Martin Tomczyk möchte seine Rivalen 2010 noch mehrmals hinter sich lassen

DTM 2010

— 05.08.2010

Tomczyk: Titeltraum für dieses Jahr ausgeträumt

Martin Tomczyk hat seine Titelhoffnungen begraben und will nun mit Einzelresultaten glänzen - Die kommenden Strecken sollten seinem Audi liegen

Martin Tomczyk war mit dem Ziel in seine zehnte DTM-Saison gestartet, mit um die Meisterschaft zu kämpfen. Doch das Rennschicksal hatte etwas anderes mit ihm vor. Beim Auftakt in Hockenheim lag er souverän auf Siegkurs, bis ihn zwei Reifenschäden ereilten. In Valencia fuhr er mit einer sensationellen Taktik von Rang neun vor bis auf den zweiten Platz, wurde dann aber wegen eines Schreibfehlers in der Reifenliste aus der Wertung genommen.

Am Lausitzring war er gleich am Start unverschuldet in den von Markenkollege Alexandre Prémat ausgelösten Unfall verwickelt, konnte als Sechster aber zumindest drei Punkte einfahren. Am Norising kam er wegen eines technischen Defekts am Start nicht weg und wurde von Platz vier nach hinten durchgereicht. Mehr als Platz acht und damit ein Punkt war für den Bayern beim Heimrennen in Nürnberg nicht drin.

Tomczyk: 2010 ist nichts mehr zu wollen

Zunächst dachte er, er habe schlicht den Motor abgewürgt, doch eine weitergehende Analyse des Teams hat nun ergeben, dass die Technik für den verpatzten Start von Nürnberg verantwortlich war: "Das Startventil hat, nachdem ich den Knopf losgelassen habe, nicht sofort geöffnet und den Bremsdruck zu lang gehalten. Dadurch ist der Motor abgestorben. Diesen Defekt hatte ich schon einmal im vergangenen Jahr im ersten Rennen in Hockenheim, wo ich in der ersten Reihe stehend das Auto abgewürgt habe. Das sind ärgerliche Sachen, aber wir können davon ausgehen, dass so etwas bei Audi nie mehr vorkommen wird."

Vier von elf Saisonrennen sind nun gefahren, Tomczyk hat nach seinem vielen Pech gerade einmal vier Punkte auf seinem Konto. Er weiß: Das Titelrennen ist für ihn gelaufen. "Da bin ich zu sehr Realist. Ich bin mittlerweile im zehnten Jahr in der DTM dabei, ich weiß, wie hart es in der DTM zugeht, dass jeder Punkt zählt. Und ich habe in den ersten Rennen einfach zu viele Punkte liegen lassen. Damit ist die Meisterschaft für mich in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr zu erreichen", räumt er ein.

"Nach den Resultaten der ersten Rennen und dem Pech, das ich bisher hatte, heißt es für mich jetzt, Einzelresultate einzufahren und mit dem Team gut zusammenzuarbeiten, um dort möglichst viele Punkte zu bekommen", so Tomczyk. Und er sieht gute Chancen, dass er dies in den kommenden Rennen auch umsetzen kann, beginnend mit dem Lauf am Wochenende auf dem Nürburgring, den er schon zweimal gewinnen konnte.

Ab sofort zählen nur noch dicke Punkte für Audi

Für sein Audi-Team sei die klare Zielsetzung, am Nürburgring den Sieg einzufahren, betont der Bayer. Er mahnt dazu, sich den bisherigen Saisonverlauf, in dem Rivale Mercedes dreimal triumphieren konnte, im Detail anzuschauen: "In Hockenheim lag Audi in Führung, bis wir ausgeschieden sind. Am Lausitzring ist bekannt, dass Mercedes dort sehr stark ist und das haben sie auch in diesem Jahr wieder bewiesen. Am Norisring hatte ich den Defekt am Start, durch den ich als bestplatzierter Audi schon früh zurückgeworfen wurde. Ich denke also schon, dass das Kräfteverhältnis ist wie im vergangenen Jahr, nur die Umstände waren Anfang des Jahres anders."

"Deshalb gilt für uns nun, aufzuholen - und es kommen Strecken, die uns wirklich liegen: Zandvoort, Brands Hatch, Oschersleben", blickt Tomczyk voraus. "Klar ist das Feld eng zusammengerückt, das hat man auch schon im vergangenen Jahr gesehen. Aber trotzdem sehen wir für uns auf der einen oder anderen Rennstrecke einfach die besseren Chancen. Und die brauchen wir auch - vor allem Mattias Ekström, der bei Audi momentan ganz vorn ist - um möglichst viele Punkte zu holen und die Meisterschaft offen zu halten. Und da ist für uns auch positiv, dass wir mit Adria ein weiteres Rennen bekommen haben."

Tomczyk weiß: Hätte er in den ersten vier Rennen die Ergebnisse holen können, zu denen er von der Performance her in der Lage war, würde er selbst noch mit um die Meisterschaft kämpfen. "Aber so ist es nun einmal in der DTM. Doch da sind mein Team und ich zu abgeklärt, um ewig daran zu nagen und hinterher zu weinen. Wir schauen nach vorn, versuchen das Beste daraus zu machen und für mich ist die Saison noch nicht vorbei. Für mich zählen nun Einzelresultate und die werde ich versuchen, einzufahren."

Fotoquelle: xpb.cc


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