Jamie Greens Mercedes ist ein Fall für das Museum, aber erst Ende 2011

DTM 2010

— 04.07.2010

Green: Historischer Triumph für das Museum

Jamie Green und Mercedes-Sportchef Norbert Haug analysieren den historischen dritten Sieg desselben Autos auf dem Norisring

Jamie Green sicherte sich heute auf dem Norisring seinen dritten Sieg hintereinander. Das Besondere daran: Der Brite war mit dem gleichen Mercedes unterwegs wie schon 2008 und 2009. "Norbert hat mich daran erinnert, dass dieser Hattrick möglich wäre", lächelt Green. "Das ist ein toller Erfolg für mich und Mercedes-Benz."

Mercedes-Sportchef Haug findet es bemerkenswert, "dass man dreimal mit ein und demselben Auto gewinnen kann. Das ist bedeutsam für uns und darüber freuen wir uns. Dass wir mit Jamie die besten Boxenstopps gemacht haben, ist ein schöner Lohn für die Jungs, die so hart arbeiten." Es sei eine "perfekte" Teamleistung gewesen - und das Auto angesichts des historischen Triumphs nun ein Fall für das Mercedes-Museum.

Aber: "Ich bin sicher, Jamie gibt es nicht mehr her. Er hat mich im Parc Fermé schon gefragt, ob es nun ins Museum kommt. Ganz sicherlich kommt es ins Museum - aber natürlich erst, wenn es ausgedient hat. Die Schwaben machen das schon so, dass bis zum Schluss gespart wird, also hängen wir noch ein Jahr dran", grinst Haug.

Laut Green war der Schlüssel zum Erfolg, dass "keine Fehler" gemacht wurden, "vor allem auf einer Strecke wie dieser. Besonders als ich Mattias in den letzten zwei Runden im Rückspiegel hatte, war es schwierig, aber ich habe dem Druck standgehalten. Mattias ist ein DTM-Champion, ein großartiger Fahrer. Er ist der Letzte, den man in den letzten zehn Runden eines 82-Runden-Rennens hinter sich haben will. Auf dem Norisring zu führen und hinter sich jemanden zu haben, der aufholt, ist eine der schwierigsten Situationen, die man sich vorstellen kann."

"Ich erlaubte mir nicht, an den Sieg zu denken, aber du fragst dich bei 82 Runden natürlich schon: Scheiße, wann hört das Rennen endlich auf? Aber wir haben keine Fehler gemacht und verdienen den Sieg daher", findet er. Auch Haug ist mit der Mercedes-Performance zufrieden: "Wir hatten in der Box bei Bruno ein Problem, sonst wäre es vielleicht ein Doppelsieg geworden."

Gleichzeitig gesteht er ein: "Die Fahrt von Mattias hätte sicherlich einen Sieg verdient gehabt, ganz klar. Das konnte man sehen. Audi war sicherlich siegfähig." Aber trotz des Frühstarts von Polesetter Ralf Schumacher feierte die Marke mit dem Stern letztendlich einen ungefährdeten Sieg. Ein kritischer Moment war der Start.

"Ich dachte mir gleich, dass es ein Frühstart von Ralf ist", erinnert sich Green. "Wenn das Auto vor dir zu früh wegfährt, passiert einem das ganz schnell auch selbst, aber mir ist es gelungen, das zu vermeiden. Ich hatte einen besseren Start als Bruno und war in der ersten Kurve vor ihm. Ich konnte mich von Bruno absetzen und hatte einmal bis zu fünf Sekunden Vorsprung."

Fotoquelle: xpb.cc


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