Bruno Spengler konnte seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausbauen

DTM 2010

— 08.08.2010

Ein Kanadier schwelgt im Glück

Bruno Spengler baute mit einem Jubiläumssieg auf dem Nürburgring seine Gesamtführung aus, wagt aber noch nicht, vom Titel zu träumen

Bruno Spenglers Ziel für den fünften Saisonlauf auf dem Nürburgring war, seine Führung in der DTM-Gesamtwertung auszubauen. Und das ist dem Kanadier mit Bravour gelungen. Der Mercedes-Pilot holte seinen zweiten Saisonsieg und setzte damit seine Erfolgsserie fort. In der Gesamtwertung hat er nun 42 Punkte und 16 Zähler Vorsprung auf Jahreswagen-Pilot Jamie Green, der nach seinem heutigen fünften Platz nach wie vor Zweiter ist.

"Heute war ein großartiger Tag für mich und für das ganze Team. Ein Dreifachsieg ist eine tolle Leistung", strahlt Spengler, hinter dem seine Kollegen Paul Di Resta und Gary Paffett für ein reines Sterne-Podium sorgten. "Vor allem in der DTM, die eine so harte Serie ist. Das zeigt einfach die großartige Arbeit, die das Team seit dem vergangenen Jahr und dem Winter geleistet hat, um unser Auto zu verbessern. Das war heute wirklich eine tolle Teamleistung. Und was es noch schöner macht, ist dass es der 100. Sieg war, seit wir seit 1990 gegen Audi fahren. Es ist also ein besonderer Anlass und ich bin sehr stolz darauf, dass ich ihn für Mercedes holen konnte."

Den Grundstein zum Sieg legte Spengler gleich auf den ersten Metern. Von Startplatz zwei aus kam noch auf der Geraden an Polemann Mattias Ekström (Audi) vorbei und übernahm die Führung. "Der Start war sehr wichtig", bestätigt der Kanadier. "Ich war völlig auf die Startampel fixiert und habe versucht, Mattias zu überholen. Das hat funktioniert. Ich glaube, er hatte keinen allzu guten Start."

"Danach habe ich versucht, richtig zu pushen und von den Jungs hinter mir davonzuziehen", schildert Spengler weiter. Teamkollege Di Resta hat ihm das Leben dabei aber teilweise recht schwer gemacht: "Er war auch manchmal wirklich schnell. Bei anderen Gelegenheiten konnte ich aber ein bisschen davonziehen und etwas schneller sein. Vor allem direkt nach den Boxenstopps. Ich denke, dass das heute der Schlüssel zum Erfolg war. Und ich bin sehr, sehr glücklich heute."

Auch wenn er vom Start weg an der Spitze lag, hatte Spengler also kein einfaches Rennen - zumal es stellenweise auch begann, leicht zu regnen: "Hier am Nürburgring weiß man in der ersten Kurve nie, ob man sie innen oder außen anbremsen soll, wenn es tröpfelt. Denn wir haben schon öfter gesehen, dass man in Kurve eins meistens in der Mauer landet, wenn es regnet und man bremst. Manchmal war ich an dieser Ecke also ein bisschen vorsichtig und habe innen gebremst. Es war also kein einfacher Tag und deshalb bin ich noch glücklicher."

Spätestens nach seinem heutigen Sieg auf dem Nürburgring ist Spengler der große Titelfavorit. Doch der Kanadier selbst wagt noch nicht, von seinem lang ersehnten ersten Meistertitel in der DTM zu träumen: "Es ist immer noch ein sehr langer Weg. Die DTM ist eine sehr harte Serie. Es wird bis zum Ende der Saison noch recht schwierig. Es kommen die unterschiedlichsten Strecken auf uns zu. Man muss also konzentriert bleiben und darf nicht zu sehr an den Titel denken. Aber heute hatten wir einen großartigen Tag, den wir genießen werden."

Fotoquelle: xpb.cc


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