Mattias Ekström will von der Pole-Position zum zweiten Saisonsieg fahren

DTM 2010

— 07.08.2010

Ekström und sein Audi: "Ein Genuss"

Polesetter Mattias Ekström jubelt nach der perfekten Runde am Nürburgring: "Das Ergebnis harter Arbeit" - Keine Sorge wegen Mercedes im Nacken

Am Vormittag sah es noch nach Audi-Dominanz am Nürburgring aus, aber im Qualifying war Mattias Ekström plötzlich eher ein Einzelkämpfer. Der Abt-Star schaffte es als einziger der Audi-Fraktion in den letzten Abschnitt und holte sich dort überlegen die beste Startposition. "Diese Pole-Position werde ich in Erinnerung behalten. Es passiert nämlich äußerst selten, dass du dein Auto so optimal hinbekommst", freut sich Ekström.

"Oft kommst du zu einem Rennen und dein Fahrstil und dein Auto passen gut, aber es fehlt trotzdem immer noch eine Kleinigkeit. Meist gibt es immer noch etwas zu verbessern, eigentlich immer sogar", sagt der 32-Jährige. "Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann es letztmals so perfekt lief." Ekström hat im morgigen Rennen zwar eine regelrechte Mercedes-Armada im Nacken, aber dennoch ist der zweite Saisonsieg das klare Ziel.

"Der Schlüssel zu diesem Ergebnis war harte Arbeit", gibt der Schwede zu Protokoll. "Gestern im Test hatten wir leichte Probleme und auch heute Morgen haben wir noch nicht das perfekte Setup gehabt. Aber die Änderungen zum Qualifying haben sich ausgezahlt. Nach den ersten beiden Abschnitten war ich sicher, dass wir ein tolles Auto haben. Nach Q3 war ich einfach glücklich, es war perfekt. Ich konnte meinen Ingenieuren nichts mehr sagen, womit sie das Auto noch hätten verbessern können."

"Im entscheidenden vierten Qualifyingabschnitt war es wieder gut. So macht es einfach Spaß, wenn das Auto wirklich zu 100 Prozent perfekt ist", erklärt Ekström. Nach einer überzeugenden Audi-Vorstellung am Vormittag war der zweimalige Champion in der Zeitenjagd plötzlich der einizge Fahrer der Ingolstädter, der ausreichend Grip zur Verfügung hatte.

"Der Nürburgring ist diesbezüglich sehr speziell", erklärt der erfahrene DTM-Haudegen. "Wenn du hier ein perfektes Setup hast, dann kommt die Rundenzeit fast von allein. Wenn es aber nicht passt, dann kannst du auch mit vollem Einsatz nur wenig erreichen. Ich werde nicht verraten, was wir genau am Setup angepasst haben. Aber es ist wie bei jedem Fahrer: Wenn das Auto mal perfekt zum Fahrstil passt, dann macht es einfach viel Freude."

"Mit einem solch perfekten Auto ist es einfach ein Genuss", sagt Ekström direkt nach seiner überzeugenden Runde in der 'ARD'. Er sei bereits mit einem guten gefühl ins Shootout gegangen. "Ich dachte, wenn einer besser ist als ich, dann habe ich zumindest Respekt davor. Meine Runde in Q3 war wirklich perfekt. In Q4 war zwar weniger Grip da, aber die Runde war wieder fehlerfrei. Egal, ob man Erster oder Zehnter ist: Mit einer perfekten Runde ist man immer stolz. Aber wenn man Erster ist, dann ist es natürlich besser."

Angestachelt war Ekström auch durch Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt. "Er meint, ich sei ein fauler Hund und würde nicht immer Vollgas geben", lacht der Ex-Meister. "Wir wetten immer, aber bisher habe ich immer verloren, selbst wenn ich vorne lag. Mal gab es einen Plattfuß, mal etwas anders. Morgen versuche ich natürlich, endlich wieder einen Vorteil aus dieser Wette zu ziehen", sagt Ekström, ohne den Einsatz nennen zu wollen. "Er muss dann halt etwas bezahlen."

"Die Mercedes machen mir keine Sorgen. Jeder fährt sein eigenes Rennen", so Ekström. Etwas Unterstützung der Markenkollegen wäre dennoch willkommen gewesen. "Natürlich hätte ich hier lieber Martin, Timo, Oliver oder Miguel neben mir. Aber es ist so eng. Wenn man es perfekt hinbekommt, dann kommt man in Q4 und steht vorne. Man kann es sich heutzutage in der DTM einfach nicht leisten, dass es nicht perfekt klappt."

"Die Grundlage zum Sieg bildet erst einmal ein guter Start", meint die Audi-Speerspitze mit Blick auf das Rennen am Sonntag. "Dann muss der Speed stimmen und die Boxenstopps müssen passen. Das ist wohl der beste Plan, den man haben kann." Angesichts der möglichen Regenfälle am Renntag wurde Ekström von seinen Kollegen an die falsche Reifenwahl im Regen von 2008 erinnert. "Diesmal nehem wir die passenden Pneus: Bei Nässe Regenreifen, im Trockenen Slicks", lacht der Schwede.

Fotoquelle: xpb.cc


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