Martin Tomczyk fand am Nürburgring keinen Draht zu seinen Reifen

DTM 2010

— 07.08.2010

Tomczyk: Reifenfrust und Regenliebe

Für Martin Tomczyk wurden die Reifen im Qualifying zum Stolperstein: Platz elf - Regen als große Hoffnung für den Renntag

Bei Martin Tomczyk will der Knoten offenbar einfach nicht platzen. Der Bayer platzierte sich im Qualifying am Nürburgring nur auf Position elf. Er war somit der schlechteste Fahrer der fünfköpfigen Abt-Audi-Riege. "Generell war das Auto gestern und heute perfekt vorbereitet", erklärt Tomczyk. "Im Qualifying hatte ich das leidige Thema mit den Reifen, kein Grip auf der Vorderachse. Egal, was wir gemacht haben, es war immer schlecht."

Mit einem stark untersteuernden Audi A4 DTM seien einfach keine guten Rundenzeiten möglich gewesen. "Das ist extrem ärgerlich, wenn man weiß, dass das Auto eigentlich schnell ist. Wenn man eigentlich 'nur' das Qualifying fahren muss, um ganz vorne zu sein. Dann kommt wieder dieser Reifen - schade. Eigentlich sollte so ein Reifen über die gesamte Saison konstant sein, aber damit hadern wir im Moment noch."

Während Teamkollege Mattias Ekström und Audi-Youngster Miguel Molina perfekte Einstellungen für ihre Autos fanden, setzte Tomczyk offenbar auf die falsche Karte. "Wir haben auf die Streckenbedingungen reagiert und den Sturz verändert, aber sonst war das Auto unverändert. Es hat aber weder am Auto, noch an mir gelegen. Es waren - wie so oft schon in diesem Jahr - mal wieder die Reifen."

Tomczyk möchte Dunlop nicht den schwarzen Peter zuschieben, aber er erklärt: "Auch wenn Dunlop sagt, dass es der gleiche Reifen wie im Vorjahr ist, nur mit leicht veränderter Mischung: Es ist ein anderer Reifen für uns Fahrer - und wir können das wohl am besten beurteilen. Mit dem Reifen muss man anders arbeiten, die Konstanz ist nicht gegeben. So ist es immer ein Lotteriespiel und so gibt es immer Unterschiede zwischen den Fahrern."

Er habe auch in Q2 mit zwei verschiedenen Reifensätzen daneben gelegen, sagt der Allgäuer. "Insgesamt habe ich im Qualifying drei Sätze benutzt und nur mit einem konnte ich etwas Grip spüren. Aber leider nicht so viel, um die Zeit vom Vormittag oder von gestern fahren zu können." Tomczyk versuchte mangelnden Grip durch mehr Einsatz auszugleichen, was misslang. Nach einem Verbremser wurde ihm die Zeit gestrichen.

"Ich war nicht mal schneller unterwegs als vorher", erklärt der Abt-Pilot. "Es war mir klar, dass die Zeit gestrichen wird." Mit Blick auf das morgige Rennen würde Tomczyk am liebsten einen Regentanz aufführen. "Am besten wäre es so halb nass, mit Regenschauer und abtrocknender Strecke zum Schluss. Alles Unvorhergesehene wäre für mich positiv. Ich hoffe, dass das Eifelwetter so zuschlägt, wie es sonst öfter mal zuschlägt. Ich würde auch bezüglich der Reifenwahl zum Start ein Wörtchen mitreden..."

Fotoquelle: xpb.cc


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