Susie Stoddart hat es geschafft: In der Lausitz holte sie ihre ersten DTM-Punkte

DTM 2010

— 07.06.2010

Stoddart: "Ein super Gefühl"

Susie Stoddart schildert ihren Weg zu ihren ersten DTM-Punkten - Die Freude über das Resultat stand der Mercedes-Pilotin ins Gesicht geschrieben

44 Rennen hat Susie Stoddart gebraucht, bis sie zum ersten Mal die DTM-Punkteränge erreicht hat. Auf dem Eurospeedway war es dann endlich soweit. Mit Platz sieben feierte die 27-Jährige die zwei Zähler wie einen Sieg. Jeder im Fahrerlager freute sich für die sympathische Schottin, der man deutlich anmerkte, dass ihr ein Stein vom Herzen gefallen war.

"Es ist wirklich ein tolles Resultat für mich und es hat lange auf sich warten lassen", sagt Stoddart über ihren siebten Rang im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Die komplette Mercedes-Manschaft hat immer an mich geglaubt und mich überall unterstützt. Nie hat jemand gesagt: 'Es ist vorbei, du bist nicht gut genug'. Mir wurde immer Mut gemacht. Das Ergebnis ist ein super Gefühl."

"Das Auto war sehr, sehr gut. In der ersten Runde konnte ich mich aus allen Kollisionen heraushalten und kam unbeschädigt durch", beschreibt Stoddart die Anfangsphase, die den Grundstein für das Ergebnis gelegt hat. "Dann war ich schnell unterwegs und habe versucht, mit der Gruppe um Martin Tomczyk mitzuhalten. Ich hatte keinen Druck von hinten, was auch ein Vorteil für mich war."

Den ersten Boxenstopp zögerte ihr Renningenieur lange hinaus, sodass der pinkfarbene Mercedes plötzlich auf Rang eins auftauchte. Beide Reifenwechsel funktionierten, wie auch der Rest des Rennens, problemlos. "Nur in den letzten Runden hat mich mein Renningenieur angewiesen, die Reifen etwas zu schonen", berichtet sie.

Die letzten Umläufe vor einem großen Resultat sind oft die schwierigsten eines Rennwochenendes. Fahrer haben schon oft berichtet, dass sie merkwürdige Geräusche wahrgenommen haben, die eigentlich gar nicht existieren. "Ich habe nicht an meine Platzierung gedacht, denn in der DTM kann bekanntlich alles passieren", so Stoddart über die letzten Umläufe. "Zu Rennmitte hat mir mein Ingenieur gesagt, dass die Chance auf Punkte vorhanden ist. Ich habe mein Tempo gehalten und versucht keine Fehler zu machen."

Die Jahreswagen, die eigentlich aus der Saison 2008 stammen, sorgten in den bisherigen drei Rennen für Furore. Auch Stoddart profitiert von dem ausgeglichenen Feld. "Jamie Green macht einen guten Job", lobt sie ihren Teamkollegen. "Wir haben wirklich eine gute Chance, aber es werden Strecken kommen, die den Jahreswagen besser aber auch schlechter liegen. Wir müssen die Möglichkeiten, die sich bieten, nützen."

Trotz des ersten DTM-Erfolges bleibt die 27-Jährige auf dem Boden. "Ich bin mit einem ganz anderen Gedanken in dieses Jahr gestartet. Ich habe nicht mehr von Punkten geredet und mir selbst keinen Druck auferlegt", erklärt sie. "Ich bin mit der Einstellung in die Saison gegangen, dass ich einfach nur mein Bestes gebe. Wenn Zähler dabei herauskommen ist es gut. Man kann in der DTM einfach nicht sagen, dass man mit dem alten Auto in jedem Rennen in die Top 8 kommt."

Mit den beiden Punkten liegt Stoddart nun auf Rang zehn in der Gesamtwertung, noch vor einem Ralf Schumacher, der mit einem aktuellen Boliden unterwegs ist.

Fotoquelle: xpb.cc


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