Out of control: Ekström wurde im Sprint-Cup Opfer eines unfairen Manövers

DTM 2010

— 25.06.2010

DTM-Star Ekström: Was in der NASCAR anders ist

Mattias Ekströms NASCAR-Debüt war gespickt mit Höhen und Tiefen: Was der DTM fehlt, warum ihn die NASCAR zur Weißglut brachte und ob er wechseln will

Was für ein Kulturschock: DTM-Ass Mattias Ekström lernte bei seinem NASCAR-Debüt den "American Way of Racing" so richtig kennen. Mit allen Höhen und Tiefen. Zunächst musste sich der Schwede an die ruppige Gangart gewöhnen. Nicht, dass in der DTM nicht geschubst wird, auch Zweikämpfe Tür an Tür stehen für den DTM-Vierten regelmäßig an der Tagesordnung. Der Umgang mit harten Manövern ist allerdings in der NASCAR-Serie ein anderer.

Das musste Ekström leidvoll miterleben - und zwar 18 Runden vor Schluss. Der Debütant war beim Sprint-Cup-Rennen in Sears Point nach Startplatz 38 sensationell auf Kurs zu einem Top-Fünf-Resultat, als ihn ein Manöver von Brad Keselowski aus der Bahn warf. Der Audi-Werksfahrer tobte, doch sein Red-Bull-Team versuchte, ihn zu beruhigen. Gegenüber 'Speedweek' schildert Ekström: "Die hatten mir gesagt: 'Das ist hier halt so. Wenn du hier als Rookie herkommst, musst du froh sein, wenn es überhaupt vorwärts geht.'"

Und so fasste Keselowski nicht einmal eine Strafe aus. In der NASCAR-Serie setzt man auf die Selbstkontrolle der Piloten, was freilich auch der Action auf der Rennstrecke zuträglich ist. Inzwischen weiß Ekström, wie der Sprint-Cup funktioniert: "Es gibt keine Schwarze Flagge, es gibt keine Verwarnung, es gibt keine Drive Through. Deswegen kommen solche Dinge vor. Bestraft wird nicht, die Fahrer regeln das untereinander."

Demnach wäre es ein hartes Stück Arbeit, sich in der NASCAR-Serie als Newcomer einen Namen zu machen - selbst für einen renommierten Racer wie Mattias Ekström. Doch will er sich das antun? Der Schwede winkt ab: "Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne was ausprobiere. Aber es muss klar sein, dass ein Rundstreckenprofi nach einem Rennen auf einem Straßenkurs noch kein NASCAR-Pilot ist."

Trotz des bitteren Endes seines NASCAR-Abenteuers kann Ekström der populärsten US-Rennserie auch viel Positives abgewinnen. Und auch diese positiven Aspekte durfte er am eigenen Leib erfahren. Das Training lief durchwachsen, Startplatz 38 war das bittere Resultat. Ein vergleichbares Qualifying-Ergebnis in der DTM hätte seine Rennchancen gegen Null gehen lassen - nicht so im Sprint-Cup, wie er begeistert erzählt: "Ich habe am Sonntag 40, 50 mal überholt. Das geht in der DTM nicht. Wenn du in der DTM hinten stehst, weißt du, es ist gelaufen. Das Rennen ist zu kurz und Überholen zu schwer."

Fotoquelle: RedBull


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