Bruno Spengler grüßt zum ersten Mal als Spitzenreiter vom Podium

DTM 2010

— 23.05.2010

Spengler: Mit Kampfgeist auf das Podium

Bruno Spengler musste 45 extrem schwierige Runden überstehen, wurde aber mit Platz drei belohnt - Nun zum ersten Mal in seiner Karriere DTM-Spitzenreiter

Bruno Spengler war nach 45 heißen Runden in Valencia sichtbar erschöpft - aber richtig glücklich. Der Mercedes-Pilot hatte ein extrem schwieriges Rennen, durfte aber als Dritter auf das Podium steigen. Damit ist der Kanadier nun mit 14 Punkten neuer Spitzenreiter in der Fahrerwertung - für ihn ein besonderer Grund zur Freude.

"Ich glaube, das ist das erste Mal, seit ich in der DTM bin, dass ich die Meisterschaft anführe", so Spengler. Wir haben zwar erst zwei Rennen absolviert und es ist noch sehr lang, aber heute war es ein schwieriges Rennen und ich habe alles gegeben, um nach vorn zu kommen."

Das kann man wohl sagen: Der Kanadier zeigte 45 Runden lang entschlossenen Kampfgeist. Er fiel zwar hinter das Audi-Trio Mattias Ekström, Martin Tomczyk und Oliver Jarvis zurück, doch er konnte sich erfolgreich gegen die Angriffe der Audi-Piloten hinter sich wehren. Und als Jarvis dann mit einem technischen Problem ausrollte, erbte Spengler den Platz auf dem Podium. "Heute war wirklich ein schwieriges Rennen. Mattias und Martin haben einen tollen Job gemacht. Auch Oliver war gut unterwegs, aber er hatte ein bisschen Pech. Das war gut für mich, aber schlecht für ihn", bilanziert der Kanadier.

Spengler musste "vom Start bis ins Ziel" kämpfen: "Ich hatte im Rennen grundsätzlich kaum Grip. Heute Morgen im Warmup bei kühleren Temperaturen war das noch nicht so. Wir müssen also analysieren, woran das lag und uns auf das nächste Rennen konzentrieren. Aber am Ende ging es dann nicht so schlecht aus, ich wurde Dritter."

Vor allem von hinten bekam er am Schluss noch mächtig Druck: "Ich habe ziemlich gegen die Jungs hinter mir kämpfen müssen, vor allem Alexandre Prémat war stellenweise sehr aggressiv. Und wir wissen ja, wie aggressiv er sein kann. Aber es ist mir gelungen, ihn hinter mir zu halten. Damit konnte ich Dritter werden und für das Team sechs Punkte holen."

Einfach sei das aber nicht gewesen, bekennt Spengler: "Es war sehr schwierig, denn es war sehr eng. Vor allem in der Kurvenmitte waren sie sehr schnell, warum auch immer. Ich musste mich einfach konzentrieren, so früh wie möglich wieder Gas geben und an nichts anderes denken. Und dann musste ich abwarten, was dabei herauskommt. Hier ist das Überholen nicht so einfach, wenn man ein anderes Auto nicht von hinten anschiebt. Das hatte ich im Hinterkopf und ich bin konzentriert geblieben. Natürlich war das Rennen für mich sehr lang. Die letzten zehn Runden habe ich ein bisschen gebetet, dass es früher aufhören würde."

Die sechs Punkte seien für den Titelkampf sehr wichtig, "aber wir denken nicht zu früh an die Meisterschaft", betont der Mercedes-Pilot. Er konzentriere sich weiter auf jedes Rennen einzeln: "Und dann schauen wir, wo wir am Ende sind. Wir werden hart weiter arbeiten und versuchen, Audi beim nächsten Rennen das Leben schwer zu machen. Heute freue ich mich über die sechs Punkte und ab morgen konzentriere ich mich auf das nächste Rennen."

Spengler freut sich aber vor allem auch darüber, "dass ich nach zwei Rennen so viele Punkte habe. Denn seit ich in der DTM bin, waren die ersten Rennen immer ein Desaster für mich, da hatte ich viel Pech - abgesehen vom vergangenen Jahr, wo ich am Lausitzring Zweiter wurde. Jetzt habe ich nach zwei Rennen so viele Punkte wie noch nie zuvor. Das ist ganz gut für mich, auch für das Team, das immer so hart für mich arbeitet."

Der EuroSpeedway Lausitz, wo in zwei Wochen das nächste Rennen stattfindet, gehört zudem zu Spenglers Lieblingsstrecken. "Ich werde es dort einfach genießen und von Freitag bis Sonntag Vollgas geben. Und dann werden wir sehen, wo wir am Sonntagabend stehen", blickt er voraus.

Fotoquelle: xpb.cc


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