Martin Tomczyk wurde als Vierter bester Audi-Pilot in der Qualifikation

DTM 2010

— 03.07.2010

Die Audi-Stimmen zur Qualifikation

Martin Tomczyk startet am Norisring als bester Audi-Pilot von Startplatz vier gefolgt von Mattias Ekström und Oliver Jarvis - Nach Trainings mehr erwartet

Audi geht am Sonntag in der Rolle des Jägers in das DTM-Rennen auf dem Norisring. Am bisher heißesten Tag des Jahres holten Martin Tomczyk, Mattias Ekström und Oliver Jarvis die Startplätze vier, fünf und sechs für Audi. Mattias Ekström kam in Q3 im Glauben an die Box, keine schnellere Zeit mehr fahren zu können und den Einzug in Q4 geschafft zu haben. Doch der Schwede wurde noch auf Platz fünf zurückgereicht und verpasste Q4 um 40 Tausendstelsekunden.

Martin Tomczyk schaffte als einziger Audi-Pilot den Sprung unter die besten vier, touchierte nach einem starken ersten Sektor jedoch die Mauer am Ausgang der S-Kurve. Titelverteidiger Timo Scheider steht auf Startplatz zehn, Alexandre Prémat und Markus Winkelhock sind mit den Plätzen elf und zwölf beste Jahreswagenfahrer der Ingolstädter. Katherine Legge verpasste Q2 um ganze 16 Tausendstelsekunden und wurde 15., Le-Mans-Sieger Mike Rockenfeller und DTM-Neuling Miguel Molina mussten sich mit den Startplätzen 16 und 18 begnügen.

Stimmen zur Qualifikation:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Es ist uns leider nicht gelungen, eine bessere Ausgangsposition für das Rennen zu erarbeiten. Man kann auch aus der zweiten und dritten Reihe gewinnen, aber einfach ist das gerade hier auf dem Norisring nicht. Wir waren in beiden freien Trainingssitzungen gut aufgestellt und hatten uns für das Qualifying mehr ausgerechnet. Aber es muss hier angesichts der extrem knappen Zeitabstände und bei den sich permanent ändernden Bedingungen auf der Strecke einfach alles perfekt passen. Das war heute bei uns nicht der Fall. Wir werden versuchen, morgen das Beste aus der Situation zu machen."

Martin Tomczyk: "Natürlich ist es für mich ein schönes Gefühl, am Norisring so weit vorn zu stehen. Aber wenn man es einmal in den letzten Qualifying-Abschnitt geschafft hat, dann möchte man natürlich am liebsten die Pole-Position holen. Das war heute nicht drin, denn ich hatte Schwierigkeiten bei der Suche nach Grip - was man ja auch bei meinem Ausrutscher inklusive Mauerkontakt ziemlich gut sehen konnte. Heute hat Mercedes die Nase vorn gehabt. Morgen werden wir alles dafür tun, um das zu ändern."

Mattias Ekström: "Ich hatte mir im Qualifying mehr erhofft als nur den fünften Platz. Das war etwas enttäuschend. Das Rennen am Sonntag ist lang. Aber aus Reihe drei wird es schwieriger als aus Reihe eins."

Oliver Jarvis: "Ich bin sehr glücklich mit Platz sechs, denn der Freitag war zum Vergessen. Wir haben sehr gekämpft und mussten über Nacht vieles tauschen. Nach diesem Freitag und nach dem EuroSpeedway Lausitz ist es schön, wieder unter den ersten acht zu sein. Von Platz sechs ist im Rennen alles möglich. Man kann hier definitiv überholen. Aber es wird ein heißes, hartes Rennen. Wir werden viele verschiedene Strategien sehen, da die Reifenabnutzung hier nicht so groß sein wird."

Timo Scheider: "Wir waren am Freitag und am Samstag in den Trainings gut aussortiert. Aber bei heißerem Wetter haben wir uns etwas schwer getan. Wir haben etwas an der Balance geändert und zum ersten Mal an diesem Wochenende ein Problem mit der Hinterachse bekommen. Ich bin enttäuscht, weil ich mir einen Platz unter den ersten fünf ausgerechnet hatte. Aber wenn in Nürnberg auch nur ein Detail nicht stimmt, ist die Auswirkung gleich sehr groß. Platz zehn ist nicht prickelnd, aber Gott sei Dank kann man hier überholen."

Alexandre Prémat: "Das erste Qualifying war mit Platz vier wirklich gut. Im zweiten Qualifying haben wir uns für nur einen neuen Reifensatz entschieden. Das war keine gute Lösung. Ich bin der Meinung, wir hätten einen zweiten benutzen sollen. Jetzt sind wir leider Elfte. Seit Beginn der Veranstaltung haben wir starke Leistungen gezeigt. Eigentlich hätten wir bis ins dritte Qualifying kommen müssen."

Markus Winkelhock: "Das Qualifying war okay. Ich bin im freien Training nicht so viel gefahren und wir haben keinen neuen Reifensatz verwendet. Im Qualifying fuhr ich zum ersten Mal neue Reifen. Ich bin ganz zufrieden, zweitbester Fahrer eines 2008er-Audi zu sein. Platz zwölf ist zwar keine Super-Ausgangsposition fürs Rennen. Aber hier kann immer viel passieren. Vielleicht sind sogar Punkte möglich."

Katherine Legge: "Wirklich sehr schade! Uns haben zwei Zehntel gefehlt, um ins zweite Qualifying zu kommen. Im mittleren Streckensektor haben wir Zeit verloren. Davon abgesehen haben wir ein gutes Auto."

Mike Rockenfeller: "Ich bin sehr enttäuscht. Aber schon nach den freien Trainings war mir klar, dass es sehr schwer wird. Wir hatten Probleme mit unserem Auto. Ich habe Schwierigkeiten, das Auto perfekt abzubremsen. Das haben wir auch fürs Qualifying nicht in den Griff bekommen. Jetzt müssen wir sehen, woran es liegt, und uns für den Sonntag verbessern. Und vielleicht spielt ja auch das Wetter verrückt oder es passiert im Rennen etwas Ungewöhnliches."

Miguel Molina: "Am gesamten Wochenende waren wir einfach nicht konkurrenzfähig. Es war ein schwieriges Zeittraining für mich als Norisring-Neuling. Am Sonntag versuche ich, unsere Serie von Zielankünften fortzusetzen. Mal sehen, was passiert."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Für Martin (Tomczyk) freut es mich wahnsinnig. Im Vergleich zu seinen früheren Resultaten in Nürnberg kann er sehr zufrieden sein. Aber mit dem gesamten Teamauftritt sind wir nicht ganz zufrieden. Wir hätten uns schon die erste Startreihe gewünscht. Im vergangenen Jahr sind wir von der Pole losgefahren und haben nicht gewonnen. Vielleicht geht es andersherum besser ..."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Das ist unser schlechtestes Qualifying-Ergebnis des ganzen Jahres. Dabei hatten wir sehr viele Erwartungen in diesen Qualifying gesetzt. Wir waren und sind grundsätzlich noch immer der Meinung, dass man mit den älteren Autos vorn mitfahren kann. 'Rocky' kam das ganze Wochenende noch nicht auf gute Zeiten. Alex (Prémat) war immer vorn dabei. Nur im zweiten Qualifying haben wir es nicht hinbekommen, was wir analysieren müssen. Mit einer guten Strategie und einer standfesten Bremse ist im Rennen trotzdem noch einiges möglich."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Katherine (Legge) erreichte im ersten Qualifying Platz 15. Dabei ist ihr noch ein Fehler unterlaufen. Es wäre noch mehr möglich gewesen. Also bin ich einerseits ganz zufrieden, andererseits gab es noch Potenzial. Mit Platz zwölf von Markus (Winkelhock) bin ich sehr zufrieden, zumal er nicht so viele Trainingsrunden hatte. Ich bin optimistisch fürs Rennen. Ein Platz unter den ersten zehn könnte möglich sein."

Fotoquelle: xpb.cc


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