Bruno Spengler würde den anderen morgen gern nur sein Heck zeigen

DTM 2010

— 07.08.2010

Spengler und die Jagd nach der maximalen Punktzahl

Bruno Spengler ist mit seinem zweiten Startplatz auf dem Nürburgring recht zufrieden, hatte er doch mit stärkeren Audi gerechnet

Eigentlich hatte Tabellenführer Bruno Spengler darauf gehofft, nach einer Menge zweiter Startplätze am Nürburgring endlich seine erste Saisonpole zu holen. Doch als er in Q4 die ersten Sektorenzeiten von Mattias Ekström sah, wusste er, dass der Audi-Schwede ihn schlagen würde. Am Ende wurde Spengler einmal mehr Zweiter, mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf Ekström.

Mit dieserm Platzierung ist der Mercedes-Pilot aber durchaus zufrieden: "Wir waren davon ausgegangen, dass unsere Gegner an diesem Wochenende sehr stark sind, vor allem, als wir gestern Martin Tomczyk gesehen haben. Ich dachte eigentlich, dass er heute ganz vorn mit dabei ist. Normalerweise ist er hier immer sehr stark, auch die Audi-Jahreswagen. Von daher haben wir mit einem schwierigen Wochenende gerechnet. Und dass ich jetzt den zweiten Platz geholt habe, geht durchaus in Ordnung."

Die meisten Audi-Piloten hatten im Qualifiying plötzlich mit Gripproblemen zu kämpfen, obwohl sie im Vergleich zu den Trainings nicht viel an den Autos verändert hatten. Und so war für Mercedes der Weg frei, fünf Autos in den Top 6 zu platzieren. Nur Ekström war am Ende nicht zu schlagen.

Auch Spengler, der in Q1 und Q2 noch die Bestzeiten geholt hatte, bemerkte in Q3, dass sich die Strecke verändert hatte oder an Reifenhaftung verlor. "Da war ich dann Vierter. Die Runde in Q4 war dann in Ordnung, ich habe keine großen Fehler gemacht und das Maximum herausgeholt", fasst der Kanadier zusammen. "Mattias hat wirklich einen herausragenden Job gemacht. Alles in allem denke ich, dass unser Team sich auf einer solchen Strecke enorm gesteigert hat. Im vergangenen Jahr hatten wir Probleme, auch schon im Freien Training. In diesem Jahr waren wir schon im Training besser. Von daher einen großen Dank an das Team, dass es geschafft hat, das Auto für diese Strecke zu verbessern."

Spengler steht damit auf der Innenseite der Startaufstellung. Dass es dort dreckiger ist, sieht er nicht als großen Nachteil. Er hat sich vorgenommen, Ekström im Idealfall schon in der ersten Kurve zu überholen. "Wenn man einen guten Start hat, ist man innen. Und da ist es normalerweise weniger riskant als außen", sagt er. Ansonsten müsse man einfach abwarten, wie das Rennen läuft: "Erst einmal müssen wir morgen das Warmup bestmöglich nutzen und uns gut auf das Rennen vorbereiten. Und dann müssen wir im Rennen selbst unser Bestes geben. Ich werde rausgehen, Spaß haben und dann schauen, was dabei herauskommt."

Dabei hofft er auch, dass Ekströms Rennsetup nicht ganz so gut ist wie seine Qualifyingabstimmung. Und er zählt auf die gute Boxenarbeit seine HWA-Mannschaft, die ihn zuletzt am Norisring in schnellen 2,7 Sekunden abgefertigt hat.

Im Hinterkopf hat er als Tabellenführer dabei natürlich auch schon den Titelgewinn. Mit Startplatz zwei hat er seine Ambitionen darauf erneut unterstrichen. "Natürlich, mein Ziel ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Bis dahin ist es aber noch ein sehr weiter Weg. Und heute war erst das Qualifying. Morgen wartet ein langes Rennen auf uns", weiß Spengler. "Für mich haben hier alle null Punkte und es ist eine Jagd nach der maximalen Punktzahl. Im Rennen werde ich einfach mit meinem Team zusammen mein Bestes geben und dann werden wir sehen, wie viele Zähler wir morgen Abend haben."

Fotoquelle: xpb.cc


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