Zum ersten Mal seit drei Jahren durfte Bruno Spengler sein Auto knutschen

DTM 2010

— 06.06.2010

Spengler: Mit Extra-Kick dem Ziel entgegen

Bruno Spengler durfte in der Lausitz zum ersten Mal seit drei Jahren wieder einen Sieg feiern - Nach Jahren mit viel Pech hatte er endlich die nötige Portion Glück

Endlich durfte Bruno Spengler wieder auf die Kühlerhaube seiner C-Klasse springen und seinem Auto "einen Knutsch" geben. Drei Jahre lang musste der Kanadier warten, nun durfte er auf dem EuroSpeedway Lausitz endlich wieder einen Sieg feiern. Allerdings profitierte er dabei auch vom Pech seines Mercedes-Teamkollegen Paul Di Resta. Der Schotte hatte das Rennen von der Pole-Position komfortabel angeführt, dann aber hakte bei seinem zweiten Stopp ein Schlagschrauber. Spengler profitierte und übernahm die Führung.

"Es ist einfach ein wunderbares Gefühl. Mein letzter Sieg war 2007 am Norisring. Es ist einfach ein großartiger Tag", jubelt Spengler. "Ich bin so glücklich, auch für das Team, das immer so hart arbeitet. Die Boxenstopps waren heute einfach großartig. Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich fühle, ich bin einfach überglücklich." Der Sieg ist auch das perfekte Geschenk für Freundin Patrizia, die heute Geburtstag hat.

"Nach dem Rennen in Valencia hatte sie gewitzelt, dass ein Sieg in der Lausitz ein tolles Geschenk wäre. Ich sagte damals, dass ich doch noch nicht so weit voraus denke - aber es hat wirklich geklappt", freut sich der Mercedes-Pilot. "Doch auch für das Team ist es ein großartiges Geschenk, dass wir nach dem schweren Wochenende in Valencia einen Dreifachsieg geholt haben. Das ist auch toll für die Motivation der Mechaniker, denn sie arbeiten Tag und Nacht und sie haben das verdient."

Der Kanadier weiß aber auch selbst, dass er ohne die Probleme bei Di Resta wohl nicht gewonnen hätte. "Paul hatte ein bisschen Pech bei seinem Boxenstopp. Aber er war sehr schnell. Doch heute hatte ich einmal ein bisschen mehr Glück. Normalerweise hatte ich in den ersten Rennen immer Pech, aber heute hat mir das Glück ein bisschen geholfen. Es war definitiv ein sehr guter Tag für mich und das Team."

Bereits am Start versuchte Spengler, an Di Resta vorbeizukommen, doch der Schotte konnte sich erfolgreich wehren. Von da an sah es so aus, als würde der Kanadier seinen dritten zweiten Platz in Folge holen - bis zum entscheidenden Boxenstopp Di Restas. "Ich habe im ersten Stint ziemlich gepusht, aber er konnte einen Vorsprung herausfahren. Im zweiten Stint hatten wir dann mehr oder weniger das gleiche Tempo, aber ich konnte nicht wirklich auf ihn aufholen", berichtet Spengler.

"Wir hatten immer den gleichen Abstand und ich habe wirklich gepusht. Er hatte eine gute Pace, aber hatte dann Pech. Der zweite Platz wäre auch gut gewesen, aber ich habe gepusht und gepusht und habe immer daran geglaubt, dass ich das Rennen gewinnen kann, obwohl ich eineinhalb Sekunden oder so hinter ihm war. Und als ich gesehen habe, dass ich vorn bin, hat mir das einen Extra-Kick gegeben und ich habe bis zur karierten Flagge Gas gegeben und habe dann in den Funk geschrien", schildert der Lausitz-Sieger.

Nach der Zieldurchfahrt ließ er denn Emotionen freien Lauf - so erleichtert war er, dass seine sieglose Durststrecke beendet war. "Während der ersten Runde hat immer ein Teil von mir an die karierte Flagge gedacht und der andere Teil ist konzentriert geblieben und hat an nichts anderes gedacht als das Fahren. Ich habe es geschafft, konzentriert zu bleiben. Auf der letzten Gerade habe ich sogar ein bisschen gefroren, obwohl es so heiß im Auto war, es war wirklich ein wunderbares Gefühl. Das hat man ja auch am Boxenfunk gehört. Es ist einfach ein großartiges Gefühl, endlich wieder zu gewinnen", so Spengler.

Auf seinem Gesicht hat sich jetzt erst einmal ein Dauerlächeln breit gemacht - das wird wohl erst morgen wieder verschwinden. Denn dann fängt er an, weiter zu denken. In der Gesamtwertung hat Spengler seinen Vorsprung nun auf neun Punkte ausgebaut, neuer Zweiter ist Di Resta (26 zu 17). "Morgen startet alles wieder neu, dann müssen wir uns auf den Norisring konzentrieren. Das ist eine meiner Lieblingsstrecken. Aber ab morgen werden die Karten neu gemischt."

Vorher steht für Spengler aber noch eine Reise in die Heimat an. Er fliegt diese Woche nach Kanada, wo er beim Montréal-Grand-Prix beim Mercedes-Team zu Gast sein wird.

Fotoquelle: xpb.cc


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