Gary Paffett

DTM 2010

— 22.06.2010

Der Mensch in der Maschine: Gary Paffett

In dieser Interviewreihe bei 'Motorsport-Total.com' stellen sich DTM-Piloten privaten Fragen abseits von Rennstrecke und Fahrerlager - Diesmal: Gary Paffett

Die DTM-Piloten sind in allen Facetten ihres Berufslebens bestens bekannt: Man weiß, wie erfolgreich sie sind, kennt ihren Karriereweg und ihre Ziele, kann ihre Stärken und Schwächen einschätzen und weiß, wann sie mit ihren Leistungen zufrieden oder unzufrieden sind. Doch wer ist der "Mensch in der Maschine"? Dieser Frage will 'Motorsport-Total.com' in einer Interviewreihe nachgehen. Hier zeigen sich die Piloten zu völlig motorsportfremden Themen von ihrer privaten Seite - und verraten auch manche Ticks und Marotten. Diesmal stellt sich Mercedes-Pilot Gary Paffett unseren Fragen.

Frage: "Gary, wie sieht für dich der perfekte arbeitsfreie Sonntag aus?"
Paffett: "Wenn ich in diesem Jahr meinen ersten hatte, kann ich dir das sagen (schmunzelt; Anm. d. Red.). Ein perfekter freier Sonntag? Ich würde an so einem perfekten Sonntag Zeit mit der Familie verbringen und Dinge tun, zu denen ich sonst nicht komme, weil ich so viel unterwegs bin. Zum Beispiel mit meinen drei Jungs und meiner Frau im Garten Fußball zu spielen - irgendwie so etwas. Und etwas egoistischer würde ich dann am Nachmittag mit Freunden zum Golfen gehen. Ich spiele gern Golf und hatte in diesem Jahr noch nicht einmal die Gelegenheit dazu."

Frage: "Wie würde dein Traumurlaub aussehen?"
Paffett: "Irgendwo ganz weit weg von einer Rennstrecke und von Flughäfen. Ich bin sehr viel unterwegs, also würde ich überall da Urlaub machen, wo ich Zeit mit den Kindern und mit Lisa verbringen kann, wo man ein schönes Abendessen in einem guten Restaurant bekommt - wo ich einfach relaxen und Spaß haben könnte. Ein Ort wäre gut, wo man Familienurlaub machen kann, Zeit am Strand verbringt und ein schönes Hotel hat. Die Kids lieben den Strand und das Wasser. Und wenn ich dann da noch zum Golfspielen gehen könnte (lacht; Anm. d. Red.). Perfekt wäre, wo ich alles unter einen Hut bringen würde."

Lieber Fisch als Fleisch

Frage: "Kannst du kochen?"
Paffett: "Ich kann schon kochen - das, was ich selbst gern esse. Ich bin mir aber manchmal nicht sicher, ob es den anderen auch schmeckt. Ich esse gern Fisch, zum Beispiel Lachs oder Thunfisch, auch Hühnchen. Normalerweise mache ich dazu nur einen gemischten Salat, Pasta oder Reis - einfache Küche eben. Ich muss da kein großes Aufhebens machen, solange es mir Energie und Vitamine gibt."

Frage: "Kannst du gut rückwärts einparken?"
Paffett: "Ja, das kann ich sehr gut. Und sogar noch besser, wenn das Auto Parktronic hat (lacht; Anm. d. Red.). Nein, so am Straßenrand rückwärts einparken, das kann ich ziemlich gut."

Frage: "Bist du ein guter Beifahrer?"
Paffett: "Nein, ich bin ein schrecklicher Beifahrer. Ich hasse es, wenn ich von jemandem gefahren werde - zumindest, wenn ich selbst mit auf den Verkehr achte. Wenn ich hinten im Auto schlafe, ist das kein Problem, dann können sie fahren, wie sie wollen. Aber vor allem wenn jemand recht schnell fährt, ist es furchtbar - dann bekomme ich manchmal ziemliche Angst."

Frage: "Das scheint bei Rennfahrern grundsätzlich ein Problem zu sein..."
Paffett: "Ja, das liegt wahrscheinlich daran, dass man nicht selbst die Kontrolle hat."

Frage: "Welchen Rennwagen würdest du gern mal fahren?"
Paffett: "Das ist eine gute Frage. Das beste Auto, das man fahren kann, ist ein Formel-1-Auto. Es ist zwar nicht einfach zu fahren, aber die Power und der Grip sind unglaublich. Auch die AMG Mercedes C-Klasse in der DTM ist fantastisch zu fahren. Ein Auto, das ich noch nicht gefahren bin, das ich aber gern mal ausprobieren würde, ist ein Le-Mans-Prototyp. Ich habe gehört, dass sie auch viel Power und Grip bieten. Das scheint auch ziemlich Spaß zu machen."

Das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde?

Frage: "Wer hat bei euch zu Hause die Hosen an?"
Paffett: "Lisa - ganz sicher. Ich bin nicht oft genug zu Hause, um der Boss sein zu können. Ich komme nach Hause, mache, was man mir sagt, packe meine Tasche und fahre zum nächsten Rennen. Ich bin ganz sicher nicht der Boss."

Frage: "Was ist dein Lieblingswitz?"
Paffett: "Die meisten meiner Lieblingswitze sind nicht wirklich jugendfrei. Es wäre also wohl besser, wenn ich keinen davon erzähle."

Frage: "Welche Sportart würdest du nie betreiben?"
Paffett: "Es gibt viele Sportarten, gefährliche Sportarten, die ich nicht gern machen würde. Ich würde ungern eine Sportart betreiben, die irgendetwas mit Pferden zu tun hat, auch wenn meiner Frau das viel Spaß macht. Denn auch da hätte ich den totalen Verlust der Kontrolle, wenn jemand anderes die Arbeit macht. So etwas mag ich überhaupt nicht. Es gibt auch Motorsportarten, die ziemlich beängstigend sind. Ich bin nicht heiß darauf, Motorrad zu fahren. Ich habe einen Heidenrespekt vor all den MotoGP-Jungs und ich finde die Rennen fantastisch. Aber man würde mich nie auf eine ihrer Maschinen bekommen, denn ich denke, dass sie so gefährlich sind. Dem würde ich mich nie aussetzen wollen."

Frage: "Man hat ja an aktuell an Valentino Rossi gesehen, was passieren kann..."
Paffett: "Genau. Das würde ich nie machen, da habe ich überhaupt kein Interesse daran. Natürlich betreiben auch wir einen ziemlich riskanten Job. Aber bei allem, was noch riskanter ist, bin ich dann schon etwas vorsichtig."

Von Spinnen und 3D-Geschichten

Frage: "Könnte ich nach dir rufen, wenn ich eine Spinne im Bad hätte?"
Paffett: "Ja, kein Problem."

Frage: "Mit welcher Persönlichkeit würdest du gern einmal essen gehen?"
Paffett: "Männlich oder weiblich? (lacht; Anm. d. Red.) Ich weiß es nicht, da kämen viele in Frage. Das hängt davon ab, ob wir hier von einem Sportler sprechen, einen Filmstar oder etwas anderem. Die Liste wäre sehr lang. Ich glaube aber nicht, dass da irgendein Rennfahrer draufstehen würde, den ich noch nicht kenne. In der Formel 1 war ich schon mit allen beim Abendessen, mit denen ich das wollte. Also sollten wir die Motorsportler ausklammern - mit welchem Filmstar würde ich gern mal ausgehen? Ich weiß es wirklich nicht. Das sind so viele - vielleicht sollten wir eine Party machen? Dann könnte ich nicht nur eine Persönlichkeit treffen, sondern gleich mehrere."

Frage: "Welche Art Filme würdest du dir im Kino anschauen?"
Paffett: "Die unterschiedlichsten Filme, persönlich mag ich zum Beispiel Filme mit Action. Mir gefallen die James-Bond-Filme, ich mag auch die Bourne-Trilogie, weil die sehr clever gemacht und ein bisschen futuristisch sind. Eine Mischung aus Science-Fiction und Action - so was gefällt mir. Wenn ich mit meinem ältesten Sohn Harvey ins Kino gehe, dann schauen wir uns gern Trickfilme in 3D und so etwas an. Die machen mir aber auch selbst Spaß. Diese animierten Trickfilme sind witzig und toll für die Kinder."

Fotoquelle: xpb.cc


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