Die Abt-Mannschaft siegte in Valencia, hatte aber auch Rückschläge zu verdauen

DTM 2010

— 28.05.2010

Abt: "Je tiefer man fällt..."

Teamchef Hans-Jürgen Abt über die Sternstunde von Audi in Valencia: "Das gibt neue Energie für die Zukunft"

Nach dem vermeintlichen Doppelsieg in Valencia strahlte Teamchef Hans-Jürgen Abt mit der spanischen Sonne um die Wette. Doch die Gesichtszüge sollten sich wenig später wieder normalisieren. Denn die nachträgliche Disqualifikation von Martin Tomczyk aufgrund eines Formfehlers bei der Reifenwahl drückte die Stimmung auf ein Normalmaß.

Am Abend hatte sich der Ärger wieder etwas gelegt. Die Erleichterung über ein starkes Audi-Comeback nach dem Reifendebakel in Hockenheim setzte sich durch. "Das war der Lohn für die harte Arbeit", atmet Abt durch. "Wir waren uns auch nicht sicher wo wir stehen und wie es weitergeht. Aber ich denke, je tiefer man fällt, um so höher kommt man wieder raus."

"Das war für uns schon eine Genugtuung, dass wir so einen Speed hatten. Tolles Rennen, tolles Team, eine tolle Strategie, die die Fahrer nach vorne geholt hat", fasst der Teamchef zusammen. "Das hat man speziell bei Martin gesehen, was der für ein tolles Rennen gefahren ist." Leider wurde der Rosenheimer für seine Aufholjagd bis auf Rang zwei nicht belohnt.

Tomczyk hatte sich durch eine besondere Boxenstopp-Strategie nach vorne gemogelt, tauchte im bereinigten Klassement plötzlich am Heck des führenden Teamkollegen Mattias Ekström auf. "Das war sensationell, die Boxenstopps auch. Timo hat in der Box, glaube ich, drei Autos überholt. Das ist es, was uns auszeichnet. Ich glaube, das ganze Team wollte die Jungs wieder nach vorne bringen. Die wollten zeigen, was sie können."

In den letzten Runden vor dem Rennende gab es leichtes Zittern an der Abt-Box. Ekström hatte schon mehrfach Pech auf dem Weg zu fast sicheren Siegen gehabt. Und die Reifen waren nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor. "Mattias ist sicherlich auch schon mal eine Runde vorher ausgefallen. Für ihn hat es jetzt auch wieder geklappt, seit einem Jahr, oder wie lange das jetzt schon her ist. Das gibt neue Energie für die Zukunft."

"Es ist ganz wichtig, wenn man nach dem zweiten Rennen wieder da ist, wo man hin will", freut sich Abt, der neben der Tomczyk-Disqualifikation auch den Ausfall von Oliver Jarvis abhaken musste. "Das ist sehr schade, er war die ganze Zeit sehr stark. Er musste immer mit Spengler kämpfen. Das Team hat ihn dann beim Stopp an ihm vorbeigebracht. Es war eigentlich auch alles schon sehr save. Aber in seiner jungen Karriere muss man so etwas auch wegstecken. Andere hatten das auch schon."

"Ich kann nur sagen, ich bin froh, dass er bei uns fährt. Er macht einen Superjob, er ist immer bei der Pace", lobt Abt den britischen Neuzugang im "Neuwagen". Der Allgäuer weiter: "Man kann sich auf ihn verlassen. Er bekommt das mit Sicherheit wieder zurück." Für das kommende Rennen am EuroSpeedway Lausitz hat Abt wieder die Pneus im Blick: "Reifenprobleme sind nie gelöst. Es ist vielleicht entschärft, aber man muss es unter Beobachtung stellen."

"Es beschäftigt uns weiterhin, aber das ist halt so im Motorsport. Die Autos sind am Limit und da muss man sehen, dass man gemeinsam immer die beste Performance herausgeholt", will Abt Dunlop nicht allein die Schuld in die Schuhe schieben. "Im Rennen waren wir stärker als die Mercedes, das war bisher nicht so. Umso besser war es bei uns in Valencia. Das kann man nie vorhersagen und das macht die DTM so spannend."

Fotoquelle: xpb.cc


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