt. Auch für den Renntag sind ähnlich hohe Temperaturen vorhergesagt. Audi hat in den freien Trainingssitzungen am Freitag und am Samstag mit verschiedenen Fahrwerkseinstellungen und Reifendrücken mehrere Dauerläufe gefahren und dabei wichtige Daten über das Verhalten der Einheitsreifen gesammelt.

Die Stimmen zum Qualifying:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Das war ein spannendes Qualifying mit einem guten Ergebnis für Audi. Wenn es ganz eng wird, ist es immer wieder Mattias Ekström, der den entscheidenden Unterschied ausmacht. Eine tolle Leistung von ihm und dem ganzen Team. Ich freue mich natürlich auch, dass Miguel Molina es auf seiner Heimstrecke unter die ersten acht geschafft hat. Jetzt versuchen wir, aus dem guten Qualifying-Resultat ein entsprechendes Rennergebnis zu machen und nach der Enttäuschung von Hockenheim den Spieß hier umdrehen."

Mattias Ekström: "Es ist ein schönes Gefühl, auf der Pole-Position zu stehen. Es ist auch eine Art Belohnung für die Mechaniker und das Team, nachdem sie eine so gute Leistung erbracht haben. Der Fahrer kann nur das liefern, was im Auto steckt. Jetzt müssen wir uns noch mit gründlicher Arbeit auf das Rennen vorbereiten. Wir müssen alle Probleme lösen und ein fehlerfreies Rennen fahren."

Oliver Jarvis: "Das war ein aufregendes Qualifying! Der erste Abschnitt war großartig. Ich ging voller Selbstvertrauen ins zweite Qualifying, das ebenfalls sehr gut lief. In Q3 unterlief mir ein Riesenfehler. Mit viel Glück kam ich trotzdem noch in Q4, musste dort aber als Erster starten. Das war ein kleiner Nachteil. Ich ging diese Session nach meinen Problemen in Q3 etwas zu locker an. Auf die Pole fehlten mir nur zweieinhalb Zehntel. Es ist schön, so weit vorn zu stehen, um ein Podium kämpfen zu können und vielleicht sogar eine Chance auf den Sieg zu haben."

Mike Rockenfeller: "Ich habe gehofft, in Qualifying 1 mit einem Reifensatz durchzukommen. Das ging komplett schief. Es war superschwer, eine Runde auf den Punkt zu bringen. Wir haben heute etwas mit der Übersetzung ausprobiert, das hat sich aber als schlechter erwiesen. Wir werden das Auto für Sonntag deshalb wieder umbauen. Platz sechs ist natürlich toll. Aber in der ersten Runde des dritten Qualifyings unterlief mir ein großer Fehler. Ich fuhr durch den Dreck und erreichte erst in der zweiten Runde die Zeit. Der Einzug ins vierte Qualifying wäre möglich gewesen. So bin ich bester Jahreswagenfahrer geworden. Das war das Ziel, und das haben wir erreicht. Danke an das Team. Im Rennen greifen wir an."

Miguel Molina: "Das war ein gutes Qualifying. In meinem ersten Rennen kam ich bis ins zweite Qualifying, an meinem zweiten Wochenende sogar bis ins dritte Qualifying. Es geht immer weiter vorwärts. Aber ich muss auch noch mehr lernen. Wir können uns noch verbessern. Dennoch bin ich glücklich mit Startplatz sieben."

Alexandre Prémat: "Das war ein sehr emotionales Qualifying, das ganz gut lief. Platz acht am Ende ist in Ordnung. Es wäre aber noch mehr möglich gewesen. In Q3 unterliefen mir zwei, drei kleine Fehler. In Kurve 2 und 5 verlor ich viel Zeit und konnte die gute Anfangsleistung des Reifens nicht nutzen. Das war meine Schuld. Das Auto war absolut perfekt. Sonst wäre Q4 ohne große Probleme möglich gewesen."

Martin Tomczyk: "Das war nicht zufriedenstellend. Wir haben uns bei der Einschätzung der Bodenhaftung auf der Strecke ein bisschen vertan. Der Kurs hat sich übers Wochenende sehr verändert. Wir sind nicht ans Maximum herangekommen, denn die Strecke hat mehr hergegeben. So habe ich die Zeit gegenüber den anderen verloren."

Timo Scheider: "Das war erneut extrem enttäuschend für mich. Nach unseren Tests auf dieser Strecke hatte ich ein deutlich besseres Gefühl. Aber ich habe ein Riesenproblem mit den Reifen. Wir bekommen für mich keine gute Balance hin. Daran scheint es zu liegen. Platz zehn ist schon wieder ein katastrophales Ergebnis. Uns fehlt derzeit einfach die Performance."

Markus Winkelhock: "Im ersten Qualifying kam ich am besten zurecht. Im zweiten Qualifying hatte ich das Gefühl, schneller fahren zu können. Aber speziell mit dem letzten Reifensatz hatte ich viel mehr Untersteuern als zuvor. Deswegen kam ich leider nicht mehr auf eine bessere Zeit."

Katherine Legge: "Ich habe im Qualifying zwei Anläufe genommen. In der ersten Runde war alles okay. Dann baute die Hinterachse ab. Es scheint, dass wir noch viel mehr mit den Reifen arbeiten müssen. Das ist im Augenblick unser Hauptproblem. Mein Audi war absolut in Ordnung. Auf dem zweiten Satz fühlte sich das Auto ganz anders an, obwohl wir mit den gleichen Drücken und Temperaturen unterwegs waren. Ich weiß nicht genau, woran es liegt."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Gratulation an das ganze Team. Bei uns wird nie aufgegeben. Wir versuchen, alles aus dem Auto herauszuholen. Mattias Ekström hat gezeigt, dass es geht, wenn alles zusammenpasst. Seine Runde war super. Glückwunsch an ihn. Auch Miguel Molina hat beim Heimspiel eine tolle Leistung gezeigt. Er ist mehr als einfach nur ein Nachwuchsmann. Schon an seinem zweiten Wochenende so weit vorn zu stehen, ist ein tolles Gefühl für ihn."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Super! Bereits in Hockenheim hat sich angedeutet, wie ausgewogen das Reglement ist. Beide Autos stehen unter den ersten acht. 'Rocky' ist ganz nah dran an der Spitze. Im Grunde sind wir den neueren Autos ebenbürtig. Auch Alexandre Prémat hat sehr gute Arbeit geleistet. Das gilt ebenso für mein Team. Es hat die optimalen Zeitpunkte für die Anläufe beider Autos abgepasst. Es wurde alles richtig gemacht. So kommt dieses Ergebnis zustanden. Ich bin hochzufrieden."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Es war schwierig und die Abstände waren unglaublich eng. Ein, zwei Zehntel machten den Unterschied. Schade, mit dem letzten Reifensatz hat es bei Markus Winkelhock nicht gepasst. Vor Start und Ziel fuhr er in einer Kurve geradeaus, weil sein Auto stark untersteuert hat. Dann war es vorbei. Schade, es wäre mehr drin gewesen. Das sieht man am Beispiel der anderen Jahreswagen. Für Katherine Legge hat es heute leider nicht zusammengepasst. Schade, denn sie ist besser in ihr Wochenende gestartet als zuvor in Hockenheim."

Fotoquelle: xpb.cc


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