David Coulthard will sich lieber aus zu harten Kämpfen heraushalten

DTM 2010

— 24.05.2010

Coulthard: "Motorsport ist doch kein Boxen!"

Laut David Coulthard machten in Valencia die Piloten um ihn herum "all die verrückten Sachen" - Weiteres Herantasten an das Limit eines DTM-Autos

Sein zweites Rennen in der DTM verlief für David Coulthard recht turbulent. In der Startphase wurde er unfreiwillig in Rangeleien mit Mercedes-Kollegen verwickelt, dann wechselten Unter- und Übersteuern und schließlich musste er sieben Runden vor Schluss mit gebrochenem Schaltgestänge aufgeben.

Am Start hatte Coulthard zunächst mit zu stark durchdrehenden Rädern zu kämpfen: "In Hockenheim hatte ich nicht genug Wheelspin, hier zu viel. Also hoffe ich, dass das beim nächsten Rennen besser wird", berichtet der Schotte. Die Folge war, dass er Seite an Seite mit seinem Mücke-Teamkollegen Maro Engel und Persson-Pilot Congfu Cheng in die erste Kurve fuhr.

"Dann habe alle die verrückten Sachen gemacht: Es krachte und schepperte", schildert der Schotte weiter. "Ich habe versucht mich da rauszuhalten. Ich war auf der Außenseite von Cheng. Anscheinend war er frustriert von dem, was zuvor passiert war und entschied sich in der Infield-Hairpin, mir einen Stoß mitzugeben. Ich bin auf das künstliche Gras gekommen und habe mir etwas die Front beschädigt. Aber wenigstens war ich danach vor ihm. Allerdings muss ich dann bremsen, als sich Maro nach der Berührung mit Jamie Green genau vor mir gedreht hat. Im Anschluss hat mich das Team über die Strategie an Susie vorbei gebracht."

Coulthard war also mittendrin im Getümmel und er gibt zu, dass das Kontaktfahren für ihn immer noch ungewohnt ist. Und dass er in so etwas eigentlich auch gar nicht verwickelt werden will: "Für mich ist Motorsport ein Kein-Kontakt-Sport und nicht Boxen. Ich weiß, dass es passiert. Aber es ist eine ethische Frage, ob man es macht und für akzeptabel hält oder ob man es sein lässt."

"In einem Formelauto macht man das nicht, da man sonst einen Unfall haben kann. Ich weiß nicht, warum es hier anders sein sollte, die Regeln sind nicht anders, sondern die gleichen", erklärt er. Der Schotte weiß zwar, dass Überholen in der DTM ohne Kontakt weitgehend unmöglich ist - vor allem in Valencia. Aber: "Ich will einfach mein eigenes Rennen fahren."

Bis er in Runde 38 im dritten Gang steckenblieb, musste Coulthard mit wechselhaftem Verhalten seines Autos kämpfen: "Ich denke, dass die Reifen nicht konstant waren. Denn der Wagen selbst hat sich nicht verändert. Mit dem ersten und zweiten Satz Reifen hatte ich Untersteuern, mit dem dritten dann eher Übersteuern. Somit war ich am Ende ziemlich langsam. Mit dem ausbrechenden Heck ist der Dropoff höher, als ich gewohnt bin. Aber ich muss noch lernen, wo das Limit solcher Dinge liegt."

Ich an das Limit heranzutasten steht also weiter auf dem Lehrplan von Coulthard - und das Starten zu üben. Doch dazu kommt er in nächster Zeit nicht: "Am Dienstag bin ich in Prag, Mittwoch, Donnerstag in London, dann bis Montag in der Türkei. Dann ist schon das nächste Rennen. Wenn ich ein reiner DTM-Pilot wäre, dann könnte ich üben. Aber ich habe noch andere Aufgaben."

Fotoquelle: xpb.cc


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