Maro Engel erlebte auch in der Lausitz ein frustrierendes Rennen

DTM 2010

— 08.06.2010

Enttäuschter Engel hadert mit der Rennleitung

Auch in der Lausitz wurde Maro Engel schon am Anfang unverschuldet aller Chancen beraubt - Potenzial für ein gutes Ergebnis wäre vorhanden gewesen

Die Frustration bei Maro Engel steigt allmählich - denn die Saison 2010 verlief für ihn bisher überhaupt nicht nach Plan. In allen drei bisherigen Rennen war der Mercedes-Jahreswagenfahrer vom Pech verfolgt: Alle drei Rennen waren für ihn nach Kollisionen kurz nach dem Start eigentlich schon gelaufen, oft genug auch unverschuldet.

So lief es auch am Wochenende auf dem EuroSpeedway Lausitz. Dabei hatte das Rennen ganz gut angefangen. Engel konnte sich gleich am Start von Platz 14 auf Rang elf verbessern. Es folgte eine Untersuchung der Rennleitung gegen Engel, weil der Verdacht bestand, dass er unter Gelb überholt hatte. Es stellte sich aber heraus, dass dies nicht der Fall war. "In der betreffenden Kurve war lediglich eine Warnlampe zu sehen, die vor einer bald kommenden gelben Flagge warnt. Deswegen mein Manöver ganz regulär", berichtet Engel gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Nach der Safetycarphase konnte Engel Druck auf seinen Markenkollegen Ralf Schumacher ausüben - doch schon bald darauf schlug das Rennpech wieder zu. "In Kurve eins setzte ich mich neben Ralf, doch er hielt auf der Außenseite dagegen. Dabei haben wir uns leicht berührt. Zwei Kurven danach ist mir dann aber Oliver Jarvis geradewegs ins Heck gefahren. Dabei hat sich wohl ein Teil im Radkasten verfangen", schildert der Mücke-Pilot. Schon beim Auftakt in Hockenheim waren er und Jarvis sich ins Gehege gekommen.

Mit qualmendem Auto rollte Engel zurück an die Box: "Alle sind an mir vorbeigefahren, ich musste in die Box und dort einen langen Reparaturstopp einlegen." Danach musste er versuchen, das Feld von hinten aufzurollen. "Ich konnte mit die schnellsten Rundenzeiten fahren. Wir haben gezeigt, was mit dem Auto gegangen wäre", seufzt er.

Irgendwann konnte Engel dann den Anschluss an die Gruppe vor sich wieder herstellen. Aufrund seines Notstopps hatte er aber noch keinen regulären Boxenhalt absolviert. "Das heißt für mich: Ich fahre nicht gegen diese Jungs", weiß Engel. "Ich stand also vor der Wahl: Ich hätte es mit der Brechstange versuchen, das Rennen meiner Vorderleute ruinieren und das Auto noch weiter beschädigen können - oder eben hinterherfahren." Er entschied sich für Letzteres und kam als 15. und Letzter ins Ziel.

Dass er im dritten Rennen nun schon in die dritte Kollision verwickelt wurde, ist für Engel "extrem enttäuschend": "Ich sehe nicht, wo ich etwas hätte besser machen können", hadert er mit dem Schicksal. "In Hockenheim liege ich neben meinem Konkurrenten und er sieht mich einfach nicht. Wir berühren uns auf der Höhe der Vorderachse. In Valencia fährt man (Jamie Green; Anm. d. Red) mir hinten aufs Heck und es gibt keine Bestrafung. Das ist für mich nicht nachvollziehbar."

"Hier am Lausitzring ging es zwar hart zu mit Ralf, aber das lag durchaus im Bereich des Fairen. Dass Jarvis mir ins Heck fährt und dass dafür wieder keine Bestrafung erfolgt, ist lächerlich", ärgert sich Engel. "Ich habe nun zwei Rennen durch die Schuld anderer verloren, doch die werden dafür nicht bestraft. Da fehlt mir das Verständnis." Die Enttäuschung darüber, dass seine Rennen so früh gelaufen waren, sei "natürlich riesig", erklärt er, "viel enttäuschender ist aber, dass die Rennleitung nicht reagiert. Es kann einfach nicht sein, dass da nichts passiert."

Vielleicht ist ihm das Rennglück nun beim nächsten Rennen Anfang Juli auf dem Norisring mehr hold. Chancen auf ein Toppergebnis bestehen in Nürnberg allemal. Denn der Stadtkurs kam den 2008er-Mercedes schon immer entgegen. In der vergangenen Saison holte Jamie Green dort im Jahreswagen sogar den Sieg. Und in diesem Jahr ist der Gewichtsunterschied zu den Neuwagen sogar noch um fünf Kilogramm größer als 2009 am Norisring.

Fotoquelle: xpb.cc


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