Ein Green mag das Green: Der Mercedes-Pilot spielt sehr gerne Golf

DTM 2010

— 16.06.2010

Der Mensch in der Maschine: Jamie Green

In einer neuen Interviewreihe bei 'Motorsport-Total.com' stellen sich DTM-Piloten privaten Fragen - Im ersten Teil: Mercedes-Fahrer Jamie Green

Die DTM-Piloten sind in allen Facetten ihres Berufslebens bestens bekannt: Man wei, wie erfolgreich sie sind, kennt ihren Karriereweg und ihre Ziele, kann ihre Strken und Schwchen einschtzen und wei, wann sie mit ihren Leistungen zufrieden oder unzufrieden sind. Doch wer ist der "Mensch in der Maschine"? Dieser Frage will 'Motorsport-Total.com' in einer neuen Interviewreihe nachgehen. Hier zeigen sich die Piloten zu vllig motorsportfremden Themen von ihrer privaten Seite - und verraten auch manche Ticks und Marotten. Zum Auftakt stellte sich Mercedes-Pilot Jamie Green unseren Fragen.

Frage: "Jamie, wie sieht fr dich der perfekte arbeitsfreie Sonntag aus?"
Green: "Das ist eine gute Frage! Wenn ich zu Hause bin, dann wrde eine Runde Golf am Morgen dazugehren. Und am Nachmittag dann zu Hause relaxen und im Fernsehen Formel 1 anschauen. Zum Beispiel so wie beim Monaco-Grand-Prix. Mein Sohn und ich sind danach zusammen auf der Couch eingeschlafen - das war ein schner, entspannter Sonntag."

Frage: "Wie wrde dein Traumurlaub aussehen?"
Green: "Ich war vor zwei oder drei Jahren mit meiner Verlobten Ginny auf den Malediven. Das war sehr schn, sehr entspannt und angenehm warm. Das war perfekt, um nach dem Saisonende auszuspannen und die Batterien fr das Wintertraining und die nchste Saison wieder aufzuladen. Ich wrde aber auch gern mal in die USA reisen und ein NASCAR-Rennen anschauen. Das Daytona 500 wrde mich am meisten reizen. Das habe ich noch nie getan, von daher wre das auch ein toller Urlaub."

Baby ermglicht neue Kochknste

Frage: "Kannst du kochen?"
Green: "Ich werde besser! Was kann ich kochen, das gut klingt? (denkt nach; Anm. d. Red.) Krzlich habe ich zu Hause Lachsfilet mit Gemse und Skartoffeln gekocht. Das ist gesund und dauert nicht zu lange. So etwas in der Art koche ich ganz gern. Pasta ist langweilig, ich esse ja schon an den Rennwochenenden dauernd Pasta. Ich mag Fisch und Gemse."

Frage: "Du bst also noch in der Kche?"
Green: "Ja. Seit das Baby da ist, koche ich mehr. Denn Ginny ist genug damit beschftigt, sich um das Kind zu kmmern. Und sie hat oft nicht genug gegessen, weil sie dauernd das Baby fttert und solche Dinge macht. Von daher bin ich jetzt eher derjenige, der fr das Kochen verantwortlich ist. Es macht mir aber ziemlichen Spa."

Frage: "Wer hat bei euch in der Familie die Hosen an?"
Green: "Das ist eine gute Frage! Um ehrlich zu sein: Ich glaube Ginny. Ich versuche sie immer dazu zu berreden, die Kart-Rennen von meinem Bruder zu besuchen. Denn normalerweise fhrt mein Bruder an den Wochenenden, an denen ich keine Rennen habe. Aber sie will das normalerweise nicht. Manchmal gewinne ich, manchmal gewinnt sie. Alles in allem wrde ich aber sagen, dass sie der Boss ist."

Frage: "Wie schnell absolvierst du inzwischen die 'Baby-Boxenstopps' zu Hause?"
Green: "Ich bin gut! Manchmal weint das Baby frh morgens. Und nachdem Ginny die Nchte damit verbringt, es zu fttern, ist es mein Job, den ersten Windelwechsel am Morgen zu machen, so gegen sechs oder sieben Uhr. Inzwischen bin ich da richtig schnell. Ich stehe auf, bringe ihn in sein Zimmer, wechsle die Windel und liege nach etwa drei Minuten wieder im Bett - und versuche, noch ein bisschen Schlaf zu bekommen. Ja, ich werde jeden Tag schneller."

Lieber Pilot statt Passagier

Frage: "Bist du ein guter Beifahrer?"
Green: "Nein, ein schrecklicher. Ich hasse es, der Passagier zu sein. Ich wei nicht, ob es daran liegt, dass ich jetzt lter werde. Ginny fhrt recht schnell, aber ihr ist gar nicht bewusst, wie schnell sie eigentlich fhrt. Und manchmal denke ich: 'Fahr langsamer!' Auerdem bremst sie immer so spt und schaut auf der Strae auch nicht nach vorn. Wenn wir auf der Autobahn sind und das Auto vor uns bremst, dann reagiert sie darauf aus meiner Sicht recht langsam. Ich will dann auf der Beifahrerseite immer auf das Bremspedal treten, aber da ist ja keins. Ich mache es aber trotzdem als Reflex."

"Aber es ist nicht anders, wenn ich fahre. Ich konzentriere mich manchmal gar nicht auf das Fahren, sondern denke an etwas ganz anderes. Ginny schreit mich dann immer an: 'Warum fhrst du so langsam?' oder 'warum fhrst du so schnell?'. Manchmal verfahre ich mich auch, einfach weil ich gerade an etwas vllig anderes denke. Ich denke, wir beschweren uns gegenseitig ber uns. Wir denken beide, dass wir die besseren Fahrer sind.(lacht)"

Frage: "Kannst du gut rckwrts einparken?"
Green: "Ja, darin bin ich tatschlich recht gut. Mein Vater ist frher LKW gefahren und ich war als Kind manchmal dabei. Und dann lie er mich den LKW parken, als ich so acht oder neun Jahre alt war. Ich hatte also ein bisschen bung. Ich kann das recht gut - Ginny kann das nicht so gut."

Frage: "Welches Serienauto wrdest du gern fahren?"
Green: "Vielleicht eine groe S-Klasse oder so etwas. So ein Auto, mit dem man schn 'cruisen' kann und das viel Platz fr die Kindersachen hat."

Green: Reifen schonen und Tiere lieben

Frage: "Und welchen Rennwagen wrdest du gern mal fahren?"
Green: "Das ist schwer zu sagen. Die DTM-Autos sind wirklich toll, aber Formel-1-Autos sind natrlich die schnellsten Rennwagen. Also vielleicht ein Mercedes-Formel-1-Auto."

Frage: "Was ist dein Lieblingswitz?"
Green: "In diesem Bereich bin ich ziemlich schlecht. Ich kann mich nie an Witze erinnern. Man erzhlt mir einen Witz und ich vergesse ihn gleich wieder. Ich wei es nicht, ich habe keinen - sorry."

Frage: "Welche Sportart wrdest du nie betreiben?"
Green: "Skifahren. Da bin ich wirklich sehr schlecht drin. Ich hatte das nie ausprobiert, bis wir das mit Mercedes in den Fitnesswochen gemacht haben. Dazu fehlt mir einfach das Naturtalent. Alpinskifahren oder Skispringen - alles, was mit Skiern zu tun hat, ist nichts fr mich."

Frage: "Knnte ich nach dir rufen, wenn ich eine Spinne in der Wohnung habe? Wrdest du sie fr mich tten?"
Green: "Ich wrde sie einfangen und nach drauen bringen, aber ich wrde sie nicht tten. Ich wrde sie mit einem Glas und einen Stck Papier einfangen und in den Garten bringen. Ginny hat Angst vor Spinnen, also muss ich mich darum immer kmmern."

Fotoquelle: xpb.cc


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