Audi hat in Valencia eine gute Basisabstimmung für wenig Grip erarbeitet

DTM 2010

— 02.06.2010

Audi: Ab sofort keine Geschenke mehr

Audi hat in Valencia eine gute Basisabstimmung gefunden, die auch in der Lausitz funktionieren könnte - Künftig soll es viele Punkte statt Fehler geben

Rein von der Statistik her gesehen ist der EuroSpeedway Lausitz eine Strecke, die man gemeinhin als "Mercedes-Strecke" bezeichnet - auch wenn das Feld in der DTM so eng beieinander liegt, dass man nicht im eigentlichen Sinn von "Herstellerstrecken" sprechen kann. Auf alle Fälle ist die DTM bisher zehnmal in der Lausitz gefahren, achtmal ging der Sieg nach Stuttgart. Das will Audi in diesem Jahr ändern.

Audi-Werksfahrer Martin Tomczyk räumt ein, dass Mercedes am Lausitzring in den vergangenen Jahren "nicht unbedingt die Oberhand, aber doch einen leichten Vorteil hatte". Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten von Audi und Mercedes. Audi hat sich beim Design des aktuellen A4 mehr auf die schnelleren Rennstrecken konzentriert, Mercedes dagegen seine Autos mehr auf Traktion ausgelegt - und damit kommen Kurse wie der Lausitzring oder auch der Norisring der C-Klasse entgegen.

"Wenn ich ein Auto konstruiere beziehungsweise neu aufbaue, dann sehe ich, ob ich mehr den aerodynamischen Bereich ausschöpfen kann oder den mechanischen Bereich", erläutert Tomczyk. Ein Auto, das perfekt alles abdeckt, kann man eigentlich nicht entwerfen. "Sondern man muss sich immer Schwerpunkte setzen. Und Schwerpunkte setzt sich natürlich jeder Hersteller anders", so Tomczyk weiter.

Doch Konzept hin oder her - die Performance aller 18 Autos in der DTM liegt derzeit sehr eng beieinander. Und diesen Umstand will Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich nutzen, "dass wir am Lausitzring jetzt auch einmal ein sehr gutes Audi-Ergebnis nach Hause fahren."

Audi setzt dabei auf die "sehr gute Basisabstimmung", die für die wenig Grip bietende Strecke in Valencia gefunden wurde und die zu einer Performance geführt hat, mit der ein Dreifachsieg drin gewesen wäre. Denn auch der Asphalt des Lausitzrings bietet wenig Grip. "Und das sollte ein bisschen dazu passen. Vielleicht können wir daraus etwas insgesamt Positives ziehen", so Ullrich.

Tomczyk teilt diesen Optimismus: "Wir haben in Valencia und am Lausitzring eine ähnliche Asphaltstruktur. Von daher denken wir schon, nachdem in Valencia der Grundspeed sehr gut war - nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen - dass wir das übernehmen können. Wir hoffen natürlich, dass die Abstimmung, die wir für die Gripverhältnisse in Valencia herausgefunden haben, reproduzierbar ist für den Lausitzring." Die Tatsache, dass Audi auf Strecken mit wenig Grip sehr gut zurechtkommt, gibt Tomczyk die Hoffnung, "dass wir am Lausitzring in diesem Jahr auf alle Fälle konkurrenzfähig sind."

Das Ziel ist eine reiche Punkteausbeute für Audi. "Wir haben einerseits beim ersten Rennen einige Punkte dadurch verloren, dass wir Probleme mit der Reifenhaltbarkeit hatten. Nun waren wir in Valencia von der Performance her sehr stark und hatten Platz eins bis drei zumindest relativ sicher in der Hand. Und wir haben haben dann den zweiten und den dritten Platz - ich will nicht sagen verschenkt - aber sehr billig abgegeben", räumt Sportchef Ullrich ein.

"Und das darf uns natürlich nicht mehr passieren", so Ullrich weiter. "Wir wollen für die Meisterschaft sehr viele Punkte sammeln und das geht am besten, wenn man insgesamt als Team sehr stark ist und sicherstellt, dass keine Fehler mehr passieren."

Fotoquelle: xpb.cc


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