Martin Tomczyk könnte nach zwei Rennen auch Spitzenreiter sein

DTM 2010

— 02.06.2010

Tomczyk: "Hoffentlich nur noch vom Glück verfolgt"

Martin Tomczyk ist der große Pechvogel der Saison: Statt als Spitzenreiter kommt er mit leeren Händen in die Lausitz, doch seine Motivation ist ungebrochen

Eigentlich hätte Martin Tomczyk als Spitzenreiter zum dritten DTM-Rennen der Saison an den EuroSpeeday Lausitz kommen können. Sieg in Hockenheim und Platz zwei in Valencia - damit hätte der Audi-Werkspilot bereits 18 Punkte auf seinem Konto. Zum Vergleich: Der derzeitige Tabellenführer Bruno Spengler (Mercedes) hat 16 Zähler. Und es wären noch weniger, wenn Glückgöttin Fortuna Tomczyk hold gewesen wäre und ihm die Platzierungen, die er in greifbarer Nähe hatte, auch gelassen hätte - denn Spengler profitierte von dessen Pech.

Der Sieg in Hockenheim war dahin, als Tomczyk in Führung liegend der Reifen platzte. In Valencia konnte er als Zweiter zumindest noch auf dem Podium mitfeiern, bevor er nachträglich wegen des Formfehlers bei der Reifenregistrierung aus der Wertung genommen wurde. Es war das zweite Mal im zweiten Rennen, dass Tomczyk unverschuldet mit leeren Händen da stand. Statt als Spitzenreiter kommt er nun mit null Punkten in die Lausitz. Aber die Motivation des Bayern ist ungebrochen.

"So wie Glück dazu gehört, und das gehört nun mal im Motorsport dazu, gehört auch Pech dazu. Manchmal hat der eine mehr Glück und manchmal hat der andere mehr Pech", philosophiert Tomczyk. "Es ist auch normal und ist auch in jeder Sportart so, dass einen das Glück oder das Pech manchmal verfolgt. Und ich hoffe, dass mich jetzt nur noch das Glück verfolgt."

Der Audi-Routinier hakt solche Rückschläge schnell ab: "Für mich heißt es, da nicht extrem lang darüber nachzudenken, sondern einfach wieder auf das nächste Rennen loszugehen und da möglichst wieder zu versuchen, das Beste herauszuholen. Und das werde ich auch jetzt am Lausitzring machen."

Den Umstand, dass er schon seit zehn Jahren in der DTM Erfahrung sammelt, sieht er in seiner Situation als Vorteil, aber auch als Nachteil: "Der Vorteil ist ganz klar, dass man weiß, dass die Saison noch lang ist und dass so etwas in der DTM einfach passieren kann. Und dass man sich deshalb Rennen für Rennen neu motivieren muss. Der Nachteil ist natürlich, dass man auch weiß, wie schwer 18 Punkte im Rest der Saison noch zu verdienen sind."

"Man geht da ein bisschen mit gemischten Gefühlen um, aber dass ich mich motivieren kann, ist kein Problem", betont der Bayer. "Der Nachteil ist eher, dass ich weiß, was mir entgangen ist. Aber ich hoffe, dass ich jetzt am Lausitzring endlich anfangen kann, meine ersten Punkte zu sammeln."

Eines steht fest: Tomczyks Speed passt - nur das Glück fehlte eben bisher noch. "Ich war letztes Jahr auch schon schnell, ich habe in der zweiten Saisonhälfte so viele Punkte wie kein anderer geholt. Ich gehe schon davon aus, dass ich da vorne hingehöre", betont Tomczyk. Und dieses Jahr hätte auch schon gut angefangen, "aber hätte, wäre gibt es eben nicht. Von daher kämpfe ich weiter und verfolge mein Ziel."

Fotoquelle: xpb.cc


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