Mattias Ekström steckte anfangs hinter Bruno Spengler fest

DTM 2010

— 04.07.2010

Ekström: "Ich bin nicht glücklich"

Nach dem zweiten Platz von Mattias Ekström herrscht im Audi-Lager Zufriedenheit, nur der Fahrer selbst zeigte sich enttäuscht

Als Zweiter auf dem Norisring hat Mattias Ekström in der Gesamtwertung weitere zwei Punkte auf Spitzenreiter Bruno Spengler gutgemacht, doch den Sieg musste er Jamie Green überlassen. "Ich bin nicht glücklich mit Platz zwei, denn das Auto war richtig gut", ärgert sich der Audi-Pilot. "Ich war der schnellste Mann und hätte den ganzen Audi-Leuten und -Fans gerne einen Sieg geschenkt. Da darf doch Enttäuschung da sein."

Die Meisterschaft sei "sicher offen, aber die Rennen, die man gewinnen kann, sollte man halt gewinnen", meint er achselzuckend. "Heute hatte ich das Gefühl, dass ich konkurrenzfähig genug war, um den Sieg zu holen, aber großes Kompliment an Jamie - er war der Mann des Wochenendes, auch schon die Jahre davor. Diese Strecke passt ihm, aber es kommen andere Strecken, auf denen wir zurückschlagen werden."

"Nürburgring, Zandvoort, Brands Hatch", zählt Teamchef Hans-Jürgen Abt auf. "Wir freuen uns schon auf die zweite Hälfte." Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich fügt an: "Es ist wichtig, dass wir wieder da sind. Nach dem Qualifying, das wir gestern hatten, haben wir wirklich das Maximum rausgeholt. Ein zweiter Platz ist gut, denn das sind für 'Eki' zwei Punkte, die er auf Spengler gutgemacht hat."

"Es gibt immer nur einen Sieger. Das ist heute Jamie Green. Ich bin der Meinung, dass er sich das verdient hat", fügt der Österreicher an. "'Eki' musste sich von Platz fünf nach vorne arbeiten und hat dabei eine sehr gute Performance gezeigt. Aber drankommen und jemanden überholen sind hier auf dem Norisring zwei Paar Stiefel. Mattias ist einer, der nicht aufgibt, bis die Zielflagge geschwenkt wird. Damit hat er diesem Rennen seinen Stempel aufgedrückt."

Ekström drehte vor allem im Finish groß auf, war der schnellste Mann im Rennen, als er Spengler einmal durch seinen langen ersten Stint überholt hatte: "Ich hätte noch eine Stunde fahren können. Meine Reifen waren richtig gut und die Abstimmung absolut geil. Der Patzer vom Qualifying war im Rennen genau umgedreht", berichtet er.

"Es war ein enges Rennen, genau wie erwartet, aber ich glaube, ohne Ralfs Frühstart wäre es noch schwieriger gewesen, denn Ralf war sehr schnell. Schade für sie, aber ich hatte auch ein schnelles Auto. Leider steckte ich hinter Bruno fest, sodass sich Jamie absetzen konnte. Jamie war am Anfang sehr stark und hat keine Fehler gemacht", so der Schwede.

"Mir wurde jede Runde der Abstand durchgegeben, als ich zu Jamie aufgeholt habe. Als ich dann aber dran war, verlor ich ein bisschen Bremsleistung und in der Schikane geht im Windschatten auch der Anpressdruck verloren. Ich habe zwar Druck gemacht, aber es hat nichts mehr genützt. Ich hätte ihn jederzeit umdrehen können, aber das wollte ich nicht. Wir hatten unsere guten und wir hatten unsere schlechten Tage, aber für die Fans wäre so etwas nicht in Ordnung", zeigt er sich als fairer Sportsmann.

"Nach diesem Rennen müssen wir uns nicht verstecken", ergänzt Abt. "Es war ein geiles Rennen. Schade, dass es nicht geklappt hat, aber es waren nur 0,5 Sekunden nach 82 Runden. Das ist Racing, das ist Motorsport. Wir gehen glücklich vom Norisring." Ullrich fügt an: "Mercedes verdient den Sieg, aber wenn drei Autos am Ende so knapp beisammen liegen, dann ist das großer Tourenwagensport. Mattias hat Jamie bis zum Schluss gepusht, hatte dabei eine wirklich gute Performance."

Fotoquelle: xpb.cc


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